Verschlüsselung: Überwachungskameras in Washington mit Ransomware lahmgelegt

Nach Krankenhäusern, Stadtverwaltungen und der Metro von San Francisco hat es nun die Überwachungskameras der US-Hauptstadt getroffen. 70 Prozent der Geräte waren wegen einer Ransomware für mehrere Tage nicht nutzbar.

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Überwachungskameras in freier Wildbahn
Überwachungskameras in freier Wildbahn (Bild: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images)

Etwa 70 Prozent der Überwachungskameras in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. wurden im Januar durch einen Ransomware-Angriff lahmgelegt. Die Washington Post berichtet, dass 123 der 187 Netzwerk-Videorekorder mit der Verschlüsselungssoftware infiziert wurden. Der Ausfall dauerte vom 12. bis zum 15. Januar an und fand damit nur wenige Tage vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump und mehreren Großdemonstrationen in der Stadt statt.

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Nach Angaben des Secret Service habe der Ausfall der Kameras keine Gefahren für die Öffentlichkeit verursacht. Die Stadt bezahlte offenbar keine Erpressungssumme, sondern setzte die befallenen Systeme neu auf und spielte Backups ein. Bei dem Angriff sollen zwei verschiedene Ransomware-Varianten zum Einsatz gekommen sein, die Washington Post macht jedoch keine konkreten Angaben.

Der Verbreitungs- und Infektionsweg ist unklar

Bislang unklar ist auch, wie die Software auf die Geräte gelangt ist. Nach wie vor wird Ransomware zumeist über Makroviren verteilt, die Verbreitung über Exploit-Kits hat abgenommen, auch wegen der geringeren Verbreitung von Flash- Java- und Silverlight-Plugins.

Nach Angaben der zuständigen Ermittler und des Chief Technology Officers der Stadt, Archana Vemulapelli, ist es nicht zu einer Ausbreitung der Malware über das Videoüberwachungssystem hinaus gekommen. Im vergangenen Jahr wurde unter anderem die Stadtverwaltung der deutschen Stadt Dettelbach per Ransomware verschlüsselt, die Kommune bezahlte die Erpresser. Auch Krankenhäuser und der öffentliche Nahverkehr von San Francisco waren betroffen.

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