Die europäischen Datenschutzbehörden sind nicht zufrieden mit dem Nachfolgeabkommen von Safe Harbor. Doch sie wollen den neuen Datenschutzschild hinnehmen - vorerst.
Die Forderungen haben nicht lange auf sich warten lassen: Nach dem Selbstmordattentat von Ansbach sollen Verbindungsdaten länger gespeichert werden und auch Messenger-Dienste betreffen.
Nach dem Beta-Test folgt die offizielle Freischaltung: Die beliebte Bildbearbeitungs-App Prisma ist für Android verfügbar. Wie bei der iOS-Version müssen sich Nutzer aber damit abfinden, dass ihre Fotos auf Server des Anbieters hochgeladen werden.
BMW kann offenbar doch Daten von Drive-Now-Kunden empfangen und speichern, die eine Rekonstruktion des Bewegungsprofils ermöglichen. Einem Gericht lieferte der Autohersteller einem Medienbericht zufolge entsprechende Daten eines Unfallverursachers.
Die französische Datenschutzbehörde CNIL äußert Kritik an Windows 10. Das Nutzerverhalten würde von Microsoft zu intensiv überwacht und auch bei der Sicherheit gebe es Probleme. Microsoft wird aufgefordert, das bisherige Verhalten zu ändern.
15 Klauseln aus den Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen von Pokémon Go verstoßen gegen deutsche Gesetze - findet der Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv). Die Verbraucherschützer wollen vom Entwicklerstudio Niantic bis zum 9. August 2016 eine Unterlassungserklärung.
Update Religion, sexuelle Vorlieben, politische Haltung: Der Browserverlauf sagt viel über den Nutzer. Google will ihn jetzt komplett für Werbezwecke auswerten - und hat schon mal die Datenschutzrichtlinien geändert.
Forscher haben entdeckt, dass der alternative Browser Maxthon sicherheitsrelevante Nutzerdaten an einen Server in Peking sendet. Die Daten ließen sich hervorragend für gezielte Angriffe nutzen. Und sie sind nur schlecht gegen Dritte abgesichert.
Hunderte Apps versprechen, Fotos mit Filtern schöner zu machen. Keiner gelingt das so gut wie Prisma. Doch Kritiker sprechen von einem Privatsphäre-Albtraum.
Update Das sehr beliebte Spiel Pokémon Go hat sich das Sammel-Motto offenbar zu Herzen genommen: Beim Einloggen mit einem Google-Konto schnappt sich die App unter iOS fast alle Rechte, die eine App überhaupt verlangen kann. Alles nur ein Versehen, erklärt Hersteller Niantic.
Update Der umstrittene Privacy Shield ist in Kraft getreten. Kritiker sehen keinen nennenswerten Fortschritt im Vergleich zum Safe-Harbor-Abkommen. Es könnte wieder zu Klagen kommen.
Die Bundesdatenschutzbeauftragte hat eine sehr klare Meinung zu den Spionagepraktiken des BND. Heißt es zumindest. Denn niemand darf sie lesen, sie ist geheim.
Sind die Cookie-Warnungen bald Vergangenheit? Große Tech-Unternehmen fordern das jedenfalls in einer Konsultation der EU-Kommission. Ihrer Ansicht nach reicht die neue Datenschutzverordnung aus, um die Privatsphäre der Bürger sicherzustellen.
Ab nächster Woche wird der Privacy Shield die Datenschutzvereinbarung Safe Harbor ersetzen. Kritiker fürchten, außer dem Namen werde sich wenig ändern.
Max Mustermann muss Max Mustermann heißen: Ein deutsches Gericht hat den Klarnamenzwang bei Facebook bestätigt. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte hatte geklagt.
Update Google lässt sich in seiner Datenschutzerklärung das Recht einräumen, Metadaten beim Telefonieren und beim SMS-Versand zu speichern. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisiert das Unternehmen. Mittlerweile hat Google Stellung genommen.
Facebook hat gegen belgische Datenschützer im Streit um Nutzerdaten gewonnen. Das Unternehmen darf auch weiterhin Daten über Nicht-Mitglieder sammeln. In Zukunft soll es für EU-Bürger einfacher werden, Datenschutzverstöße anzuzeigen.
Update Das Gesicht kommt irgendwie bekannt vor, aber von dem Namen hat man noch nie etwas gehört? Facebook schlägt Nutzern auf Basis von Standortdaten passende Freunde vor. Facebook hat seine zweimal bestätigten Aussagen jetzt zurückgerufen.
Urlauber und andere Reisende in die USA sollen künftig nach ihren Social-Media-Konten gefragt werden, so das Department of Homeland Security. Die Angabe soll zwar freiwillig erfolgen, aber trotzdem dürfte sich ein Großteil der Betroffenen zur Auskunft gedrängt fühlen.
Golem-Wochenrückblick China hat den schnellsten Computer der Welt, deutsche Haushalte werden auf Smart Meter umgerüstet und die EU-Kommission fürchtet sich vor verschlüsseltem Spam. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Verletzt Apple europäisches Datenschutzrecht? Die irische Datenschutzbeauftragte Helen Dixon hat eine Untersuchung des Unternehmens angeordnet. Es könnten alle Nutzer von Apple-Geräten betroffen sein, sagt sie.
Die Proteste der Verbraucherschützer haben nichts genützt. Vielen Kleinverbrauchern droht nach einem Beschluss des Bundestags die "Zwangsbeglückung" mit vernetzten Stromzählern.
Was darf die US-Regierung tun, um Kriminelle zu überführen? Neuen Regeln zufolge: VPNs und Tor hacken und von Botnetzen Betroffene durchsuchen. Der Widerstand wächst.
Weil die Aufenthaltsorte von mehreren hundert Millionen Nutzern ohne deren Zustimmung erfasst wurden, zahlt ein Werbenetzwerk jetzt eine Strafe von fast 1 Million US-Dollar. Eine US-Aufsichtsbehörde hatte sich über die Praxis des Unternehmens beschwert.
Update Die große Koalition regelt den Einbau von elektronischen und vernetzten Stromzählern neu. Golem.de beantwortet die wichtigsten Fragen, die Verbraucher und Solaranlagenbetreiber betreffen.
Die Stellungnahme kommt einem Totalverriss gleich. Die mittelständischen Telekommunikationsfirmen lassen kein gutes Haar an den technischen Anforderungen für die Vorratsdatenspeicherung. Vielen Firmen drohe sogar die Insolvenz.
Auch die Bundesländer sind in der Frage gespalten, ob die Störerhaftung für Betreiber offener WLANs nun tatsächlich abgeschafft wird. Dennoch kann das Gesetz bald in Kraft treten.
Der Bundestag will den Zwangsanschluss kleiner Verbraucher an vernetzte Stromzähler nicht verhindern. Im Gegenteil. Nun könnten noch mehr Anlagen mit den teuren Geräten angeschlossen werden.
Apple will mit den Assistenzdiensten von Google und Microsoft mithalten - dazu bedarf es aber Informationen und künstlicher Intelligenz. Trotzdem soll die Privatsphäre der Nutzer geschützt bleiben - Differential Privacy soll helfen.
Der Streit zwischen Max Schrems und Facebook hat schon zur Abschaffung des Safe-Harbor-Abkommens geführt, jetzt wird die US-Regierung offenbar nervös. Sie möchte nun in dem Verfahren mitreden - und Missverständnisse aufklären.
Im Gerichtsstreit über den Datenschutz bei vernetzten Fernsehern haben Verbraucherschützer nur einen Teilsieg errungen. Dem südkoreanischen Hersteller Samsung kam die internationale Firmenstruktur zugute.
Viele Autokonzerne sammeln heimlich die Daten ihrer Fahrzeuge für meist unbekannte Zwecke. Ein Münchner Startup hingegen zeigt, dass die Fahrer mit ihren Autodaten selbst Geld verdienen können.
Mehrere Unternehmen müssen Strafen zahlen, weil sie ihren Datentransfer in die USA noch über das Safe-Harbor-Abkommen abgewickelt haben. Noch sind die Strafen moderat - künftige Sünder könnten aber mit bis zu 300.000 Euro bestraft werden.
Vorbildlich selbstkritisch hat sich die taz mit einer Affäre im eigenen Haus beschäftigt: Vor einem Jahr wurde ein Mitarbeiter erwischt, der seine Kollegen mit einem Keylogger ausspioniert hat. Das verunsicherte die gesamte Redaktion.
Opposition und Netzaktivisten kritisieren das neue Telemediengesetz, weil es privaten Hotspot-Betreibern keinen Schutz vor Abmahnungen bietet. Das wäre aber auch mit keiner anderen Formulierung möglich.
Die US-Bundespolizei FBI will Informationen aus Tätowierungen mit Hilfe eines Algorithmus automatisiert auswerten. Damit sollen Ermittlungen vereinfacht werden. Aktivisten beklagen Eingriffe in die Meinungs- und Religionsfreiheit.
Der Bundestag hat nach langer Diskussion die Novelle des Telemediengesetzes beschlossen, mit dem die Störerhaftung für WLAN-Betreiber endgültig fallen soll. Die Opposition und andere Kritiker sind aber noch nicht überzeugt.
Weg mit Privatsphäre im Netz: Die Entwickler der russischen Gesichtserkennungs-App versprechen traumhafte Erkennungsquoten und neue Anwendungen. Russische Sicherheitsbehörden sollen sich schon für die App interessieren. Wir haben sie ausprobiert.
Der NSA-Ausschuss des Bundestags hat eine Woche lang die US-Hauptstadt besucht. Dort interessiert man sich derzeit vor allem für Donald Trump und nicht mehr für die NSA und Edward Snowden. Was sich aber ändern könnte.
Die Bundesnetzagentur hat die Anforderungen für die Sicherheit der Vorratsdaten vorgelegt. Telekomfirmen müssen demnach einen sehr hohen Aufwand für den Datenschutz betreiben.
Schnelles Abbremsen vor der Radarfalle soll Autofahrer bald nicht mehr vor Bußgeldern schützen. Mit Section Control kann auf einer Strecke gemessen werden, ob der Fahrer im Durchschnitt zu schnell war. Dazu gibt es bald einen Pilotversuch in Deutschland.
Über Code-Schnipsel wie den Like-Button sammelt Facebook auch Informationen über Nutzer, die das soziale Netzwerk nicht benutzen. Künftig werden diese Daten für Werbung genutzt. Das Unternehmen verspricht dabei aber bessere Werbung für alle.
Apples Sprachassistent Siri lauscht permanent auf Nutzeraufrufe. Deutschlands oberste Datenschützerin warnt daher vor einer "theoretischen Rund-um-die-Uhr-Überwachung".
Was unverdächtig nach einem USB-Ladegerät aussieht, verbirgt eine ausgefeilte Spionagetechnik mit einem Arduino. Nun warnt das FBI vor dem Datendieb, den ein "White Hat" vor mehr als einem Jahr entwickelt hat.
Nach dem Aus des Safe-Harbor-Abkommens hatten US-Firmen schnell eine Alternative gefunden. Nun könnte Facebooks Datentransfer in die USA erneut vom EuGH geprüft werden.
Dürfen französische Datenschützer weltweit vorschreiben, welche Links von Suchmaschinen angezeigt werden? Nach Ansicht von Google könnte dadurch der Zugang zu legalen Informationen überall erschwert werden.
IT-Sicherheitsforscher haben eine Million Webseiten untersucht: Das Geschäft mit der Erfassung der Nutzer konzentriert sich auf wenige Dienste - obwohl es 81.000 Tracking-Dienste gibt.
Wer über eine rote Ampel fährt, muss damit rechnen, mit einem Dashcam-Video eifriger Mitbürger überführt zu werden. Das ist laut Oberlandesgericht Stuttgart zulässig. Der Deutsche Anwaltverein protestiert.
Wissenschaftler aus Dänemark haben Profile von rund 70.000 OKCupid-Nutzern analysiert und veröffentlicht. Den beteiligten Herren ist ein Ethik-Seminar dringend zu empfehlen.