Abo
  • IT-Karriere:

Grizzly Steppe: US-Stromversorger findet möglicherweise russischen Schadcode

Es war nur Fehlalarm: Ein vermeintlich mit Schadcode infizierter Computer bei einem US-Stromversorger war sauber. Er hatte eine Verbindung mit einer bestimmten IP-Adresse aufgebaut, die verdächtig schien.

Artikel veröffentlicht am ,
Steuerstand eines US-Stromversorgers (Symbolbild): offensichtlich kein Versuch, das Stromnetz zu manipulieren
Steuerstand eines US-Stromversorgers (Symbolbild): offensichtlich kein Versuch, das Stromnetz zu manipulieren (Bild: Natalie Behring/Bloomberg via Getty Images)

Schadcode im US-Stromnetz: In einem Rechner des US-Energieversorgers Burlington Electric ist möglicherweise Malware entdeckt worden, die auch bei der Operation Grizzly Steppe verwendet wurde. Burlington Electric ist der kommunale Energieversorger in der größten Stadt des US-Bundesstaats Vermont.

Stellenmarkt
  1. CSB-SYSTEM AG, Geilenkirchen
  2. Unternehmercoach GmbH, Eschbach

Das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) habe Burlington Electric ebenso wie andere Versorgungsunternehmen in den USA benachrichtigt und gebeten, die Computer nach einer Malware mit einer bestimmten Signatur zu untersuchen, sagte Burlington Electric.

Der Laptop hing nicht am Stromnetz

Auf einem Laptop wurde ein entsprechender Hinweis gefunden. Ob es sich tatsächlich um die Grizzly-Steppe-Software handelt, sei aber noch nicht bestätigt, sagt der Sicherheitsforscher Robert M. Lee. Burlington Electric hat nach eigenen Angaben den Rechner sofort isoliert und die Behörden über den Fund informiert. Der Laptop sei jedoch nicht mit dem Stromnetz verbunden gewesen, betont der Energieversorger.

Es sei noch unklar, wann der Computer von Burlington Electric infiltriert worden sei, berichtet die Tageszeitung Washington Post unter Berufung auf US-Beamte, die namentlich nicht genannt werden wollten. Eine Untersuchung soll den Zeitpunkt und die Art des Eindringens klären. Außerdem wollen die Behörden herausfinden, ob neben Burlington Electric noch weitere Versorger betroffen sind.

Das Stromnetz ist anfällig

Es wurde offensichtlich nicht versucht, die Systeme oder das Netz des Versorgers zu manipulieren. Dennoch sei die US-Regierung alarmiert. Der Fund zeige erneut die Verletzbarkeit des US-Stromnetzes. Bereits vor einigen Jahren war Schadcode in Systemen der Elektrizitätsversorgung entdeckt worden.

Im Zuge von Grizzly Steppe sollen unter anderem Postfächer von Politikern gehackt worden sein - der scheidende US-Präsident Barack Obama hat eine entsprechende Untersuchung eingeleitet. Außerdem hat er Sanktionen gegen Russland verhängt.

Nachtrag vom 3. Januar 2017, 15:30 Uhr

Falscher Alarm bei Burlington Electric: Der Computer eines Mitarbeiters war doch nicht Grizzly-Steppe-Schadcode infiziert. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf Beamte, die den Fall untersucht haben.

Den Verdachtsmoment lieferte ein Mitarbeiter, als er sein Postfach bei Yahoo abfragte. Daraufhin habe sich der Rechner mit einer IP-Adresse verbunden, die auch in Verbindung mit Grizzly Steppe aufgetaucht war. Allerdings sei nicht jeder Traffic, der über diese IP-Adresse laufe, bösartig.

Die Tageszeitung hatte die Geschichte losgetreten. Sie hatte zunächst berichtet, russische Hacker seien in das US-Stromnetz eingedrungen, hatte den Bericht aber korrigiert, als Burlington erklärte, der möglicherweise infizierte Computer sei nicht mit den Versorgungssystemen des Unternehmens verbunden gewesen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-55%) 26,99€
  2. 2,99€
  3. (-55%) 17,99€

User_x 02. Jan 2017

russland, china, und die türkei zieht mit... ich denke da sortiert sich eine neue...

Blubb64 02. Jan 2017

äh, dicka, also teilweise würd ich das schon tun. denn wenn man schund so positioniert...

plutoniumsulfat 02. Jan 2017

Achso, darunter werkelt natürlich ein Windows 10, klar.

wp (Golem.de) 02. Jan 2017

Danke für den Hinweis. Wir haben die Überschrift entschärft. wp (Golem.de)

wp (Golem.de) 02. Jan 2017

Danke für den Hinweis. Wir haben die Überschrift entschärft. wp (Golem.de)


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. ADAC Privaten Tiefgaragen fehlen Lademöglichkeiten
  2. Solaris Mailand schafft 250 Elektrobusse an
  3. BYD und Alexander Dennis London bekommt erste Elektro-Doppeldecker

10th Gen Core: Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren
10th Gen Core
Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren

Ifa 2019 Wer nicht genau hinschaut, erhält statt eines vierkernigen 10-nm-Chips mit schneller Grafikeinheit einen Dualcore mit 14++-Technik und lahmer iGPU: Intels Namensschema für Ice Lake und Comet Lake alias der 10th Gen macht das CPU-Portfolio wenig transparent.
Von Marc Sauter

  1. Neuromorphic Computing Intel simuliert 8 Millionen Neuronen mit 64 Loihi-Chips
  2. EMIB trifft Foveros Intel kombiniert 3D- mit 2.5D-Stacking
  3. Nervana NNP-I Intels 10-nm-Inferencing-Chip nutzt Ice-Lake-Kerne

Hyundai Kona Elektro: Der Ausdauerläufer
Hyundai Kona Elektro
Der Ausdauerläufer

Der Hyundai Kona Elektro begeistert mit Energieeffizienz, Genauigkeit bei der Reichweitenberechnung und umfangreicher technischer Ausstattung. Nur in Sachen Emotionalität und Temperament könnte er etwas nachlegen.
Ein Praxistest von Dirk Kunde

  1. Carver Elektro-Kabinenroller als Dreirad mit Neigetechnik
  2. Versicherung Fahrer von teuren Elektroautos häufig in Unfälle verwickelt
  3. Elektroauto Neuer Chevrolet Bolt fährt 34 km weiter

    •  /