• IT-Karriere:
  • Services:

Jochen Homann: Bundesnetzagentur will kaum Regulierung für Glasfaser

Der Chef der Bundesnetzagentur will die Regulierung für FTTH/B modernisieren. Damit folgt er den Vorschlägen des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas). Und auch Merkel mahnt zur Eile.

Artikel veröffentlicht am ,
Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Bundesnetzagentur
Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Bundesnetzagentur (Bild: Bundesnetzagentur)

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat sich dafür ausgesprochen, bei echter Glasfaser auf Zugangs- und Entgeltregulierungen weitgehend zu verzichten. "Für neue Technologie brauchen wir neue Konzepte", sagte Homann beim Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Behörde.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, München
  2. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin

Homann sagte: "Die erfolgreiche Regulierung des Kupfernetzes verleitet uns nicht zu dem Fehlschluss, dieses komplexe Modell der ausdifferenzierten Zugangs- und Entgeltregulierung auf die Glasfaser zu übertragen. Für neue Technologien brauchen wir neue Konzepte - Konzepte, die es erlauben, auf die bisherige Zugangs- und Entgeltregulierung zugunsten kommerzieller Vereinbarungen zwischen den Unternehmen weitestgehend zu verzichten."

Tatsächlich wäre es für die Telekom unwirtschaftlich, FTTH auszubauen und diese Netze dann reguliert Wettbewerbern als Vorleistung anzubieten. Theo Weirich, Geschäftsführer von Wilhelm.tel aus Norderstedt sagte dazu im April 2018, das Ziel sei keine komplette Regulierungs- oder Rechtsfreiheit. "Doch alle, die in die Infrastruktur investieren, sollten die Möglichkeit dazu haben, auch die Telekom." Nötig seien Spielregeln wie ein marktverhandelter, diskriminierungsfreier Open Access und die Bundesnetzagentur als Schiedsrichter, wenn auf eine Regulierung von FTTB/H-Netzen verzichtet werde. Zudem sollten die Marktteilnehmer Vorleistungen auf bereits bestehende Glasfasernetze einkaufen statt auf Überbau zu setzen. Damit würden Anreize dafür gesetzt, dass sich mehr Unternehmen im echten Glasfaserausbau engagierten. Auch die Milliarden der Telekom würden für den Ausbau in Deutschland gebraucht.

Telekom Chef Timotheus Höttges sagte in diesem Monat: "Wir brauchen Fairness beim Ausbau neuer Netze. Das heißt: keine Regulierung bei Glasfaser." Damit werde doppelte Verlegung vermieden, denn die Telekom wolle ihr Netz auch in Zukunft an die Konkurrenten vermieten und selbst deren neue Netze zu gleichen Konditionen mieten. Dies solle aber nicht reguliert, sondern "frei und fair verhandelt werden".

Glasfaser: Merkel mahnt zur Eile

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte heute zu mehr Tempo beim Breitbandausbau aufgerufen. Zwar sei Deutschland beim Glasfaserausbau vorangekommen. "Allerdings tobt da noch eine Schlacht, die wir wirklich auch noch schlagen müssen", sagte sie in ihrer Festrede. Merkel sagte: "Bei Beschwerden verweisen wir als Politiker immer auf die Unabhängigkeit der Bundesnetzagentur. Das ist ein schönes Gefühl." Die Verschiebung der Versteigerung der 5G-Lizenzen sorgt für Spannungen im Verhältnis zum Bundesverkehrsministerium. Die Verschiebung der Versteigerung sei ein Ärgernis und sie sei mit den Häusern nicht abgestimmt gewesen, hieß es aus hohen Kreisen des Ministeriums.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Faksimile 30. Mai 2018

Wenn man gleichzeitig die Kupferkabel stillegen und abbauen würde und den Rohstoff Kupfer...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 4 und Pixel 4 XL ausprobiert

Google hat seine neuen Pixel-Smartphones vorgestellt: Im ersten Hands on machen das Pixel 4 und das Pixel 4 XL einen guten Eindruck.

Google Pixel 4 und Pixel 4 XL ausprobiert Video aufrufen
Confidential Computing: Vertrauen ist schlecht, Kontrolle besser
Confidential Computing
Vertrauen ist schlecht, Kontrolle besser

Die IT-Welt zieht in die Cloud und damit auf fremde Rechner. Beim Confidential Computing sollen Daten trotzdem während der Nutzung geschützt werden, und zwar durch die Hardware - keine gute Idee!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Gaia-X Knoten in Altmaiers Cloud identifzieren sich eindeutig
  2. Gaia-X Altmaiers Cloud-Pläne bleiben weiter wolkig
  3. Cloud Ex-SAP-Chef McDermott will Servicenow stark expandieren

Google Stadia im Test: Stadia ist (noch) kein Spiele-PC- oder Konsolenkiller
Google Stadia im Test
Stadia ist (noch) kein Spiele-PC- oder Konsolenkiller

Tschüss, Downloads, Datenträger und Installationsroutinen: Mit Google Stadia können wir einfach losspielen. Beim Test hat das unter Echtweltbedingungen schon ziemlich gut geklappt - trotz der teils enormen Datenmengen und vielen fehlenden Funktionen.
Von Peter Steinlechner

  1. Google Stadia Assassin's Creed Odyssey bis Samurai Showdown zum Start
  2. Nest Wifi Googles Mesh-Router priorisiert Stadia
  3. Spielestreaming Google stiftet Verwirrung über Start von Stadia

Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

    •  /