Abo
  • Services:

Silk-Road-Verfahren: Tor-Nutzer können keine Privatsphäre erwarten

Tor-Nutzer geben ihre IP freiwillig an das Netzwerk und können daher keine Privatsphäre erwarten - so argumentiert der Richter im Prozess gegen einen mutmaßlichen Mitarbeiter des illegalen Marktplatzes Silk Road.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Forschung der Carnegie-Mellon-Universität wurde offenbar vom Verteidigungsministerium bezahlt.
Die Forschung der Carnegie-Mellon-Universität wurde offenbar vom Verteidigungsministerium bezahlt. (Bild: Piotrus/CC-BY 3.0)

Im Gerichtsverfahren um den mutmaßlichen Silk-Road-Mitarbeiter Brian Farell sind weitere Details über die Ermittlungen zu dem illegalen Marktplatz bekanntgeworden. Der Richter hat außerdem seine Einschätzung zur Privatsphäre im Tor-Netzwerk abgegeben - und damit in den Augen des Tor-Netzwerks völliges Unwissen bewiesen.

Inhalt:
  1. Silk-Road-Verfahren: Tor-Nutzer können keine Privatsphäre erwarten
  2. Richter: Tor-Nutzer können keine Privatsphäre erwarten

Farells Anwalt hatte während des Verfahrens einen Antrag gestellt, um herauszufinden, wie genau das FBI an Informationen über seinen Mandanten gekommen war.

Bereits im vergangenen November war bekanntgeworden, dass eine US-Uni dem FBI bei den Ermittlungen geholfen hatte. Durch die Reaktion des Gerichts auf den Antrag des Anwalts ist jetzt bestätigt, um welche Universität es sich handelte: die Carnegie-Mellon-Universität (CMU) in Pittsburgh.

Die Universität, die auch ein Computer Emergency Response Team (CERT) betreibt, hatte während ihrer Forschungen zur Deanonymisierung von Tor-Nutzern verdächtige IP-Adressen entdeckt und daraufhin eine strafbewehrte rechtliche Anordnung (Subpoena, nach US-Recht) bekommen, diese Informationen mit den Ermittlungsbehörden zu teilen.

Unklar ist, wie das FBI von der Forschung erfuhr

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Regensburg
  2. Basler Versicherungen, Bad Homburg

Unklar ist weiterhin, wie die Ermittlungsbehörden überhaupt von der Entdeckung Kenntnis bekamen. Eine Sprecherin des FBI sagte Motherboard: "Zu dieser Frage müssen sie die Carnegie-Mellon-Universität befragen. Wenn diese Information überhaupt herausgegeben wird, dann möglicherweise von der Universität selbst."

Zunächst war spekuliert worden, dass das FBI selbst die Forschung finanziert hatte. Das Tor-Projekt hatte behauptet, die Ermittlungsbehörde habe dafür eine Million US-Dollar bezahlt. Die jetzt vorgelegten Dokumente belegen aber, dass das nicht stimmt. Die Forschung wurde vom US-Verteidigungsministerium in Auftrag gegeben. Wie viel Geld das Ministerium dafür bezahlt hat, ist nicht klar.

Richter: Tor-Nutzer können keine Privatsphäre erwarten 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. (-74%) 7,77€

CraWler 27. Feb 2016

Selbst dann wäre es denkbar das die Exit nodes dennoch nicht sicher sind (NSA SIGINT...

deos 26. Feb 2016

dann hätten wir nur noch masochisten in der regierung die uns absichtlich kaputt...

felyyy 26. Feb 2016

Sprecht euch ruhig aus.

timo.w.strauss 26. Feb 2016

der richter ist alt und fürchtet um seine pension. alles was die in den usa machen, dient...


Folgen Sie uns
       


Alt gegen neu - Model M im Test

Das US-Unternehmen Unicomp bietet Tastaturen mit Buckling-Spring-Schalter an - so wie sie einst bei IBMs Model-M-Modellen verwendet wurden. Die Kunststoffteile sind zwar nicht so hochwertig wie die des Originals, die neuen Model Ms sind aber dennoch sehr gute Tastaturen.

Alt gegen neu - Model M im Test Video aufrufen
Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Parker Solar Probe Sonnen-Sonde der Nasa erfolgreich gestartet
  2. Parker Solar Probe Nasa verschiebt Start seiner Sonnen-Sonde
  3. Raumfahrt Die neuen Astronauten für SpaceX und Boeing

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektroautos Daimler-Betriebsrat will Akkuzellen aus Europa
  2. Elektromobilität Elektrisches Surfboard Rävik flitzt übers Wasser
  3. Elektromobilität UPS lässt sich von Thor neuen E-Truck bauen

    •  /