Abo
  • IT-Karriere:

Datenschutz: Ich weiß, dass du bei Tinder bist

Nach dem Hack von Ashley Madison mussten sich zahlreiche Nutzer vor ihren Partnern für die Nutzung der Seite rechtfertigen. Jetzt könnte Tinder-Nutzern Ähnliches passieren - ganz ohne Hack. Der Entwickler gibt hehre Motive an.

Artikel veröffentlicht am ,
Swipebuster soll Tinder-Nutzer ausfindig machen - und will zum Selbstdatenschutz erziehen.
Swipebuster soll Tinder-Nutzer ausfindig machen - und will zum Selbstdatenschutz erziehen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Ein neuer Dienst mit dem Namen Swipebuster ermöglicht es Nutzern festzustellen, ob bestimmte Bekannte bei der Dating-App Tinder unterwegs sind. Der Dienst ist kostenpflichtig und basiert auf der offiziellen Tinder-API. Tinder selbst hat mit der Anwendung offenbar keine Probleme - alle abgerufenen Daten seien öffentliche Informationen.

Stellenmarkt
  1. über unternehmensberatung monika gräter, Raum Mühldorf / Inn
  2. M-net Telekommunikations GmbH, München

Wer Swipebuster nutzen möchte, muss rund 5 US-Dollar pro Anwendung bezahlen. Um eine möglichst genaue Abfrage zu starten, soll der Vorname und das Alter der Person eingegeben werden. Außerdem soll der letzte vermutete Ort eingeben werden, an dem die Person die Dating-App genutzt hat. Tinder nutzt den GPS-Standort der Nutzer, um mögliche Partner in der Nähe zu finden.

Sind alle Daten eingegeben, sucht das Programm passende Nutzer heraus, über das Foto kann dann die gesuchte Person ausgewählt werden. Nutzer von Swipebuster können dann sehen, wann Tinder das letzte Mal verwendet wurde und ob nach Männer- oder Frauenbekanntschaften gesucht wird.

Zweifelhafte Begründung

Dem Entwickler der App geht es nach eigenen Angaben nicht darum, dass Partner mögliche Fremdgeher identifizieren können. Vielmehr wolle er auf übermäßiges Teilen privater Daten aufmerksam machen, sagte er Vanity Fair. Das Geschäftsmodell mit der Eifersucht dürfte ihm trotzdem gefallen. Die Identität des Entwicklers ist derzeit nicht bekannt, er selbst möchte anonym bleiben.

Tinder selbst kommentierte die App unaufgeregt: "Durchsuchbare Informationen auf der Webseite sind öffentliche Informationen, die Tinder-Nutzer auf ihrem Profil einstellen. Wenn sie herausfinden wollen, wer auf Tinder ist, empfehlen wir, das Geld zu sparen und unsere kostenlose App herunterzuladen."

Swipebuster nutzt die offizielle API von Tinder. Es handelt sich also weder um einen Hack der Datenbank noch wurden Techniken wie Screen-Scraping angewandt, um die Informationen zu extrahieren.

Ob ein kostenpflichtiger Dienst in Bezug auf eine Dating-App wirklich der beste Weg ist, Nutzer zu weniger Datenaustausch zu bewegen, darf bezweifelt werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,98€ (Bestpreis!)
  2. Code: PINATA3 (unter anderem Galaxy S10 für 599,90€ oder Nintendo Swtich für 269,99€)
  3. (u. a. Cyberpunk 2077, FIFA 20, Doom Eternal CE)

DieSchlange 06. Apr 2016

Da Tinder kein Freudenhaus ist solltest du unbesorgt sein. Und nach deiner Idee wärest du...

HiddenX 06. Apr 2016

Der Entwickler kann sich sicherlich über einen hübschen Geldeingang auf seinem Konto freuen.

Der Held vom... 06. Apr 2016

Vergleichen mit anderer "Bildungssoftware" ist das doch ein Schnäppchen angesichts...

Cologne_Muc 06. Apr 2016

Die Github-Projekte (erste Treffer bei Google nach "Tinder API") plaudern doch eigentlich...


Folgen Sie uns
       


Linux für Gaming installieren - Tutorial

Die Linux-Distribution Manjaro eignet sich gut für Spiele - wir erklären im Video wie man sie installiert.

Linux für Gaming installieren - Tutorial Video aufrufen
5G-Report: Nicht jedes Land braucht zur Frequenzvergabe Auktionen
5G-Report
Nicht jedes Land braucht zur Frequenzvergabe Auktionen

Die umstrittene Versteigerung von 5G-Frequenzen durch die Bundesnetzagentur ist zu Ende. Die Debatte darüber, wie Funkspektrum verteilt werden soll, geht weiter. Wir haben uns die Praxis in anderen Ländern angeschaut.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. AT&T Testnutzer in 5G-Netzwerk misst 1,7 GBit/s
  2. Netzausbau Städtebund-Chef will 5G-Antennen auf Kindergärten
  3. SK Telecom Deutsche Telekom will selbst 5G-Ausrüstung entwickeln

Wolfenstein Youngblood angespielt: Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?
Wolfenstein Youngblood angespielt
"Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?"

E3 2019 Der erste Kill ist der schwerste: In Wolfenstein Youngblood kämpfen die beiden Töchter von B.J. Blazkowicz gegen Nazis. Golem.de hat sich mit Jess und Soph durch einen Zeppelin über dem belagerten Paris gekämpft.
Von Peter Steinlechner


    Ocean Discovery X Prize: Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee
    Ocean Discovery X Prize
    Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

    Öffentliche Vergaberichtlinien und agile Arbeitsweise: Die Teilnahme am Ocean Discovery X Prize war nicht einfach für die Forscher des Fraunhofer Instituts IOSB. Deren autonome Tauchroboter zur Tiefseekartierung schafften es unter die besten fünf weltweit.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. JAB Code Bunter Barcode gegen Fälschungen

      •  /