Telekom: 1&1 sollte statt "Ankündigungen Spaten in die Hand nehmen"
Die Telekom wirft United Internet beim Netzausbau "große Ankündigungen, aber kleine Taten" vor. Das Ausbaubündnis von Telekom und Stadtnetzbetreibern stehe jedem offen.
Die Deutsche Telekom stellt die Ernsthaftigkeit der Ankündigung von United Internet infrage, nach der sich das Unternehmen mit 1,4 Milliarden Euro an einer Netzgesellschaft für den Glasfaserausbau bis in die Häuser beteiligen wolle. Telekom-Sprecher Philipp Schindera sagte Golem.de: "1&1 zählte bisher nicht zu den Unternehmen, die ihre Gewinne in den Aufbau eigener, neuer Netze investiert haben, sondern 1&1 beließ es bei vollmundigen Ankündigungen."
Telekom: Allianz arbeitet bereits
Von daher sei es interessant, dass der Firmenchef jetzt den Vorschlag zu einem "Industriebündnis" mache: United Internet hätte längst die Chance gehabt, "statt Worten den Spaten in die Hand zu nehmen." Kooperationen, um den Breitbandausbau zu beschleunigen, hätten schon vor einem halben Jahr Wilhelm.tel, Deutsche Glasfaser, M-Net, Stadtwerke Neumünster, Netcologne, Ewetel und Telekom gehabt, sie haben eine entsprechende Allianz bereits geschlossen. Diese Allianz stehe jedem offen, der sich auf Basis des Wettbewerbs und angemessener Investitionsleistung am Ausbau beteiligen möchte - auch 1&1, betonte der Sprecher.
Die Telekom werde in diesem Jahr 5,7 Milliarden Euro in Deutschland investieren, nach 5,4 Milliarden Euro im Jahr 2017. United Internet habe 169 Millionen Euro im Jahr 2016 und 140 Millionen Euro im Jahr 2015 investiert. "Wir vermuten mal, dass die Zahlen für 2017 nicht viel mehr sein werden. Es gibt seit Jahren Möglichkeiten für 1&1, sich an gefördertem Ausbau zu beteiligen. Dies wurde nicht wahrgenommen. Wir sind gespannt, ob 1&1 jetzt wirklich in den Ausbau einsteigen möchte oder wieder mal großen Ankündigungen nur kleine Taten folgen lässt", sagte Schindera.
Nachtrag vom 13. März 2018, 11:12 Uhr
United-Internet-Sprecher Mathias Brandes sagte Golem.de: "Die Reaktion der Deutschen Telekom zeigt erneut die Realitätsferne des ehemaligen Staatsmonopolisten: Bisher gibt es in Deutschland keine Allianz zum koordinierten Netzausbau und keine konkreten Pläne zur flächendeckenden Glasfaser-Versorgung."
Vielmehr hätten in den vergangenen 20 Jahren einzelne Anbieter regionale Glasfasernetze gebaut, die heute rund 3 Millionen Haushalte erreichen. Der Vorschlag sehe ausdrücklich vor, dass regionale Netze auch in den kommenden Jahren unvermindert ausgebaut werden sollen. Aber das alleine bringe Deutschland keine flächendeckende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen. Brandes: "Deswegen schlagen wir den Gigabit-Ausbaufonds vor - ein Industriebündnis, das auch die ländlichen Gebiete abdeckt und deren Attraktivität steigert. Und das Fördergelder optimal einsetzt und den Wettbewerb um die Gunst der Kunden erhält. Ein 'weiter so im lokalen Maßstab' wird die Herausforderung nicht lösen."
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed









Kannst du mir solche Beiträge bitte mal zeigen? Ich zitiere zwar häufig Texte aus dem...
Dann wird dir ein Zitat ja um so leichter fallen. Also du behauptest so mal frank...
Hoffentlich dann wenigstens über FTTH.
Hier bauen sowohl EWE als auch Deutsche Glasfaser aus und in deren Shops und...