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Tele Columbus: 1 GBit würden "gegenwärtig nur die Nerds buchen"

Auch wenn sie die Telekom wegen ihres Vectoringausbaus kritisieren, lassen sich die Kabelnetzbetreiber bewusst Zeit beim Ausbau von Gigabitnetzen. Sehr hohe Datenraten wolle heute noch kaum einer, betonte ein großer Betreiber.

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Frank Posnanski, Finanzvorstand Tele Columbus
Frank Posnanski, Finanzvorstand Tele Columbus (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die TV-Kabelnetzbetreiber lassen sich bewusst noch einige Jahre Zeit mit dem Ausbau von Docsis 3.1. Das sagte Frank Posnanski, Finanzvorstand Tele Columbus, beim Anga-Pressegespräch am 21. November 2017 in Berlin. "Mehr wäre schon jetzt mit Docsis 3.0 möglich. Wir könnten jetzt schon 800 MBit/s anbieten. Aber keiner will es. Datenraten von 1 GBit/s würden nur die Nerds nehmen, und dann ist Feierabend." In fünf Jahren sehe das anders aus.

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Wolf Osthaus, Senior Vice President Regulatory & Public Policy bei Unitymedia, betonte, der Ausbau von Docsis 3.1 sei eine Frage des Marktes und des wettbewerblichen Vorteils. "Wir bieten schon jetzt sehr viele höhere Datenraten als Vectoring. Es geht aber um eine marktgerechte Bepreisung." Der Netzbetreiber müsse das Geld zurückverdienen. Der Markt wolle entwickelt werden. Mit dem Projekt des Gigaausbaus in Bochum wolle Unitymedia die nötige Aufmerksamkeit schaffen, um die Nachfrage wecken.

Der Docsis-3.1-Ausbau sei laut Osthaus auch nicht komplett auf einmal im Netz zu bewältigen, schon rein logistisch nicht. Es sei aber für Unitymedia eine "überschaubare Investition, die über mehrere Jahre gestreckt wird. Wir fangen in Bochum an, danach folgen wohl auch Städte außerhalb von Nordrhein-Westfalen." Das Ziel sei, Docsis 3.1 in mehreren Jahren netzweit auszurollen.

Erste Produkte würden wohl 1 GBit/s Download und 100 MBit/s Upload aufweisen. Full Duplex als Ergänzung zu Docsis 3.1 komme in einigen Jahren.

Altes Koax wird ausgenutzt

Für den neuen Kabelnetzstandard Docsis 3.1 müssten die Betreiber keine Kabel herausreißen, sondern nur das CMTS austauschen, sagte er. Die Kunden bräuchten dann Docsis-3.1-fähige Kabelmodems und auch nur diejenigen, die hohe Bandbreiten haben wollen. Hinzu kämen Nodesplits, bei denen Unitymedia immer mit Glasfaser ausbauen würde.

Der Geschäftsführer des Stadtnetzbetreibers Wilhelm.tel, Theo Weirich, betonte dagegen: "Wenn Sie eine moderne Infrastruktur haben, spielt es keine Rolle, ob Sie 100 oder 250 MBit/s und mehr anbieten." Er forderte die Kabelnetzbetreiber auf, sich dem Open-Access-Modell zu öffnen und bestehende Glasfaser nicht zu überbauen, was diese jedoch für den jetzigen Zeitpunkt ablehnten.

Der Verband der Kabelnetzbetreiber Anga fordert, nur den Glasfaserausbau staatlich zu unterstützen, nicht aber das Vectoring der Deutschen Telekom.



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Dwalinn 24. Nov 2017

Um die sache abzuschließen Antworte ich doch noch mal. Ich habe meine Argumente gebracht...

jacki 23. Nov 2017

@ve2000 In Singehaushalten ist das ein nicht so gängiges Nutzungsszenario. ;) Ich sag...

Drag_and_Drop 23. Nov 2017

Man muss ja auch nicht ein halbes Rechenzentrum Zuhause betreiben. Ohne jetzt den...

therealmarv 22. Nov 2017

Das Thema ist zu kurz gefasst. Mit mehr Bandbreite steigen auch die Möglichkeiten. Mir...

NK 22. Nov 2017

Gigabit-Ethernet braucht auch niemand und trotzdem ist es heute Standard.


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