Antennenfernsehen: Rund 500.000 Kunden holen sich kostenpflichtiges DVB-T2

Experten halten DVB-T2 für überholt, viele Kunden wollen weg vom terrestrischen Fernsehen. Trotzdem meldet Betreiber Freenet TV nun, zum Start der Bezahlphase rund eine halbe Million Kunden gewonnen zu haben.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Freenet TV 89001 DVB-T2 HD CI+ Modul
Freenet TV 89001 DVB-T2 HD CI+ Modul (Bild: Freenet)

Bis zum Start der Bezahlphase für das neue terrestrische Fernsehsignal DVB-T2 hat der Plattformbetreiber rund 500.000 Kunden gewonnen. "Wir sind mit der Kundenresonanz sehr zufrieden", sagte Kerstin Köder, Chefin von Freenet TV - so heißt das das Pay-TV-Produkt von Media Broadcast. Man sei bestrebt gewesen, den Übergang für die Kunden so leicht wie möglich zu gestalten. Am 4. Juli 2017 endete für die ersten Nutzer eine dreimonatige Gratisphase. Für den Empfang der privaten Sender in HD-Qualität fallen nun jährlich 69 Euro an.

Stellenmarkt
  1. Cyber Security Manager (m/w/d)
    Jungheinrich AG, Hamburg
  2. Anwendungsentwicklerin / Anwendungsentwickler (m/w/d)
    Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf
Detailsuche

Experten wie Theo Weirich, Chef des Netzbetreibers Wilhelm.tel, sind von der Technologie allerdings wenig begeistert. Sie erwarten, dass sich die Verbreitung von Fernsehsendern ins Internet verlagert, und möchten die von DVB-T2 verwendeten Frequenzen lieber für mobiles Internet verwenden. Ende Mai 2017 war außerdem eine Umfrage bekanntgeworden, laut der über 14 Prozent der Kunden weg wollen DVB-T2. 35,1 Prozent waren damals noch unschlüssig, ob sie wechseln werden.

In Deutschland empfangen insgesamt 3,4 Millionen Haushalte das TV-Signal terrestrisch, für knapp die Hälfte ist es die Hauptquelle für den Fernsehempfang. Davon hat Freenet rund ein Drittel als Kunden gewonnen und befindet sich nach Angaben des Unternehmens damit im Soll. Ein umfassenderes Fazit über den Erfolg werde man voraussichtlich Ende des Jahres ziehen können. Wer sich auch nach Ablauf der Gratis-Phase für das Bezahlmodell entscheidet, erhält laut Freenet weiterhin einen Monat nach Registrierung freien Zugang zu den nun kostenpflichtigen Sendern.

Ende März 2017 war das terrestrische Signal DVB-T in weiten Teilen Deutschlands abgeschaltet worden. Mit dem neuen Standard DVB-T2 HD kann das TV-Signal erstmals in hoher Auflösung ausgestrahlt werden. Die privaten Sender verlangen eine Gebühr, die über die Plattform von Freenet TV abgerechnet wird. Das Unternehmen vertreibt auch entsprechende Settop-Boxen für den Empfang.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


thorben 07. Jul 2017

Das N in RTL steht ja auch für Niveau ;-)

thecrew 06. Jul 2017

Nö, kostet 29 Euro im ersten Jahr und danach 34,90 Euro. https://abload.de/thumb...

sodom1234 06. Jul 2017

Gebt doch bitte zusätzlich an, wie viele Kunden 60+ Jahre alt sind und einfach von...

Trollversteher 06. Jul 2017

Vielleicht war die Hardware einfach Schei*e? Bei mir ging das sowas von glatt...

Rocky Horror... 06. Jul 2017

Die haben ja schließlich DVB-C.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wemax Go Pro
Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand

Der Wemax Go Pro setzt auf Lasertechnik von Xiaomi. Der Beamer ist klein und kompakt, soll aber ein großes Bild an die Wand strahlen können.

Wemax Go Pro: Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand
Artikel
  1. Snapdragon 8cx Gen 3: Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel
    Snapdragon 8cx Gen 3
    Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel

    In Geekbench wurde der Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 gesichtet. Er kann sich mit Intel- und AMD-CPUs messen, mit Apples M1 aber wohl nicht.

  2. Air4: Renault 4 als Flugauto neu interpretiert
    Air4
    Renault 4 als Flugauto neu interpretiert

    Der Air4 ist Renaults Idee, wie ein fliegender Renault 4 aussehen könnte. Mit der Drohne wird das 60jährige Jubiläum des Kultautos gefeiert.

  3. MS Satoshi: Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs
    MS Satoshi
    Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs

    Kryptogeld-Enthusiasten kauften ein Kreuzfahrtschiff und wollten es zum schwimmenden Freiheitsparadies machen. Allerdings scheiterten sie an jeder einzelnen Stelle.
    Von Elke Wittich

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /