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Buglas: Warum nur Stadtnetzbetreiber Glasfaser ausbauen können

Weil die großen Netzbetreiber das nicht leisten, rollen Netcologne, M-net und Wilhelm.tel die Glasfaser aus. Doch dafür muss sich nach Ansicht des Branchenverbandes Buglas die Regulierung ändern und das Überbauen mit Kupfer und Glasfaser muss aufhören.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Vertreter der großen lokalen Netzbetreiber
Die Vertreter der großen lokalen Netzbetreiber (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die drei Stadtnetzbetreiber Netcologne, M-net und Wilhelm.tel wollen eine Führungsrolle beim Glasfaserausbau in Deutschland übernehmen. Das sagte Theo Weirich, Wilhelm.tel-Chef und Buglas-Präsident, am 4. Juli 2017 in Norderstedt. Bei den großen Unternehmen habe man dagegen keine Vorbilder gefunden.

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"Wir brauchen einen anderen ordnungspolitischen Rahmen", erklärte Weirich, eine Regulierung des Glasfaserausbaus müsse unterbleiben. Wenn Dritten ein Zugang zu Dark Fiber oder zu passiver Infrastruktur für den Zugang zum Endnutzer auf Grundlage kostenorientierter Entgelte gewährt werde, wäre eine Refinanzierung der Investitionen nicht möglich. Damit würden ausschließlich Trittbrettfahrer gefördert. Buglas-Vorstandsmitglied Patrick Helmes von Netcologne sagte: "Wir wollen ganz gerne Glasfasernetze errichten, gerne auch im Wettbewerb, gerne auch als Open Access, aber eine Regulierung von Glasfasernetzen lehnen wir komplett ab."

G.fast gegen Super-Vectoring

Technologien wie G.fast in Kombination mit FTTB-Ausbau dürften nicht durch weniger leistungsfähige Übertragungsverfahren wie Super-Vectoring regulatorisch ausgebremst werden.

Die Vergabe öffentlicher Fördermittel müsse ausschließlich auf Glasfasernetze beschränkt werden, die mit Open Access für Vorleistungen geöffnet seien.

Helmes sagte: "Vielen Verbrauchern ist es erst einmal egal, ob ihre Datenrate von 100 MBit/s nun über Glasfaser oder Vectoring kommt. Im Moment braucht keiner 1 GBit/s, wir müssen aber drei oder fünf Jahre weiterdenken."

Kurzfristige Profitgier

Laut Weirich denken börsennotierte Unternehmen maximal zwei Quartale im Voraus. "Dekadendenker investieren aber in Dekaden, wir müssen 40 bis 50 Jahre vorausdenken."

Im Branchenverband Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) sind rund 40 kommunale Unternehmen vertreten. Der Buglas vertritt die Auffassung, dass eine flächendeckende Versorgung mit FTTB/H in Deutschland nur dann in einer vertretbaren Zeit erfolgen könne, wenn möglichst viele Marktakteure in FTTB/H investierten. Ein ineffizienter Überbau bestehender und neuer FTTB/H-Netze mit Kupfer oder neuen Glasfasernetzen müsse daher unterbleiben.

Die bisherigen Ziele beim Breitbandausbau hätten sich auf die Verfügbarkeit bestimmter Downstream-Datenraten konzentriert, was zu Investitionen in die kurzfristige Aufrüstung bestehender Kupfernetze durch Technologien wie Vectoring geführt habe, statt Anreize für einen nachhaltigen Ausbau von FTTB/H-Netzen zu schaffen. Langfristig müsse aber die flächendeckende Verfügbarkeit von echten, direkten Glasfaseranschlüssen angestrebt werden.

Ziel müsse es sein, alle Unternehmen mit mindestens einem FTTB-Anschluss zu versorgen. Universitäten, Schulen, Forschungszentren, öffentliche Einrichtungen, Verkehrsknotenpunkte wie Bahnhöfe oder Flughäfen müssten direkt mit Glasfaser angeschlossen werden. 75 Prozent der Haushalte sollten direkt mit Glasfaser angeschlossen werden. Bis 2030 sei für die Haushalte eine vollständig flächendeckende Versorgung anzustreben.



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senf.dazu 23. Nov 2017

Bin mir nicht sicher ob das in jedem Falle richtig ist. Ich denke das als Verlegemethode...

senf.dazu 23. Nov 2017

13 Jahre sind schon lang - aber wenn mit flächendeckend wirklich flächendeckend von allen...

senf.dazu 23. Nov 2017

Ich muß zugeben das ich den Satz nicht verstehe. Kann jemand "kostenorientiertes...

plutoniumsulfat 05. Jul 2017

Viele andere (z.B. Stadtwerke planen für die Zukunft. Und zwar mit der Geschwindigkeit...

DerDy 05. Jul 2017

Service kostet und irgendwoher muss der Preis und das Geld für den Ausbau ja herkommen...


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