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Unitymedia-Übernahme: Bundesnetzagentur prüft Öffnung der TV-Kabelnetze

Wenn Vodafone Unitymedia übernimmt, will die Bundesnetzagentur eine Öffnung der Netze erzwingen. Eine Marktuntersuchung wurde bereits eingeleitet.
/ Achim Sawall
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Montage eines Koaxialanschlusses (Bild: Unitymedia)
Montage eines Koaxialanschlusses Bild: Unitymedia

Kurz vor der geplanten Milliardenfusion zwischen Vodafone und Unitymedia droht die Bundesnetzagentur mit einer Zwangsöffnung des TV-Kabels für Wettbewerber. "Die Kabelanbieter sollten sich ihrer Sache nicht zu sicher sein", sagte Behördenchef Jochen Homann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Anders als die Deutsche Telekom müssen Kabelnetzbetreiber ihre Infrastruktur bisher nicht der Konkurrenz für eine Mitnutzung zur Verfügung stellen.

"Wir prüfen derzeit, ob und in welchen Gebieten gegebenenfalls auch das Kabel eine marktmächtige Position erlangt hat. Es gibt Regionen, in denen dieses nicht mehr ausgeschlossen scheint. Und dort könnten die Betreiber dazu verpflichtet werden, ihre Infrastruktur für andere Anbieter zu öffnen. Auch eine Kontrolle der Zugangspreise wäre dort denkbar", erklärte Homann.

Die Bundesnetzagentur habe eine entsprechende Marktuntersuchung eingeleitet, im kommenden Jahr sei mit den Ergebnissen zu rechnen. Nach Angaben der Telekom ist das Koaxialkabel in einer ganzen Reihe von Städten und Ballungsgebieten schon das führende Medium für die Internet-Übertragung.

Kabelnetz: Öffnung ist technisch nicht einfach

Die Kabelnetzbetreiber müssten sich öffnen, ein Vorleistungsprodukt werde kommen, hatte Theo Weirich, Geschäftsführer des lokalen Betreibers aus Norderstedt, Wilhelm.tel, am 18. April 2018 erklärt. Doch das umzusetzen, sei technisch sehr anspruchsvoll.

Die Verhandlungen zwischen Vodafone und Liberty Global stehen kurz vor dem Abschluss. Das berichtete die britische Financial Times unter Berufung auf Verhandlungskreise. Dabei geht es um den Verkauf von Unitymedia in Deutschland und weiteren TV-Kabelnetzen in Osteuropa an den britischen Konzern. Die Anteile haben zusammen mit der Verschuldung einen Wert von 16,5 Milliarden Euro.


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