Abo
  • Services:

Datenschutzpanne: Karnevalisten werfen mit Patientenakten um sich

Kamelle! Konfetti! Patientendaten! Im thüringischen Dermbach hat die Konfettikanone offenbar Patientenakten auf die feiernden Karnevalisten verteilt. Jetzt untersuchen Datenschützer den Vorfall.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Beim Karneval in Thüringen wurden Patientendaten in die Menge geworfen.
Beim Karneval in Thüringen wurden Patientendaten in die Menge geworfen. (Bild: Stacy Revere/Getty Images)

Beim Karneval fliegt normalerweise eine wilde Auswahl verschiedener Bonbons und Süßigkeiten in die Menge. Doch bei den Feierlichkeiten in dem Ort Dermbach wurden offenbar zerschredderte Patientenakten eines Krankenhauses vom Wagen geworfen.

Stellenmarkt
  1. Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg
  2. RIEDEL Communications GmbH & Co. KG, Wuppertal

Bemerkt hatte das eine Anwohnerin, als sie nach dem Ende des Karnevalsumzuges die Straße fegte, und ihr auffiel, dass viele der Papierschnipsel bedruckt waren - eins davon mit dem Namen ihrer Schwester. Der thüringische Landesdatenschutzbeauftragte Lutz Hasse bestätigte der Deutschen Presseagentur (dpa) den Vorfall. Er sagte, dass die Papierschnipsel nicht fachgerecht zerkleinert waren - und daher auch persönliche Daten wie Namen, Adressen und Telefonnummern zu lesen seien.

Die Akten stammen wohl aus einer Außenstelle des Klinikums Bad Salzungen. In einer Erklärung schreibt die Klinik, "dass unter Missachtung der Vorschriften patientenbezogene Papiere nicht ordnungsgemäß entsorgt wurden". Die Akten seien nicht auf die erforderliche Größe geschreddert worden. Die Klinik hatte den Landesdatenschutzbeauftragten nach eigenen Angaben "umgehend" informiert. Unregelmäßigkeiten im eigenen Haus soll es aber nicht geben - Mitarbeiter des Datenschutzbeauftragten untersuchen die Lage jetzt vor Ort.

Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben nicht - derzeit läge keine Strafanzeige vor, sagte ein Sprecher der Landespolizeiinspektion Suhl der dpa. Es ist nicht das erste Mal, dass in Thüringen vertrauliche Patientenakten an die Öffentlichkeit gelangen. Im Jahr 2013 wurde ein "wildes Aktenlager" in der Stadt Immelborn entdeckt. Dort waren die Akten noch nicht einmal ein bisschen geschreddert.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. DOOM 7,99€, Lords of the Fallen - Game of the Year Edition 3,99€, Dawn of War III 16...
  2. 864,99€ mit Gutschein: Z650 (Vergleichspreis 964,98€)
  3. 199€ für Prime-Mitglieder
  4. (u. a. B360-Pro Gaming WiFi für 96,89€ statt 112,99€ im Vergleich und X470-Plus Gaming für...

plutoniumsulfat 12. Feb 2016

Und? Warum soll ich Name, Anschrift und Telefonnummer öffentlich machen?

MrTuscani 12. Feb 2016

Erinnert mich an den Fall 9/11 wo unter tausenden Tonnen Schutt, Schrott und Splittern...

MrTuscani 12. Feb 2016

Oder es wurde trotz "paperlosen Büro" ein Ausdruck gemacht, weil man es so besser "lesen...

Peter Brülls 11. Feb 2016

Du begehst einen Interpretationsfehler. Der Name und und Nummer tauchen auf Akten gerne...

TrollNo1 11. Feb 2016

das Konfetti dann aus Telefonbüchern machen. Gleiche Schnipsel, aber kein Medienrummel ;)


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut das Labo-Haus - Timelapse

Wir haben uns beim Aufbau vom Nintendo-Labo-Haus gefilmt und die Eindrücke im Timelapse gesichert.

Golem.de baut das Labo-Haus - Timelapse Video aufrufen
Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
Wonder Workshop Cue im Test
Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
Ein Test von Alexander Merz


    Projektoren im Vergleichstest: 4K-Beamer für unter 2K Euro
    Projektoren im Vergleichstest
    4K-Beamer für unter 2K Euro

    Bildschirme mit UHD- und 4K-Auflösung sind in den vergangenen Jahren immer preiswerter geworden. Seit 2017 gibt es den Trend zu hoher Pixelzahl und niedrigem Preis auch bei Projektoren. Wir haben vier von ihnen getestet und stellen am Ende die Sinnfrage.
    Ein Test von Martin Wolf

    1. Sony MP-CD1 Taschenbeamer mit Akku und USB-C-Stromversorgung
    2. Mirraviz Multiview Splitscreen-Games spielen ohne die Möglichkeit, zu schummeln
    3. Sony LSPX-A1 30.000-Dollar-Beamer strahlt 80 Zoll aus 0 cm Entfernung

    Leserumfrage: Wie sollen wir Golem.de erweitern?
    Leserumfrage
    Wie sollen wir Golem.de erweitern?

    In unserer ersten Umfrage haben wir erfahren, dass Sie grundlegend mit uns zufrieden sind. Nun möchten wir wissen: Was können wir noch besser machen? Und welche Zusatzangebote wünschen Sie sich?

    1. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
    2. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?
    3. Jahresrückblick 2017 Das Jahr der 20 Jahre

      •  /