• IT-Karriere:
  • Services:

Black Energy: Wieder Malware-Angriff auf Stromnetz in der Ukraine

Sie wollten wohl eher ihre Fähigkeiten demonstrieren als dauerhaften Schaden anrichten: Angreifer haben das Stromnetz der Ukraine erneut mit Malware lahmgelegt. Sicherheitsforscher sind überzeugt, dass sie mehr können.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Stromnetz in der Ukraine wurde erneut mit Malware kurzzeitig lahmgelegt.
Das Stromnetz in der Ukraine wurde erneut mit Malware kurzzeitig lahmgelegt. (Bild: Tony Karumba/Getty Images)

Das ukrainische Stromnetz ist im vergangenen Dezember offenbar erneut mit Malware angegriffen worden, die in die Steuerungssysteme eingebracht wurde, wie unter anderem Motherboard berichtet. Angegriffen wurde eine Verteilungsstation in Pivnichna, nahe der Hauptstadt Kiew. Die Ausfälle dauerten nur wenige Minuten. Einen ähnlichen Angriff auf die Systeme Industrial Control and Supervisory Data Aquisition (Scada) gab es bereits Ende 2015.

Stellenmarkt
  1. Ärztekammer Schleswig-Holstein Körperschaft des öffentlichen Rechts, Bad Segeberg
  2. Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, Hamburg-Barmbek

Von dem neuerlichen Angriff berichten Forscher der Sicherheitsfirma Honeywell, die sich auf IT-Sicherheit industrieller Steuerungsanlagen spezialisiert hat. Das Vorgehen soll weitgehend der ersten Attacke gleichen. Ob erneut die Malware aus der Black-Energy-Familie zum Einsatz gekommen ist, sei aber noch unklar, sagte Sicherheitsforscherin Marina Krotofil auf der S4x17-Konferenz in Miami im US-Bundesstaat Florida.

"Die Anzahl der Logdateien ist enorm. Es wird Monate dauern, das genau zu untersuchen", sagte Krotofil Motherboard. "Wir wissen noch nicht genau, ob die gleichen Werkzeuge genutzt werden, weil wir die Ergebnisse noch vergleichen müssen." Die Angreifer hätten aber "die gleiche Strategie" verfolgt.

Im Jahr 2015 wurden Angriffe gegen drei Übertragungsnetzbetreiber koordiniert durchgeführt, Kunden waren nach dem Angriff drei bis sechs Stunden ohne Strom. Bei dem Angriff wurde unter anderem die Firmware der Remote Terminal Units (RTU) angegriffen und überschrieben, so dass die Stromversorgung nicht mehr einfach aus der Ferne wiederhergestellt werden konnte.

"Eine Demonstration der eigenen Fähigkeiten"

Außerdem nutzten Angreifer die Killdisk-Malware, um die Rechner verschiedener Techniker zu stören und die Aufräumarbeiten zu behindern. Auch die Kundenhotline wurde mit massenhaften Angriffen gestört. Beim aktuellen Angriff wurden die RTUs offenbar nur heruntergefahren, so dass die Stromversorgung schneller wiederhergestellt werden konnte. "Der Angriff war nicht darauf ausgelegt, dauerhaften Schaden zu verursachen", sagte Krotofil Motherboard. "Die Angreifer hätten viel mehr Dinge tun können, aber das war offenbar nicht ihre Absicht. Es war wohl eher eine Demonstration der eigenen Fähigkeiten."

Am 6. Dezember gab es in der Ukraine offenbar einen weiteren Angriff auf die Webseiten des ukrainischen Finanzministeriums, der Staatskasse und des Pensionsfonds. Diese wurden mit DDoS-Angriffen für bis zu zwei Tage lahmgelegt. Außerdem sollen Angreifer in die Systeme des Pensionsfonds eingedrungen sein und Datenbanken und Equipment zerstört haben. Die Anweisung von Renten und Pensionen wurde damit den Berichten zufolge für mehrere Tage oder mehr verzögert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

matzems 13. Jan 2017

Und dabei bestimmt ein "one-klick-dummy-virus-windos" betreibt. Meiner Meinung gehört...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 7T - Fazit

Das Oneplus 7T ist der Nachfolger des Oneplus 7 - und hat einige interessante Hardware-Upgrades bekommen. Im Test von Golem.de schneidet das Smartphone entsprechend gut ab.

Oneplus 7T - Fazit Video aufrufen
Starlink: SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd
Starlink
SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd

Die nächsten 60 Starlink-Satelliten stehen zum Start bereit, nachdem in diesem Jahr ungewöhnlich wenige Raketen gestartet sind - nicht nur von SpaceX. Die Flaute hat SpaceX selbst verursacht und einen Paradigmenwechsel in der Raumfahrt eingeläutet.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX testet Notfalltriebwerke des Crew Dragon
  2. Starship Mit viel Glück nur 6 Monate bis zum ersten Flug ins All
  3. SpaceX Das Starship nimmt Form an

Indiegames-Rundschau: Der letzte Kampf des alten Cops
Indiegames-Rundschau
Der letzte Kampf des alten Cops

Rollenspiel deluxe mit einem abgehalfterten Polizisten in Disco Elysium, unmöglich-verdrehte Architektur in Manifold Garden und eine höllische Feier in Afterparty: Golem.de stellt die aktuellen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Killer trifft Gans
  2. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln
  3. Indiegames-Rundschau Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

    •  /