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Informatikerin gewählt: Hansen neue Landesdatenschutzbeauftragte in Kiel

Die Hängepartie bei der Nachfolge von Thilo Weichert ist beendet: Der schleswig-holsteinische Landtag wählte mit großer Mehrheit seine Stellvertreterin an die Spitze des Unabhängigen Landesschutzzentrums.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die Informatikerin Marit Hansen wurde zur Nachfolgerin von Thilo Weichert gewählt.
Die Informatikerin Marit Hansen wurde zur Nachfolgerin von Thilo Weichert gewählt. (Bild: Markus Hansen)

Neue Landesdatenschutzbeauftragte in Schleswig-Holstein ist die parteilose Informatikerin Marit Hansen. Der Landtag wählte die 46-Jährige am Mittwoch in geheimer Wahl mit großer Mehrheit zur Nachfolgerin des renommierten Datenschützers Thilo Weichert. Hansen erhielt 49 von 68 Stimmen. Elf Abgeordnete stimmten mit Nein, acht enthielten sich. Hansen wurde von der Piratenfraktion und den Koalitionsfraktionen SPD, Grüne und SSW nominiert. Aber auch die oppositionellen Parteien CDU und FDP erklärten vor der Wahl ihre Unterstützung für die bisherige Stellvertreterin Weicherts.

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Eine Wiederwahl Weicherts für eine dritte Amtszeit als Leiter des Unabhängigen Landesdatenschutzzentrums (ULD) war 2014 gescheitert, weil eine Stimme aus der Koalition gefehlt hatte. Der 59-jährige Jurist, Mitglied der Grünen, war elf Jahre lang im Amt. Er hatte sich bundesweit als Experte einen Namen gemacht. Die Piraten hatten Weicherts Wiederwahl im vergangenen Herbst deshalb nicht unterstützt, weil für ihn das Landesgesetz, das die Amtszeit auf zwei Wahlperioden beschränkt hatte, geändert worden war. Auch sorgte bei den Piraten Weicherts laue Kritik an der Vorratsdatenspeicherung für Verstimmung.

Sichere IT-Infrastruktur gefordert

Die Informatikerin Hansen gilt auch juristisch als sehr beschlagen. Bisher verantwortete sie Projekte zum technischen Datenschutz. Ein wichtiges Feld sieht Hansen an der Schnittstelle zwischen Recht und Technik. "Die IT-Infrastruktur ist nicht so sicher, wie sie sein müsste", sagte sie am Mittwoch. Hier seien dringend Gegenmaßnahmen erforderlich.

Hansen beschäftigt sich seit Ende der 90er Jahre vornehmlich in EU-Forschungsprojekten mit der Weiterentwicklung von Privacy Enhancing Technologies. Weltweit gilt das ULD dank ihres Engagements in Sachen Forschung und Entwicklung als führende Datenschutzbehörde. Mit der EU-Datenschutzreform, die Privacy by Design einfordert, werden sich alle Aufsichtsbehörden dieser Herausforderung stellen müssen. Hansens wichtigstes Projekt war die Entwicklung der attributbasierten Berechtigungsnachweise, die eine verbindliche Anonymität ermöglichen.

Die 46-Jährige ist verheiratet, hat zwei Kinder, liebt Musik, spielt Querflöte und betreibt die japanische Kampfkunst Aikido.



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