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In eigener Sache: Golem pur - eine erste Bilanz

Seit August bietet Golem.de seinen Lesern ein Abomodell an. Statt Texte hinter Paywalls zu räumen und künstliche Schranken aufzubauen, lautet das Angebot von Golem pur simpel: Ab 2,50 Euro im Monat gibt es Werbe- und Tracking-Freiheit. Wie das ankommt, verrät unsere erste Bilanz.

Artikel veröffentlicht am , Benjamin Sterbenz/Golem.de
"Golem pur" - das Abomodell von Golem.de
"Golem pur" - das Abomodell von Golem.de (Bild: Golem.de)

Es war ohne Übertreibung die wichtigste Neuvorstellung in der jüngeren Geschichte von Golem.de. Über ein Jahr lang haben wir an einer Version von Golem.de gearbeitet, die den Bedürfnissen unserer Leser entspricht. Denn nach dem Aufruf, den Adblocker zumindest auf unserer Seite abzuschalten, waren viele Argumente zurückgekommen, dies nicht zu tun: Die Werbung verlangsamt den PC, sie ist Einfallstor für Schadsoftware, lenkt zu sehr vom Inhalt ab. Viel und intensiv haben wir damals mit den Lesern diskutiert, an der hohen Adblock-Rate weit jenseits der 50 Prozent hat sich kaum etwas geändert. Daraus zog Golem.de-Gründer Jens Ihlenfeld den Schluss: Eine faire Alternative muss entwickelt werden, um das Überleben der Seite zu sichern.

Inhalt:
  1. In eigener Sache: Golem pur - eine erste Bilanz
  2. Golem pur in Zahlen
  3. Wir haben noch mehr vor

Denn Nutzer, die Werbung blockieren, bringen kein Geld, verursachen aber Kosten (Server, Strom, Traffic). Und bis zur Einführung des Abos war Werbung die einzige Einnahmequelle für Golem.de. Mit dem Abo hat Golem.de eine zweite Einnahmesäule bekommen - und viele Leser das, was sie sich gewünscht haben: Golem.de ohne Werbung, mit rasanten Ladezeiten, ohne unerwünschtes Tracking und mit einigen Zusatzfunktionen.

Ursprünglich sollte Golem pur im Februar 2014 starten, August ist es dann geworden. Wie so oft bei Eigenentwicklungen und Unterfangen auf unbekanntem Terrain dauerte aufgrund der Komplexität manches länger als gedacht, beispielsweise das Einbinden des Zahlungsdienstleisters. Somit fiel der Start mitten in die Ferienzeit. Nicht nur aufgrund der Temperaturen standen uns am Startmontag die Schweißperlen auf der Stirn: Funktioniert es unter Volllast, haben wir etwas vergessen und vor allem: Was werden unsere kritischen Leser sagen?

Wir arbeiten an neuen Funktionen

2.000 Kommentare, Hunderte persönlich beantwortete Mails und viele Medienberichte später können wir sagen: Ja, es funktioniert - und das, obwohl unsere Abonnenten mitunter sehr exotische Betriebssystem-Browser-Kombinationen verwenden (Firefox-Nightly-Builds auf Linux-Derivaten).

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Seit dem Start von Golem pur haben wir sehr viel über unsere Leserinnen und Leser gelernt. Welche Funktionen sie sich wünschen, was sie gut finden, was sie gerne anders hätten. Viele der geforderten Funktionen würden wir sofort umsetzen wollen. Mit einem einzigen Aboprogrammierer, der nebenbei auch noch andere wichtige Projekte umsetzt, erfolgt der Ausbau aber leider nur in kleinen, wenn auch beständigen Schritten. In den ersten Wochen nach dem Start wurde ein weiterer Volltext-RSS-Feed integriert, der alle Videos und Fotos ausspielt. Dann folgte die Integration von SEPA bei den Zahlungsoptionen. Danach wurde umgesetzt, dass Abonnenten Videos auch in Full-HD ansehen und herunterladen können. Und aus Foren- und E-Mail-Korrespondenz destillierte FAQ gab es endlich auch.

Seit diesem kleineren Feintuning widmen wir uns der Ausweitung bei den Zahlungsoptionen. So wird in den kommenden Wochen eine Funktion eingeführt werden, mit der Leser Golem pur bequem testen können, ohne gleich ein Abo für mindestens einen Monat abschließen zu müssen.

Abonnenten geben uns spannendes Feedback

Abseits vom technischen Ausbau binden wir unsere Abonnenten auch in inhaltliche Fragen ein. So haben wir unsere Abonutzer um Feedback zu einem neuen Videoformat gebeten, das wir gerade entwickeln. Der Rücklauf an spannenden, inspirierenden und detaillierten E-Mails war beeindruckend und vieles davon werden wir umsetzen.

Insgesamt können wir nach den ersten Monaten Golem pur sagen: Wir sind stolz auf unsere Abonnenten und freuen uns, dass sie an uns glauben und uns finanziell wie auch kreativ unterstützen. Als Dankeschön haben wir ihnen unser erstes Printmagazin "Android verstehen" als PDF zum Download geschenkt.

Spätestens jetzt drängt sich die Frage auf: Aber wie viele sind es denn nun, die sich für ein Abo entschieden haben?

Golem pur in Zahlen 
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onlineverdienst... 10. Apr 2015

willkommen in 21 jahrhundert. werbung werbung werbung... wo man hinschaut nur werbung ob...

mcnesium 11. Mär 2015

Man scheint mich erhört zu haben. Videos lassen sich jetzt auch am Desktop ohne...

B853 26. Jan 2015

Lässt sich alles steuern: https://msdn.microsoft.com/de-de/library/hh243646.aspx

Zwangsangemeldet 24. Jan 2015

OK, ab den Artikeln irgendwann während des 13.1. sind die Scrollbalken verschwunden.

Zwangsangemeldet 24. Jan 2015

Ich möchte nicht getrackt werden. Einen idealen AdBlocker würde ich mir so vorstellen: 1...


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