Nach dem Ende von Safe Harbor wollte die EU eigentlich einen besseren Datenschutz durchsetzen. Doch die USA weisen lediglich darauf hin, dass ihre Überwachung von EU-Bürgern ohnehin legal ist. Zumindest nach den eigenen Gesetzen.
Microsoft soll dem Nutzer klarer anzeigen, welche Einwilligung in Datenerhebung und -nutzung für alle Funktionen und Dienste von Windows 10 gefordert wird. Denn ohne diese Zustimmung kann das Update nicht installiert werden.
Nicht nur Gesichter verwischen: Das Videoportal Youtube hat die Blur-Funktion erweitert. Jetzt können beliebige Objekte in Videos unkenntlich gemacht werden.
Warum sollen für die BND-Abhöranlage in Bad Aibling keine deutschen Gesetze gelten? Nach zahlreichen Sitzungen des NSA-Ausschusses werden die juristischen Tricksereien von Geheimdienst und Regierung verständlich. Sogar ohne Verschwörungstheorie.
Wenn US-Unternehmen für die US-Armee in Deutschland arbeiten, erhalten sie wirtschaftliche Privilegien. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden hat die Regierung die Prüfung der Firmen deutlich verschärft.
Im Streit über den Datenschutz bei Facebook-Fanseiten gibt es vorerst kein höchstrichterliches Urteil in Deutschland. Zunächst sollen auf europäischer Ebene einige Grundsatzfragen geklärt werden.
Tor-Nutzer geben ihre IP freiwillig an das Netzwerk und können daher keine Privatsphäre erwarten - so argumentiert der Richter im Prozess gegen einen mutmaßlichen Mitarbeiter des illegalen Marktplatzes Silk Road.
Jetzt können EU-Bürger in den USA klagen, wenn US-Unternehmen gegen Datenschutzrechte verstoßen. Damit fällt eine Hürde für den Abschluss der Privacy-Shield-Verhandlungen.
Die neue EU-Verordnung zum Datenschutz ist bei einer Anhörung im Bundestag teilweise auf scharfe Kritik gestoßen. Es sei zudem eine "gewaltige Aufgabe", die Regelungen an deutsches Recht anzupassen.
Update Nissans Elektroauto Leaf kann aus der Ferne manipuliert werden, weil eine Begleitapp nur eine Fahrzeugnummer als Authentifizierung nutzt. Sicherheitsrelevante Funktionen sind von der Lücke nicht betroffen, doch der Hersteller hat bislang noch kein Update bereitgestellt.
Die Liste der auf dem Smartphone installierten Apps ist persönlich - und kann viel über die Nutzer aussagen. Forscher haben jetzt untersucht, wie gut sich einzelne Nutzer mit diesen Informationen identifizieren lassen.
Update Nach dem Ende des Safe-Harbor-Abkommens ist die Unsicherheit über den Datentransfer in die USA groß. Nun sollen erste Hamburger Firmen zahlen, weitere werden geprüft.
Das Technologieunternehmen IBM preist offenbar eine datenschutzrechtlich fragwürdige Lösung zur Grenzkontrolle bei europäischen Behörden an. Ein EU-Mitgliedsstaat soll schon Interesse haben.
Seit fast drei Jahren testet der Verfassungsschutz die NSA-Analysesoftware XKeyscore. Für einen Normalbetrieb fehlt immer noch ein Sicherheitskonzept, weil der Dienst der NSA nicht traut.
Im Streit über die Aufklärung der BND-Selektorenaffäre setzen Grüne und Linke der Koalition die Pistole auf die Brust: Entweder darf der NSA-Ausschuss ermitteln, oder es gibt einen eigenen BND-Ausschuss.
Die Spione dürfen weiterhacken: Privacy International und der CCC sind mit einer Beschwerde gegen die Hacking-Praxis des britischen Geheimdienstes gescheitert. Das Investigatory Powers Tribunal möchte die "dringenden Bedürfnisse der Geheimdienste" schützen.
Die Software steht bereit: Kunden können endlich auch ohne Android-Telefon die Daten anzeigen lassen, die auf ihrer VBB-Fahrcard gespeichert sind. Jetzt gilt es nur noch, das richtige Kundenzentrum zu finden.
Seit fast drei Jahren testet der Verfassungsschutz die NSA-Spionagesoftware XKeyscore. Ohne Ergebnis. Dabei wollte er das mächtige Überwachungsinstrument einst unbedingt.
Überwachungskameras in Zügen sollen eigentlich die Sicherheit erhöhen. Während sie in Hannover vorübergehend verboten waren, können sie in San Francisco bei der Verbrechensaufklärung derzeit wenig helfen.
Kamelle! Konfetti! Patientendaten! Im thüringischen Dermbach hat die Konfettikanone offenbar Patientenakten auf die feiernden Karnevalisten verteilt. Jetzt untersuchen Datenschützer den Vorfall.
Offenbar gibt es bei deutschen Firmen Bedenken gegen die Speicherung von Daten in den USA. Dem will der Clouddienst Dropbox nun mit einem neuen Angebot begegnen.
Update Wie weit reicht das europäische Recht auf Vergessenwerden? Mit ihren Forderungen haben Europas Datenschützer nun einen Teilerfolg gegen Google erzielt.
Verwirrende Aussagen, keine Lösungen, keine Information an die Betroffenen: Dass Bewegungsdaten auf VBB-Fahrcards beschrieben werden können, hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bestritten, bis das Gegenteil bewiesen wurde. Ähnlich reagiert er auf weitere Erkenntnisse von Golem.de.
Europas Datenschützer haben grundlegende Bedenken, was das neue Datenschutzabkommen mit den USA betrifft. Auch die Wirtschaft ist noch skeptisch und pocht auf sichere rechtliche Grundlagen. Zunächst bleibt der Datentransfer aber erlaubt.
Noch gibt es keinen Text, aber die Grundzüge des künftigen Datenaustausches mit den USA stehen fest. Netzaktivisten kritisieren den neuen Privatsphären-Schild aber schon als "Mogelpackung" und "schlechten Witz".
Update Eine Einigung über das umstrittene Safe-Harbor-Abkommen zum Stichtag 31. Januar hat die EU-Kommission verfehlt. Es sei nicht leicht, den EU-Bürgern einen angemessenen Schutz ihrer Daten in den USA zu garantieren, sagte nun die Justizkommissarin.
Das Open-Source-Unternehmen Nexedi hat mit NayuOS einen Fork von Chromium OS entwickelt, der Wert auf Erweiterbarkeit, Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre legt.
Eltern erben das Facbook-Konto ihres Kindes: Das hatte ein Berliner Gericht kürzlich entschieden. Jetzt hat Facebook gegen das Urteil Berufung eingelegt - es geht auch um den Schutz Dritter.
Bis Montag wollen EU-Kommission und US-Regierung ein neues Abkommen zum Datentransfer erarbeiten, doch eine Einigung ist nicht in Sicht. Die Wirtschaft wird nervös.
Doppelter Profit und sechsfache Symbole: Das Werbegeschäft von Facebook wächst, vor allem auf mobilen Geräten. Mit weiteren Schaltflächen - zusätzlich zum "Like" - will das soziale Netzwerk demnächst noch attraktiver werden.
Ein neues Webportal sammelt die Urteile der deutschen Bundesgerichte. Allerdings scheint das neue Angebot des Justizministeriums noch nicht zuverlässig zu funktionieren.
Per Eilantrag lässt sich die Vorratsdatenspeicherung nicht stoppen. Über die Erfolgsaussichten der zahlreichen Verfassungsbeschwerden sagt dies jedoch nichts aus.
Der Spielzeughersteller Vtech wurde Ende vergangenen Jahres wegen großer Sicherheitsmängel kritisiert und nahm daraufhin viele seiner Dienste vom Netz. Jetzt gehen einige Produkte wieder online - bei der Security will das Unternehmen dazugelernt haben.
Microsofts neue Version des Messengers Skype verbirgt von Haus aus die IP-Adresse. Das verbessert den Schutz der Privatsphäre und soll Dota-2-Spieler vor DDoS-Attacken in Turnieren bewahren.
Internetmobber sollen unter bestimmten Umständen den Schutz der Anonymität verlieren, fordert Sir Tim Berners-Lee. Vorschläge aus den USA, etwa für Terroristen den Zugang zum Netz zu sperren, hält er allerdings für naiv.
Update Eine Webapplikation des Zürcher Prime Tower hat massive Sicherheitslücken. Sie gibt detaillierte Auskunft darüber, welche Parkplätze wann wie lange belegt werden. Auch Schranken können aus der Ferne gesteuert werden. Einbrecher dürfen sich eingeladen fühlen.
Sind Nutzerdaten im Ausland vor dem Zugriff der US-Regierung geschützt? Microsoft erwartet ein Urteil, das Wirtschaft, Politik und Privatsphäre weltweit verändern könnte.
Die Zukunft des transatlantischen Datenaustauschs ist unklar. Eigentlich muss bis Ende Januar ein verbindliches Safe-Harbor-Nachfolgeabkommen gefunden werden - doch die Verhandlungen gehen offenbar kaum voran. Unternehmen zeigen sich besorgt.
In der Anonymität des Darknets ist eine klassische Rechtsdurchsetzung nicht möglich. Herrscht deswegen totale Anarchie? Nicht ganz. Eine komplexe Selbstregulierung ermöglicht Geschäfte zwischen Unbekannten und versucht, die schlimmsten Auswüchse zu verhindern.
Auch nach den Terroranschlägen von Paris gibt es offenbar viele Bürger, die gegen die Ausweitung von Geheimdienstbefugnissen protestieren. In der Schweiz wird es jetzt ein Referendum über das umstrittene neue Nachrichtendienstgesetz geben.
Arbeitgeber dürfen unter bestimmten Umständen prüfen, ob ihre Angestellten während der Arbeitszeit private Nachrichten über soziale Netzwerke oder ähnliche Dienste verschicken und die Ergebnisse für eine Kündigung nutzen. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden.
Die monatelange Suche hat ein Ende. Die große Koalition in Berlin hat eine Nachfolgerin für den renommierten Datenschutzbeauftragten Alexander Dix gefunden. Ex-Piraten kritisieren die Entscheidung als "Verlegenheitsding der Koalition".
Kaum ist das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen, entstehen neue Begehrlichkeiten für die Nutzung der Daten. Zudem fordert die CDU den Einsatz von Quellen-TKÜ und Online-Durchsuchung.
Vodafone will ein britisches Gesetz verhindern, das Hintertüren im Mobilfunknetzwerk und in den Endgeräten der Nutzer ermöglichen soll. Verschlüsselung soll umgangen werden und Polizei und Geheimdienste erhalten Zugriff auf das Instant Messaging. Davon wäre auch Deutschland betroffen.
Auch die Kommunikation mit Dritten ist betroffen, wenn der Zugang zu einem Facebook-Konto übertragen wird - und damit möglicherweise sensible Daten. Trotzdem haben Eltern grundsätzlich ein Recht auf Einblick in den Account eines verstorbenen Kindes, urteilt ein Gericht in Deutschland.
Die VBB-Fahrcard ist schon seit langem in der Lage, Bewegungsdaten zu speichern, wie wir anhand einer eigenen Karte nachvollziehen konnten und auflisten. Mitte des Jahres wurde das System für die BVG-Busse noch verändert. Seither speichern die Busse auch eine "Permit-ID".
Mit der überwiegend in Berlin, aber auch in Brandenburg eingesetzten VBB-Fahrcard können laut VBB keine Bewegungsprofile gespeichert werden. Wie sich nun herausgestellt hat, stimmt das nicht. Lesegeräte in BVG-Bussen speichern Bewegungspunkte auf der Fahrcard.