Volkswagen, Daimler und BMW wollen eigene 5G-Frequenzen. Volkswagen ist sich dabei bereits sicher, das Campusnetz nicht in Kooperation mit einem Netzbetreiber aufzubauen.
Die Netzbetreiber machen über den Bitkom Druck, dass die 5G-Campusnetze der Industrie dauerhaft beschränkt bleiben. Die Bundesnetzagentur soll die Interessen der Fabrik 4.0 und Mobilfunk zusammenbringen.
Netcologne sieht den Ausschluss der Stadtnetzbetreiber bei 5G als einen Grund dafür an, dass das Netz langsamer aufgebaut wird. Der Wettbewerb mit Glasfaser sei auch im Festnetz wichtig gewesen.
Interessenten für lokale 5G-Netze gibt es einige. Im Raum Köln-Bonn will Netcologne gerne etwas Eigenes anbieten, doch seitens der Bundesnetzagentur sind die Rahmenbedingungen noch nicht geklärt.
Der FTTH-Betreiber Swisscom will seine Netze nicht reguliert öffnen müssen und hat sich damit bei Nationalrat und Ständerat durchgesetzt. Das fordert in Deutschland auch die Telekom und ist damit nicht allein.
Kommunale Unternehmen, der Buglas und die Internet Economy Foundation (IE.F) fordern lokale und regionale Frequenzen für die Kommunen. So könnten schnell lokale 5G-Netze mit Glasfaser-Anbindung entstehen.
Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Der Bedarf beim Download wird laut einer Befragung der alternativen Netzbetreiber in Deutschland stark steigen. Im Upstream werden laut Breko nun 700 MBit/s erwartet.
Die Telekom will keine Konkurrenz von der Industrie bei 5G. Telekom-Deutschland-Chef Dirk Wössner möchte verhindern, dass dort eigene Netze aufgespannt werden.
Die Netzbetreiber im Breko wollen, dass die 5G-Netze für Mobilfunkprovider geöffnet werden, damit es mehr Wettbewerb gibt. Auch regional sollen die 5G-Netze aufgespannt werden.
Der Ausbau im Hamburger Hafen durch die Telekom beginnt. Aktiv sind dort auch die Stadtwerketochter Wilhelm.tel und deren Partner Willy.tel. Auch Vodafone will sein Kabelnetz mit Docsis 3.1 aufrüsten.
Der Chef der Bundesnetzagentur will die Regulierung für FTTH/B modernisieren. Damit folgt er den Vorschlägen des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas). Und auch Merkel mahnt zur Eile.
Die Bundesnetzagentur wird der Industrie und Gemeinden lokale 5G-Frequenzen auf Antrag zuweisen. Die Versteigerung der Frequenzen bei 2 Gigahertz und 3,6 Gigahertz wurde angeordnet.
Die Versteigerung der Frequenzen für 5G wird von 2018 auf kommendes Jahr verschoben. "So verlieren wir ein Dreivierteljahr beim Rollout von 5G", hieß es in Regierungskreisen.
Durch sein Glasfasernetz sieht sich der Stadtnetzbetreiber gut positioniert für 5G. Wenn die Bundesnetzagentur mitspielt, könnte der Großraum Hamburg ein eigenes Mobilfunknetz bekommen.
Auf EU-Ebene könnten Regulierungsferien für die Telekom und neue Verpflichtungen für die Stadtnetzbetreiber beschlossen werden. Dagegen wehren sich mehrere Verbände. Sie wollen aber, dass die Telekom auch Glasfaser ausbauen kann.
Ein kleinerer Kabelnetzbetreiberverband ist nicht gegen ein Zusammengehen von Unitymedia mit Vodafone. Aber dann sollten die Netze nach dem Open-Access-Prinzip geöffnet werden.
Eine Aufrüstung des Koaxialkabels hält Wilhelm.tel für herausgeworfenes Geld. Statt hier alles aufzurüsten, setzt der lokale Netzbetreiber lieber gleich auf Glasfaser. Der Hauptkonkurrent sei Vodafone, nicht die Telekom.
Die Kapazitäten beim Tiefbau begrenzen derzeit den Ausbau des Glasfasernetzes. Nach Ansicht der Rohrleitungsbauer ist deshalb das geplante Ausbauziel bis 2025 nicht zu schaffen.
Update Die Telekom wirft United Internet beim Netzausbau "große Ankündigungen, aber kleine Taten" vor. Das Ausbaubündnis von Telekom und Stadtnetzbetreibern stehe jedem offen.
Der Hamburger Kabelnetzbetreiber Willy.tel hat viele Kunden, die nicht wissen, woher sie ihr Fernsehsignal beziehen. Sie dachten, sie seien vom Aus für DVB-T betroffen.
Die kommunalen Unternehmen wollen 5G nicht einfach nur durchleiten, sondern durch ihr Glasfasernetz selbst voll einsteigen. Auch die Kabelnetzbetreiber kommen nicht daran vorbei, überall Glas einzusetzen.
Die Deutsche Telekom und der Energieversorger EWE wollen FTTH/B gemeinsam ausbauen. Die Telekom hat hier den Anschluss verpasst und braucht jetzt starke Partner.
Die Verbraucherzentrale hat untersuchen lassen, was die Aufhebung der Regulierung für den Glasfaserausbau bringt. Ergebnis: Höhere Preise wegen fehlendem Wettbewerb für FTTH/B.
Auch wenn sie die Telekom wegen ihres Vectoringausbaus kritisieren, lassen sich die Kabelnetzbetreiber bewusst Zeit beim Ausbau von Gigabitnetzen. Sehr hohe Datenraten wolle heute noch kaum einer, betonte ein großer Betreiber.
Wilhelm.tel beendet im südlichen Schleswig-Holstein und in großen Teilen Hamburgs das analoge Fernsehen. Eine Einführung von Docsis 3.1 ist nicht geplant.
Wer Glasfaser bis zum Endkunden ausbaut, will sein Netz nicht für Billigangebote von 1&1 und Vodafone öffnen müssen. Der Telekom-Chef sieht sonst auch Partnerschaften mit FTTH-Anbietern unter Druck.
Durch ihren radikalen Vectoring-Kurs verliert die Telekom in München, Hamburg und Köln immer mehr Kunden an die Glasfaserbetreiber der Stadtwerke. Daher musste auch Deutschlandchef van Damme gehen.
Laut Bitkom ist der Tiefbau schuld, dass wir noch zwei Jahrzehnte auf FTTH im ganzen Land warten müssen. Doch es gibt Lösungen abseits reiner Rechenbeispiele.
1&1 hat einen neuen Partner gewonnen und wird in Zukunft 500 MBit/s in einem Stadtgebiet vermarkten. Das stärkt die Firmen, die echte Glasfaser ausbauen.
Im Tiefbau und bei der Hausinstallation können viele neue Jobs entstehen, um in Deutschland in den nächsten zehn Jahren FTTH/B zu schaffen. Der Glasfaserausbau und 5G sind laut Buglas ein Jobprogramm.
Golem-Wochenrückblick Massenhaft Kundendaten frei im Netz, Drunter und Drüber beim Oneplus Five - und wir holen unseren DOS-Rechner aus dem Keller. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Experten halten DVB-T2 für überholt, viele Kunden wollen weg vom terrestrischen Fernsehen. Trotzdem meldet Betreiber Freenet TV nun, zum Start der Bezahlphase rund eine halbe Million Kunden gewonnen zu haben.
Weil die großen Netzbetreiber das nicht leisten, rollen Netcologne, M-net und Wilhelm.tel die Glasfaser aus. Doch dafür muss sich nach Ansicht des Branchenverbandes Buglas die Regulierung ändern und das Überbauen mit Kupfer und Glasfaser muss aufhören.
Ein Stadtnetzbetreiber hält das terrestrische kostenpflichtige Angebot Freenet TV für überflüssig. Fernsehen werde sich komplett ins Internet verlagern, auch weg vom Kabelfernsehen.
Neue Anwendungen bringen einen stetig steigenden Datenaustausch. Ein Stadtnetzbetreiber mit einem FTTH-Netz meint deshalb, dass 250 MBit/s nicht das Ende sein können.
Was Telekom, Vodafone und Mnet im Bereich Glasfaser bis zum Endnutzer, Docsis 3.1 und Vectoring machen, ist nicht alles: Kleine Betreiber sind hier aktiv, werden aber wenig beachtet. Golem.de hat zusammengetragen, wer sonst noch Glasfaser ausbaut und was 2017 passiert.
Wir haben nachgefragt, wer in Deutschland tatsächlich Glasfaser verbuddelt, und zwar wirklich bis zum Endnutzer. Der Buglas hat Golem.de Namen genannt.
Der Bedarf bei Privatkunden an Gigabit-Datenraten wird von 1&1 als derzeit noch sehr gering eingeschätzt. "Die Bandbreite würde nicht annähernd ausgelastet werden", sagte ein Sprecher.
Die im Buglas tätigen Stadtnetzbetreiber sind sauer auf die Telekom, die Konkurrenten vorwirft, nur zu jammern statt das Netz auszubauen. 70 Prozent der vorhandenen FTTB/H-Anschlüsse in Deutschland kämen von den Netzbetreibern, was auch stimmt. Doch Höttges hatte andere angegriffen.