Abo
  • IT-Karriere:

Debian-Unterbau: Aus Ubuntu Privacy Remix wird Discreete-Linux

Ein Offline-Linux für Menschen mit ganz speziellen Sicherheitsbedürfnissen. Das will Discreete-Linux sein, der Nachfolger des Ubuntu Privacy Remix. Wir haben mit den Machern gesprochen.

Artikel von veröffentlicht am
Discreete-Linux läuft vom USB-Stick.
Discreete-Linux läuft vom USB-Stick. (Bild: Robyn Beck/Getty Images)

Die erste Betaversion von Discreete-Linux steht zum Download bereit. Das System ist der Nachfolger des nicht mehr weiter gepflegten Ubuntu Privacy Remix. Wir haben mit den Machern des Linux-Derivats über deren Ziele gesprochen und schildern die wichtigsten Funktionen des Betriebssystems.

Inhalt:
  1. Debian-Unterbau: Aus Ubuntu Privacy Remix wird Discreete-Linux
  2. Manipulationen durch Festplatten-Firmware soll ausgeschlossen werden

Discreete-Linux setzt zur Sicherung der Nutzerdaten auf radikale Mittel. Auf eine Internetverbindung wird komplett verzichtet, dafür gibt es verschlüsselte Container auf dem Live-USB-Stick. Hauptziel des Projektes, so Mark Zorko aus dem Discreete-Team, sei es, eine Umgebung zu schaffen, die ein sicheres Bearbeiten von Dokumenten für Whistleblower, Dissidenten und andere Menschen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen ermöglicht. Das System wird auf einen USB-Stick kopiert und hinterlässt ähnlich wie andere Live-Betriebssysteme keine Spuren auf dem Rechner der Nutzer.

Die Motivation zum Wechsel auf Debian als Grundlage beschreibt Zorko wie folgt: "Wir fühlen uns der Philosophie von freier Software eng verbunden. Der wichtigste Grund für die Entscheidung war, dass Debian die Idee freier Software beispielhaft umsetzt, im Gegensatz zum immer mehr kommerzialisierten Ubuntu." Außerdem würde Ubuntu Sicherheitsaktualisierungen auch bei LTS-Versionen nur für den Main-Zweig bereitstellen, aber nicht für das Universe-Repository.

Internetfreie Zone

Die komplett internetfreie Zone ist nach Angaben von Zorko nötig, weil Angreifer wie die NSA mit verschiedenen Programmen versuchen, massenhaft automatisierte Trojanerinstallationen auszubringen. Den Nutzen einer isolierten, sicheren Umgebung sieht das Team nicht nur darin, dass das System für bestimmte Office-Arbeiten genutzt wird, vielmehr könnte auch die Verwaltung wichtiger Schlüssel und die Ausgabe von Signaturen auf einem solchen System erfolgen. Die benötigten Dateien können dann auf einem USB-Stick exportiert und weitergegeben werden.

Stellenmarkt
  1. nexible GmbH, Düsseldorf
  2. TeamViewer GmbH, Göppingen, Stuttgart, Karlsruhe, Berlin

Will der Nutzer Dateien speichern, erfolgt dies in sogenannten Cryptoboxen. Diese können bei der Einrichtung des Systems auf dem restlichen verfügbaren Speicher des USB-Sticks oder auf anderen Datenträgern angelegt werden. Die Cryptoboxen setzen zur Verschlüsselung wahlweise auf LUKS- oder Veracrypt-Container und sollen es Nutzern möglichst einfach machen, die eigenen Daten vor fremdem Zugriff zu schützen. Die Cryptoboxen können nach Angabe des Teams nur mit Discreete-Linux-Systemen geöffnet werden. Veracrypt ist der inoffizielle Nachfolger von Truecrypt.

Wer Dateien mit anderen Nutzern austauschen will, kann dies mit einem gewöhnliche USB-Stick tun. Um den sicheren Datenaustauch zu vereinfachen, hat das Team ein eigenes Frontend entwickelt, das die Verschlüsselung von Daten mittels Gnupg vereinfachen soll.

Manipulationen durch Festplatten-Firmware soll ausgeschlossen werden 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. (-70%) 8,99€
  3. 2,49€
  4. 2,49€

maxmoon 28. Dez 2016

Ah ok... ich sehe jetzt, dass es um einiges sicherer ist. Alleine der Punkt, dass über...

Strongground 21. Dez 2016

Definitiv! Vielfalt ist eine der Stärken der OSS/Linux-Gemeinde. Aber je nach...


Folgen Sie uns
       


Asrock DeskMini A300 - Test

Der DeskMini A300 von Asrock ist ein Mini-PC mit weniger als zwei Litern Volumen. Der kleine Rechner basiert auf einer Platine mit Sockel AM4 und eignet sich daher für Raven-Ridge-Chips wie den Athlon 200GE oder den Ryzen 5 2400G.

Asrock DeskMini A300 - Test Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
Mobile-Games-Auslese
Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor

Ein Dieb mit Dolch in Daggerhood, dazu ein (historisch verbürgter) Arzt in Astrologaster sowie wunderschön aufbereitetes Free-to-Play-Mittelalter in Marginalia Hero: Golem.de stellt die spannendsten neuen Mobile Games vor.
Von Rainer Sigl

  1. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung
  2. Mobile-Games-Auslese Rollenspiel-Frühling mit leichten Schusswechseln
  3. Gaming Apple Arcade wird Spiele-Flatrate für iOS und MacOS

Dark Mode: Wann Schwarz-Weiß-Denken weiterhilft
Dark Mode
Wann Schwarz-Weiß-Denken weiterhilft

Viele Nutzer und auch Apple versprechen sich vom Dark Mode eine augenschonendere Darstellung von Bildinhalten. Doch die Funktion bringt andere Vorteile als viele denken - und sogar Nachteile, die bereits bekannte Probleme bei der Arbeit am Bildschirm noch verstärken.
Von Mike Wobker

  1. Sicherheitsprobleme Schlechte Passwörter bei Ärzten
  2. DrEd Online-Arztpraxis Zava will auch in Deutschland eröffnen
  3. Vivy & Co. Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

Final Fantasy 7 Remake angespielt: Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte
Final Fantasy 7 Remake angespielt
Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte

E3 2019 Das Remake von Final Fantasy 7 wird ein Riesenprojekt, allein die erste Episode erscheint auf zwei Blu-ray-Discs. Kurios: In wie viele Folgen das bereits enorm umfangreiche Original von 1997 aufgeteilt wird, kann bislang nicht mal der Producer sagen.

  1. Final Fantasy 14 Online Report Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
  2. Square Enix Final Fantasy 14 erhält Solo-Inhalte und besonderen Magier
  3. Rollenspiel Square Enix streicht Erweiterungen für Final Fantasy 15

    •  /