Abo
  • IT-Karriere:

Handelskonflikt mit USA: Huawei hat vorsorglich eigene Betriebssysteme entwickelt

Im Zuge der steigenden Handelsfriktionen zwischen China und den USA hat Huawei sicherheitshalber eigene Betriebssysteme für Smartphones und PCs entwickelt. Der Hersteller geht aktuell aber noch davon aus, diese Option nicht ziehen zu müssen.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei-Smartphones laufen mit Android
Huawei-Smartphones laufen mit Android (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Huawei hat eigene Betriebssysteme für Smartphones und Computer entwickelt. Das berichtet die South China Morning Post, unter anderem unter Berufung auf ein Interview von Richard Yu mit der Welt. Yu ist Chef von Huaweis Mobile Business Group, die unter anderem für Smartphones verantwortlich ist.

Stellenmarkt
  1. Stromnetz Hamburg GmbH, Hamburg
  2. Hays AG, Leipzig

Details zu den Betriebssystemen hat der chinesische Hersteller nicht bekanntgegeben. Es gab bereits im Sommer 2016 Gerüchte, dass Huawei an einem eigenen OS für seine Smartphones arbeite. Damals hatte uns ein Huawei-Manager in Shenzhen versichert, dass das Unternehmen mit Android zufrieden sei und nicht vorhabe, ein eigenes System zu verwenden.

An dieser grundsätzlichen Einstellung scheint sich auch jetzt nichts geändert zu haben. Wie ein Huawei-Sprecher laut der South China Morning Post erklärt, erwartet der Hersteller nicht, die Alternativen verwenden zu müssen und will diese auch nicht einsetzen.

Huaweis Smartphones laufen bereits seit dem ersten Modell mit Android, worauf eine eigene Benutzeroberfläche installiert ist. Seit kurzem stellt Huawei auch Notebooks her, die mit Windows 10 ausgeliefert werden. Auch für Microsofts Betriebssystem hat Huawei eigenen Angaben zufolge eine Alternative entwickelt.

Hintergrund ist der zunehmende Handelskonflikt zwischen China und den USA. Android und Windows sind Produkte der US-Unternehmen Google und Microsoft, die im Ernstfall unter ein Handelsverbot fallen können. Der chinesische Hersteller ZTE geriet durch Sanktionen bereits an den Rand des Ruins, dem Unternehmen wurde illegaler Handel mit dem Iran und Nordkorea vorgeworfen. Daraufhin durfte ZTE unter anderem keine Qualcomm-Chips mehr einkaufen sowie Android nicht mehr verwenden. Letztlich einigten sich die USA und China in dem Fall.

Huawei sieht sich mit Vorwürfen aus den USA konfrontiert, in seine Netzwerkausrüstung Hintertüren einzubauen, die Spionage ermöglichen. Beweise dafür gibt es laut BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) keine, die Anschuldigungen haben aber dazu geführt, dass verschiedene Länder auf Huawei-Netzausrüstung verzichten. Andere Länder hingegen haben sich für Ausrüstung von Huawei entschieden, insbesondere beim 5G-Ausbau. Der chinesische Hersteller soll in den USA eine Klage gegen die US-Regierung vorbereiten, da der Hersteller ohne Gerichtsverfahren blockiert werde.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 337,00€
  2. 69,99€ (Release am 25. Oktober)
  3. 39,99€ (Release am 3. Dezember)
  4. (aktuell u. a. Corsair Glaive RGB Gaming-Maus für 32,99€, Microsoft Office 365 Home 1 Jahr für...

Anonymer Nutzer 18. Mär 2019

Wichtige Infos. Danke! Einziger Wermutstropfen für mich als US-Chipdesign-Skeptiker-und...

IchBIN 18. Mär 2019

Das ist einerseits zwar sicher richtig, andererseits sehe ich die Gefahr als groß an...

bionade24 16. Mär 2019

Oder sie würden mal Sailfish OS in den Griff bekommen und es marktfähig machen.

nille02 15. Mär 2019

Redox OS. Aber im Kern hast du natürlich recht. Aber ist das nicht auch Sinn und Zweck...

pre3 15. Mär 2019

Ich wünsche den Chinesen viel Erfolg! Es braucht eine gute Alternative zu Android und...


Folgen Sie uns
       


1.000-Meilen-Strecke mit dem E-Tron - Bericht

Innerhalb 24 Stunden durch zehn europäische Länder fahren? Ist das mit einem Elektroauto problemlos möglich?

1.000-Meilen-Strecke mit dem E-Tron - Bericht Video aufrufen
Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

SSD-Kompendium: AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick
SSD-Kompendium
AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick

Heutige SSDs gibt es in allerhand Formfaktoren mit diversen Anbindungen und Protokollen, selbst der verwendete Speicher ist längst nicht mehr zwingend NAND-Flash. Wir erläutern die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Solid State Drives.
Von Marc Sauter

  1. PM1733 Samsungs PCIe-Gen4-SSD macht die 8 GByte/s voll
  2. PS5018-E18 Phisons PCIe-Gen4-SSD-Controller liefert 7 GByte/s
  3. Ultrastar SN640 Western Digital bringt SSD mit 31 TByte im E1.L-Ruler-Format

IT-Sicherheit: Auch kleine Netze brauchen eine Firewall
IT-Sicherheit
Auch kleine Netze brauchen eine Firewall

Unternehmen mit kleinem Geldbeutel verzichten häufig auf eine Firewall. Das sollten sie aber nicht tun, wenn ihnen die Sicherheit ihres Netzwerks wichtig ist.
Von Götz Güttich

  1. Anzeige Wo Daten wirklich sicher liegen
  2. Erasure Coding Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
  3. Endpoint Security IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

    •  /