Security Without Borders: Nur Tools veröffentlichen reicht nicht mehr aus

Der Sicherheitsforscher Claudio Guarnieri hat in einem Vortrag(öffnet im neuen Fenster) auf dem Chaos Communication Congress 33C3 in Hamburg ein Umdenken beim Schutz der IT-Sicherheit von Aktivisten, Journalisten und anderer Risikogruppen weltweit gefordert. Mit der neu gegründeten Plattform Security Without Borders soll das gelingen.
Guranieri ist in der Szene bekannt, seit Jahren arbeitet er als Malware-Forscher und war in Kooperation mit dem Citizen Lab der Universität in Toronto daran beteiligt, Malware-Kampagnen von Firmen wie Hacking Team und Finfisher zu untersuchen. Er arbeitet für die Organisation Amnesty International, außerdem entwickelt er das Projekt Cucko Sandbox(öffnet im neuen Fenster) .
Seine vorherige Arbeit bezeichnet er nach wie vor als wichtig, sagt aber: "Die Person, die mit einem schlecht programmierten Trojaner für 25 Euro infiziert wurde, ist genauso wichtig wie jemand, der mit Finfisher-Software gehackt wurde".
IT-Sicherheit soll Recht für alle werden
IT-Sicherheit müsse daher endlich als Recht für alle Personen anerkannt werden. Um das zu erreichen, müsste aber auch die Hackerszene ihre Herangehensweise an das Problem ändern. Es sei kein Platz für Rockstarkultur und Flamboyance, es reiche außerdem nicht mehr aus, einfach Tools zu veröffentlichen und davon auszugehen, dass die Leute diese schon benutzen würden.
Auf der Webseite der Organisation(öffnet im neuen Fenster) gibt es bislang nur wenig Informationen. Freiwillige mit Kenntnissen im Bereich IT-Sicherheit können sich dort eintragen, außerdem kann Hilfe beantragt werden. Welche weiteren Personen hinter der Initiative stehen ist bislang nicht bekannt. Der Hacker Andreas Lindh schrieb jedoch auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) , dass sich das Bündnis Programmers against Racism ebenfalls der Initiative angeschlossen habe.



