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Glasfaser: Kommunen müssten selbst 5G-Netze aufbauen dürfen

Kommunale Unternehmen, der Buglas und die Internet Economy Foundation (IE.F) fordern lokale und regionale Frequenzen für die Kommunen. So könnten schnell lokale 5G-Netze mit Glasfaser-Anbindung entstehen.
/ Achim Sawall
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Das Treffen der drei Verbände am 6. November 2018 (Bild: Buglas)
Das Treffen der drei Verbände am 6. November 2018 Bild: Buglas

In der Debatte um Ausschreibungsregeln für das 5G-Mobilfunknetz haben drei Verbände Änderungen gefordert. Gemeinden müssten die Möglichkeit haben, den Mobilfunkausbau ihrer Kommune allein oder in Kooperation mit Dritten voranzutreiben, heißt es in einem Grundsatzpapier des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas) und der Stiftung Internet Economy Foundation, das Golem.de vorliegt. "5G wird nicht nur im internationalen Standortwettbewerb zu einem entscheidenden Kriterium, sondern auch national im Wettbewerb zwischen Gemeinden und Kommunen."

Kommunen und ihre Unternehmen müssen daher zwingend die Möglichkeit haben, lokale und regionale Frequenzen zugeteilt zu bekommen. Regionale Glasfasernetze seien ein wichtiger Baustein und zentrale Voraussetzung für die zügige Einführung von 5G, diese würden hauptsächlich von regionalen Unternehmen errichtet.

"Wir unterstützen daher die Forderung aus den Bundestagsfraktionen nach verpflichtenden 5G-Netzen entlang von Straße und Schiene als wichtigen Schritt in diese Richtung", forderten die drei Verbände am 6. November 2018. 5G dürfe nicht nur in Metropolen, sondern müsse auch in der Fläche ausgebaut werden.

Nationales Roaming soll als Auflage durchgesetzt werden

In Deutschland herrsche auf dem Mobilfunkmarkt ein Oligopol aus drei Anbietern und Verbraucher bemängeln die teilweise schlechte, lückenhafte Mobilfunkversorgung im Vergleich zum europäischen Ausland. Auch eine 5G-fähige Infrastruktur könne nicht von heute auf morgen flächendeckend entstehen. Neue Marktteilnehmer müssten die bestehenden Netze der etablierten Betreiber dort nutzen können, wo eigene Netze noch nicht ausgebaut seien.

"Wir setzen uns daher für National Roaming zur Schließung von Versorgungslücken und zur Sicherstellung einer deutschlandweiten durchgängigen Mobilfunkversorgung für alle Endkunden und Dienste ein", erklärten die Partner. Notwendig seien verpflichtende Vorgaben.

Am 26. November 2018 will die Bundesnetzagentur ihren endgültigen Plan für die 5G-Frequenzvergabe vorlegen. Anfang des kommenden Jahres werden die Frequenzen bei 2 GHz und 3,6 GHz in einer Auktion von der Bundesnetzagentur vergeben.


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