Breko: Festnetzbetreiber wollen 5G für Provider öffnen lassen

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) tritt für eine regionale Zuteilung der 5G-Frequenzen ein und fordert eine Verpflichtung, Mobilfunkprovidern (MVNO-Mobile Virtual Network Operator) Zugang zu dem neuen Netz zu gewähren. Das teilte der Breko am 18. Juni 2018 mit(öffnet im neuen Fenster) . Dadurch würden der Wettbewerb im Mobilfunk belebt und die Produkt- und Anbietervielfalt gesteigert. Im Breko ist auch 1&1 Versatel Mitglied, ein Tochterunternehmen des großen Mobilfunkproviders United Internet.
Bei der lokalen 5G-Vergabe geht es um die Bereiche 3.700 MHz bis 3.800 MHz und 26 GHz. Für lokale und regionale Funknetze machen Automobilkonzerne und Siemens erheblichen Druck. Der Stadtnetzbetreiber Wilhelm.tel hat ebenfalls Pläne für ein eigenes 5G-Netz . Im Großraum Hamburg werden zusammen mit dem Partner Willy.tel 400.000 Haushalte versorgt. Die drei großen Stadtnetzbetreiber M-Net (München), Netcologne (Köln) und Wilhelm.tel sind nicht im Breko, sondern im Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) engagiert.
Viele der rund 170 Netzbetreiber im Breko bauen lokal und regional Glasfasernetze bis in die Gebäude oder bis direkt zum Anschluss des Kunden. "Über die Zuteilung lokaler Frequenzen werden sie in die Lage versetzt, Geschäfts- und Privatkunden in ihren Regionen eigene Mobilfunkangebote zu machen und damit auch mobile Glasfasernetze mit Luftschnittstelle zu betreiben" , erklärte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. Insbesondere lokal und regional tätige Geschäftskunden profitierten davon etwa bei der Vernetzung mehrerer Standorte, der Implementierung von Machine-to-Machine-Lösungen (M2M) oder einer garantierten Netzabdeckung vor Ort.
Da es auf dem deutschen Mobilfunkmarkt aktuell nur noch drei große Netzbetreiber gibt, hält der Breko eine Diensteanbieter- und MVNO-Verpflichtung für die künftigen 5G-Lizenzinhaber für notwendig, um den Wettbewerb auch in Zukunft sicherzustellen.