Norddeich: Webcam am Strand nach Beschwerde abgeschaltet

Eine Strandwebcam ist nach einer Anzeige eines Urlaubers abgeschaltet worden. Der Mann wollte sich am Strand nicht einzoomen lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Weitere Webcam des Tourismus-Service Norden-Norddeich
Weitere Webcam des Tourismus-Service Norden-Norddeich (Bild: Tourismus-Service Norden-Norddeich)

Eine Webcam, die den Strand in Norddeich zeigt, ist nach einer Anzeige eines Urlaubers abgeschaltet worden. Das berichtet der NDR. Auf der Webseite erklärte der Tourismus-Service Norden-Norddeich: "Liebe Besucher, unsere Webcam ist leider kurzfristig nicht erreichbar. Wir bemühen uns sehr, Ihnen schnell wieder Ihren gewohnten Blick auf den Norddeicher Strand und das Weltnaturerbe Wattenmeer zu ermöglichen. Unsere Hafen-Webcam ist nach wie vor hier erreichbar."

Stellenmarkt
  1. Tester / Testautomatisierer (w/m/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  2. Fachinformatiker (m/w/d) für Systemintegration
    Klinikum Landshut gGmbH, Landshut
Detailsuche

Die Zoomfunktion habe detaillierte Ansichten auf die Urlauber erlaubt, so der Kläger. Die Kurdirektion sagt hingegen, dass Personen bei der Auflösung nicht zu identifizieren seien. Der Referatsleiter der niedersächsischen Datenschutzbehörde, Christian Lüttgau, sagte dem NDR, es sei besprochen worden, dass im Kamerabild ein Werbebanner den Nahbereich verdecken soll und die Zoomfunktion entfernt wird. Diese Änderungen seien nicht vorgenommen worden.

"Wenn die niedersächsische Datenschutzbehörde die Kamera in den Medien für unzulässig erklärt, müssen wir natürlich reagieren", sagte Norddeichs Kurdirektor Armin Korok dem NDR.

Der Kölner Medienanwalt Christian Solmecke erklärte: "Die Übertragung der Webcam-Aufnahmen ins Internet stellt eine Verbreitung bzw. öffentliche Zurschaustellung von Bildnissen dar und bedarf der Einwilligung des Betroffenen. Dabei ist eines klar: Sollten auf den übertragenen Bildern der Webcam einzelne Personen deutlich erkennbar sein, so ist eine Übertragung ins Internet in der Regel unzulässig." Es sei jedoch praktisch unmöglich, von jeder Person, die im öffentlichen Raum unterwegs ist, die notwendige ausdrückliche Einverständniserklärung einzuholen.

Golem Karrierewelt
  1. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.02.2023, Virtuell
  2. Angular für Einsteiger: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Aufnahmen dürften nur dann ohne Einwilligung der Betroffenen veröffentlicht werden, wenn die Personen lediglich als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen. Zudem sei die Verbreitung der Bilder nur dann zulässig, wenn kein berechtigtes Interesse der gefilmten Person verletzt wird. Solmecke: "Da die Aufnahmen ins Internet gesendet werden und insofern weltweit und von jedermann abrufbar sind, haben gefilmte Personen ein berechtigtes Interesse daran, dass ihre Persönlichkeitsrechte gewahrt werden."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Viertes Mobilfunknetz
1&1 lässt laut Bericht Verkauf des Unternehmens durchrechnen

Fast keine eigenen Antennenstandorte, schwaches Open RAN, steigende Zinsen und Energiekosten: Ralph Dommermuth soll den Ausstieg bei 1&1 prüfen lassen. Das Unternehmen dementiert dies klar.

Viertes Mobilfunknetz: 1&1 lässt laut Bericht Verkauf des Unternehmens durchrechnen
Artikel
  1. App-Store-Rauswurfdrohung: Musk attackiert Apple
    App-Store-Rauswurfdrohung
    Musk attackiert Apple

    Apple hat angeblich seine Werbeaktivitäten auf Twitter weitgehend eingestellt und mit einem App-Store-Rauswurf gedroht.

  2. Elektro-Kombi: Opel Astra setzt auf Effizienz statt großem Akku
    Elektro-Kombi
    Opel Astra setzt auf Effizienz statt großem Akku

    Mit dem Opel Astra Sports Tourer kommt der erste vollelektrische Kombi eines deutschen Herstellers auf den Markt.

  3. Prozessor-Bug: Wie Intel einen Bug im ersten x86-Prozessor fixte
    Prozessor-Bug
    Wie Intel einen Bug im ersten x86-Prozessor fixte

    Der Prozessor tut nicht ganz, was er soll? Heute löst das oft eine neue Firmware, vor 40 Jahren musste neues Silizium her.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ • Palit RTX 4080 1.499€ • Astro A50 Gaming-Headset PS4/PS5/PC günstiger • Gigabyte RX 6900 XT 799€ • Thrustmaster Flight Sticks günstiger [Werbung]
    •  /