Avalanche-Botnetz: Weltweites Cybercrime-Netzwerk zerschlagen

Die Staatsanwaltschaft in Verden hat in Zusammenarbeit mit zahlreichen Behörden ein weltweit agierendes kriminelles Netzwerk zerschlagen. Die Avalanche-Infrastruktur wurde zur Verteilung von Ransomware, Spam und Phishing-Mails genutzt und soll mindestens 6 Millionen Euro Schaden verursacht haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Vor dem Avalanche-Botnetz muss nicht mehr gewarnt werden.
Vor dem Avalanche-Botnetz muss nicht mehr gewarnt werden. (Bild: Denis Charlet/Getty Images)

Ermittlungsbehörden haben ein weltweit agierendes Online-Betrugsnetzwerk mit dem Namen Avalanche-Botnetz zerschlagen. Das gab die zuständige Polizeidirektion Lüneburg in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bekannt. Offenbar steht ein umstrittener Online-Test des BSI von vor zwei Jahren im Zusammenhang mit den Ermittlungen.

Inhalt:
  1. Avalanche-Botnetz: Weltweites Cybercrime-Netzwerk zerschlagen
  2. Double-Fast-Flux-Netzwerk

Avalanche wird von den Ermittlern als eine der größten Infrastrukturen zum Betrieb von Botnets bezeichnet. Während der Ermittlungen wurden 39 Sever und mehrere Hunderttausend Domains beschlagnahmt. In Zusammenarbeit mit der Organisation Shadowservers gelang es den Ermittlern außerdem, sogenannte Sinkhole-Server aufzubauen. Diese sollen Nutzer infizierter PCs künftig vor der Infektion warnen. Rund 20 verschiedene Botnetze sollen die Avalanche-Infrastruktur genutzt haben, unter anderem, um Spam- und Phishing-Mails zu versenden und Ransomware zu verbreiten.

Avalanche als Infrastruktur

Über die Avalanche-Infrastruktur wurden zahlreiche kriminelle Aktivitäten begangen. Zunächst versendeten die Angreifer vor allem Ransomware. Dabei handelte es sich um einen Trojaner, der vorgab, dass eine erneute, kostenpflichtige Windows-Registrierung notwendig sei.

Die Bezahlung erfolgte damals noch nicht über Bitcoin, sondern über Ukash oder Paysafecard. Auch im Bereich DDoS-Erpressung und Betrug von Online-Banking soll das Netzwerk aktiv gewesen sein. Die durchschnittliche Schadenssumme soll 5.000 Euro betragen haben, insgesamt soll der Schaden bei mindestens 6 Millionen Euro liegen.

  • Die Avalanche-Infrastruktur. (Bild: Shadowservers)
  • Die Avalanche-Infrastruktur. (Bild: Shadowservers)
Die Avalanche-Infrastruktur. (Bild: Shadowservers)
Stellenmarkt
  1. Full Stack Developer:in Web-Applikation (m/w/d)
    Haufe Group, Freiburg im Breisgau, Hannover
  2. Consultant IT-Controlling (m/w/d)
    Mekyska Management Consultants GmbH, Frankfurt am Main, Pforzheim (Home-Office)
Detailsuche

"Die Tücke einer ausgefeilten Botnetz-Infrastruktur liegt darin, dass allein das Abschalten eines einzelnen Botnetzes nicht ausreicht, um die kriminellen Angriffe zu unterbinden", teilte der Leiter der Zentralstelle für Cybercrime der Staatsanwaltschaft Verden, Oberstaatsanwalt Frank Lange, mit. "Die Aufgaben der entdeckten und unschädlich gemachten Server werden schlagartig von den Servern der anderen Botnetze übernommen, bis ein neues weiteres Botnetz aufgebaut wird".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Double-Fast-Flux-Netzwerk 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Venturi-Tunnel
Elektro-Motorrad mit Riesenloch auf der Teststrecke

White Motorcycle Concepts testet sein Elektromotorrad WMC250EV, bei dem der Fahrer auf einem riesigen Tunnel sitzt. Später soll es 400 km/h erreichen.

Venturi-Tunnel: Elektro-Motorrad mit Riesenloch auf der Teststrecke
Artikel
  1. Elektroauto: Cadillac Lyriq nach 19 Minuten weg
    Elektroauto
    Cadillac Lyriq nach 19 Minuten weg

    Einen der ersten Cadillac Lyriq zu reservieren, glich mehr einer Lotterie als einem Autokauf. In wenigen Minuten waren alle Luxus-Elektroautos vergriffen.

  2. SpaceX Inspiration 4: Laien-Astronauten nach Reise ins Weltall zurück auf der Erde
    SpaceX Inspiration 4
    Laien-Astronauten nach Reise ins Weltall zurück auf der Erde

    Die Weltraumtouristen der Dragon-Ramkapsel von SpaceX waren weiter weg von der Erde als die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS).

  3. Autos, Scooter und Fahrräder: Berlin reguliert Sharing-Mobilitätsangebote
    Autos, Scooter und Fahrräder
    Berlin reguliert Sharing-Mobilitätsangebote

    Die Nutzung des öffentlichen Raums durch Autos, Scooter und Fahrräder von Sharing-Unternehmen wird in Berlin reguliert.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: MM-Club-Tage (u. a. SanDisk Ultra 3D 2 TB 142,15€) • Corsair Vengeance RGB PRO 16-GB-Kit DDR4-3200 71,39€ • Corsair RM750x 750 W 105,89€ • WD Elements Desktop 12 TB 211,65€ • Alternate (u. a. Creative SB Z SE 71,98€) • ASUS ROG Crosshair VIII Hero WiFi 269,99€ [Werbung]
    •  /