Nach der Überflutung kommen die Mücken und nach dem Telekom-Hack die unsinnigen Vorschläge aus der Politik. Dem Unternehmen kann das nur recht sein, so kann es von seinen eigenen Fehlern ablenken.
168Kommentare/Ein IMHO von Hauke Gierow,Achim Sawall
Update Eine Variante des Mirai-Botnetzes auf Routern hat zahlreiche Ausfälle bei Telekom-Kunden verursacht. Allerdings waren die Telekom-Router selbst nicht Teil des Botnetzes, sie wurden lediglich durch die Angriffsversuche lahmgelegt.
Der Angriff auf die Telekom ist nach Angaben des Unternehmens nicht gut gemacht gewesen. Ausschließen, dass es so etwas wieder geben werde, könne man jedoch nicht, sagte ein Sprecher. Am Dienstag soll es keine Probleme mehr geben.
Das BSI bezeichnet die Störung der Telekom als Teil eines "weltweiten Angriffs auf ausgewählte Fernverwaltungsports von DSL-Routern". Die Grünen fordern Entschädigung für die Betroffenen.
Nach Krankenhäusern und Stadtverwaltungen hat es dieses Mal den Nahverkehr von San Francisco getroffen. Weil mehrere tausend Rechner und die die Fahrscheinautomaten eines Verkehrsbetriebes von Ransomware befallen waren, konnten Kunden kostenfrei fahren.
Golem-Wochenrückblick Geräte wichtiger Funktionen berauben und das als Feature an Hipster verkaufen, kann nicht nur Apple: Wir haben eine Schreibmaschine mit Cloud-Anbindung getestet. Mit Autos gespielt haben wir auch - und das mitten im Umzugschaos. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Kriminelle nutzen offenbar übernommene Mailchimp-Accounts, um Malware zu verbreiten. Das geschieht vor allem über Mails mit angeblichen Rechnungen. Alle 2.000 betroffenen Accounts wurden vorläufig stillgelegt.
Droht die Netzwerkapokalypse, sobald ein unsicheres IoT-Gerät im Heimnetzwerk angeschlossen wurde? Der Sicherheitsforscher Rob Graham hat es ausprobiert - und sich innerhalb von 98 Sekunden die erste Infektion abgeholt.
Auch wenn es mittlerweile zahlreiche Open-Source-Ransomware-Templates gibt, ist die Umsetzung von Verschlüsselungsfunktionen nach wie vor schwierig. Ein Entwickler wollte daher Nachhilfe - ausgerechnet von einem Sicherheitsforscher, der sich mit Ransomware beschäftigt.
Das eigentliche Ziel des DDoS-Angriffs, der Dienste wie Twitter, Amazon, Spotify und Netflix zeitweise lahmgelegt hat, soll Sonys Playstation Network gewesen sein. Diese Theorie äußert der Netzbetreiber Level 3 - Dyn selbst ist noch nicht überzeugt.
Ein neue Ransomware durchsucht die Festplatten der Nutzer nach Hinweisen, um eine individuelle Erpressungsbotschaft zu generieren. Auch auf dem Gerät hinterlegte Social-Media-Profile werden genutzt, um Nutzer zur Zahlung zu bewegen.
Der OpenWRT-Router Turris Omnia soll nicht nur mehr Sicherheit bieten als andere Router, sondern auch durch seine Hardware und seine Erweiterbarkeit punkten. Wir haben getestet, ob das Gerät den hohen Kaufpreis rechtfertigt.
Der russische Antiviren-Pionier beschuldigt Microsoft, sein eigenes Antivirenprogramm Defender so mit Windows 10 zu verzahnen, dass die Konkurrenz benachteiligt wird. Kaspersky hat deswegen angeblich Klage bei russischen und europäischen Wettbewerbsbehörden eingereicht.
Angreifer werden immer professioneller, während die Abwehrmaßnahmen weiter an Wirksamkeit verlieren: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeichnet in seinem Jahresbericht 2016 ein düsteres Bild der Bedrohungslage für private Nutzer, Unternehmen und den Staat.
Viele Facebook-Nutzer samt Gründer Mark Zuckerberg mussten am Freitag feststellen, dass das Online-Netzwerk sie für tot hielt: Über ihren Profilen prangte der Aufruf an Freunde, Trost in Erinnerungen zu finden. Facebook korrigierte den "schrecklichen Fehler" schnell.
Deepsec Die IT-Sicherheitsindustrie verkauft Produkte, die überteuert sind und nicht funktionieren - genau wie die Diät-Industrie. Das hat auf der Deepsec-Konferenz ausgerechnet jemand gesagt, der selbst im Bereich Security arbeitet.
Erneut ist über ein Werbenetzwerk Schadsoftware verteilt worden. Eine Google-Adsense-Kampagne hatte versucht, Android-Nutzern einen Bankentrojaner unterzuschieben. Die entsprechenden Anzeigen wurden mittlerweile deaktiviert.
In Windows 10 sind zahlreiche Funktionen des Enhanced Mitigation Experience Toolkits enthalten, bei Vorgängerversionen müssen Admins aktiv werden. Microsoft hat bekanntgegeben, die Restlaufzeit von Emet um über ein Jahr zu verlängern.
Ein schwerer Betrugsfall betrifft zahlreiche Kunden einer britischen Bank. Unklar ist, wie die Täter massenhaft zur gleichen Zeit Abbuchungen bei den betroffenen Kunden tätigen konnten. Die Bank ist "hoffnungsvoll", den Schaden bald beheben zu können.
Trotz jahrelanger Beschwerden vieler Nutzer verschlüsselt der beliebte FTP-Client Filezilla die gespeicherten Passwörter nicht. Ein privater Fork des Projekts bietet jedoch die Möglichkeit. Noch ist unklar, ob und wie sich die Funktion durchsetzt.
Immer wieder wurde der Betrieb von Krankenhäusern im Jahr 2016 durch Ransomware gestört. Eine Spezialklinik in Großbritannien hatte Glück im Unglück - und konnte mit einer Backup-Strategie größeren Schaden abwenden.
Eine Malware-Kampagne, die sich gegen Apple-Nutzer richtet, bietet gefälschte Versionen von Googles Chrome-Browser. Dabei nutzten die Betrüger ausgerechnet Googles Adword-Anzeigen, um Opfer hereinzulegen.
Ein Hacker hat eine Sicherheitslücke im Quellcode des Mirai-Botnets gefunden, mit der infizierte IoT-Geräte lahmgelegt werden könnten - allerdings würden auch legitime Nutzer ausgesperrt. Legal wäre dieses Vorgehen aber nicht.
Mit Windows 10 will Microsoft im großen Stil an Nutzerdaten gelangen. Der Einsatz in Büros könnte daher aus rechtlichen Gründen unerlaubt sein. So sendet der Defender eine Liste aller installierten Programme in die Cloud.
Die Veröffentlichungen von Wikileaks bringen die US-Politik in Schwierigkeiten. Die Hacks machen deutlich, welche Gefahren durch die Nutzung populärer E-Mail-Dienste wie Gmail entstehen.
Der Internet-Dienstleister Dyn hat erste Details zur schweren DDoS-Attacke vom vergangenen Freitag genannt. Demnach gab es drei Angriffswellen von unterschiedlichem Ausmaß.
Das Photo-Tan-Verfahren sollte ursprünglich als zweiter Faktor Überweisungen absichern. Weil das nicht mehr geschieht, und die Banken nachlässig programmierte Apps entwickeln, ist das Verfahren angreifbar.
Stromausfall im Serverraum - in naher Zukunft ist das kein Horrorszenario mehr. In Minuten sollen die Rechner wieder online sein können, ohne Neustart und Datenverlust. Möglich machen das neue Komponenten auf Basis von Flash-Speicher, die zudem auch die Leistung steigern können.
Cloudflare hat sich die aktuellen DDoS-Angriffe genauer angeschaut - und berichtet, dass einige Angriffe 1,75 Millionen HTTP-Anfragen pro Sekunde erzeugen.
Der französische Fernsehsender TV5 wurde von einer islamistischen Gruppe gehackt - das war zumindest im Jahr 2015 die erste Theorie. Eine Untersuchung der französischen Polizei zeigt aber, dass die Täter aus einem andern Land kommen - und sehr planvoll vorgingen.
Befürchtet wird es seit langem: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde hat erstmals öffentlich von einem "Cybervorfall" in einem Atomkraftwerk gesprochen.
Das OLG Köln hat das bezahlte Whitelisting durch Adblock-Plus-Anbieter Eyeo untersagt. Nun will der Axel-Springer-Verlag eine komplette Freischaltung seiner Werbung durch den Adblocker durchsetzen.
Immer wieder werden gehackte Steam-Accounts genutzt, um Malware zu verbreiten. In einem aktuellen Fall wird Nutzern per Social Engineering ein falsches Flash-Update untergeschoben, das dann eine Fernwartungssoftware installiert.
Wer Teil eines Botnetzes ist, soll darüber künftig von seinem Provider informiert werden. Das fordert die Bundesnetzagentur - und schreckt auch vor drastischen Ankündigungen nicht zurück.
Sie haben Millionen mit einem Bankentrojaner eingenommen - jetzt wurden sie in Großbritannien zu Haftstrafen verurteilt. Die zwei rumänischen Staatsbürger müssen insgesamt 12 Jahre absitzen.
Im Kampf gegen den Terrorismus musste der IT-Konzern Yahoo seinen Spam- und Malwarefilter so umbauen, dass damit nach bestimmten "digitalen Signaturen" gesucht werden konnte. Ein solcher Code soll von Terroristen verwendet worden sein.
Bund und Länder wollen ein gesetzliches Verbot von Adblockern prüfen. Doch das Selbstbestimmungsrecht der Nutzer und die Wettbewerbsfreiheit dürften solchen Plänen entgegenstehen.
Die spektakulären Enthüllungen zu US-Präsidentschaftskandidatin Clinton sind ausgeblieben. Julian Assange kündigte zum zehnjährigen Bestehen von Wikileaks jedoch "signifikante" Veröffentlichungen in den kommenden Wochen an.
Das IoT-DDoS-Botnetz Mirai sorgt derzeit für die größten bekannten DDoS-Angriffe mit einer Kapazität von mehr als 1 Tbit/s. Der Sicherheitsforscher Brian Krebs hat analysiert, wer die unsicheren Geräte herstellt.
Donald Trump ist für markige Sprüche und verbale Ausfälle bekannt - bei der IT-Sicherheit seiner Hotelkette gibt es aber Probleme, zahlreiche Kreditkartendaten wurden kopiert. Das Unternehmen musste eine Strafe zahlen, weil Behörden zu spät über die Vorgänge informiert wurden.
Politiker aller Parteien waren im August Ziel von Spear-Phishing-Angriffen. Angebliche Nato-Informationen zum Putsch in der Türkei und zum Erdbeben in Italien sollten zum Klicken auf Malware verleiten.
Ein neuer Erpressungstrojaner hat eine besonders gemeine Taktik: Verschlüsselt werden Dateien, die bereits von anderer Ransomware verschlüsselt wurden. Zum Glück gibt es Abhilfe.
Update Eine neue Plattform soll die schnelle Einbindung von "unaufdringlicher Werbung" erlauben. Der Werbeblocker Adblock Plus könnte damit das Verbot des bezahlten Whitelistings umgehen.
Skimming, Kreditkartenbetrug und manipulierte Bezahlterminals: Der Sicherheitstandard für EC- und Kreditkartenterminals wird überarbeitet. Künftig sollen die Geräte signierte Updates erhalten und gegen Laser resistent werden.
Malware gibt es auch für Mac-Nutzer. Kaspersky hat die OS-X-Variante einer Backdoor-Software entdeckt, die auch für Windows und Linux existiert. Angreifer können damit Tastaturanschläge protokollieren und gezielt nach Dateien suchen.
Ende 2015 veröffentlichte die Firma SEC Consult eine Untersuchung über die Gefahr von Geräten mit voreingestellten privaten Schlüsseln. Genützt hat es offenbar nichts: Die Zahl derartiger Geräte ist um 40 Prozent gestiegen, knapp 50.000 nutzen dabei sogar ein gültiges Zertifikat.
Weil er Schaden an Servern des Kernel-Projektes angerichtet haben soll, wurde ein 27-jähriger Mann aus Florida festgenommen. Die Verhaftung geht vermutlich auf einen Vorfall aus dem Jahr 2011 zurück.