Die Autokonzerne haben die zentrale Bedeutung des Themas IT-Sicherheit erkannt. Das Szenario einer Ransomware-Attacke zeigt jedoch, wie schwer alle Schwachstellen zu beheben sind.
Kriminelle nutzen Sicherheitslücken in IoT-Geräten zum Aufbau eines großen Botnetzes aus. Dabei verwendet der Bot Code von Mirai, unterscheidet sich jedoch von seinem prominenten Vorgänger.
Er stimmte im Bundestag gegen die Vorratsdatenspeicherung und den Bundestrojaner. Nun soll der niedersächsische SPD-Politiker Lars Klingbeil an die Spitze des Willy-Brandt-Hauses rücken.
Golem-Wochenrückblick Kaspersky gerät zwischen die Fronten, Microsoft distanziert sich von seinem mobilen Betriebssystem und wir ärgern uns mit APFS herum - obwohl wir MacOS High Sierra im Test eigentlich gut finden. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Die Webseite Pornhub hat in den vergangenen Monaten bösartige Werbeanzeigen verteilt, die Nutzer zu einem Browserupdate aufforderten. Wer der Aufforderung nachkam, installierte sich weitere Adfraud-Malware. Deutsche Nutzer waren wohl nicht betroffen.
Über neun Jahre lang jagten das FBI und Symantec eine kriminelle Gruppe, die gefälschte Auktionen durchführte und mit einem Botnetz Kryptomining betrieb. Erst im vergangenen Jahr konnten die mutmaßlichen Hintermänner verhaftet werden.
MacOS mit Apple-PFuSch? Wenn es um das neue Dateisystem APFS geht, hat Apple zwar etwas Robustes abgeliefert, doch das Drumherum stimmt überhaupt nicht, wie ausführliche Tests gezeigt haben. Ansonsten gibt es für Endanwender in MacOS 10.13 alias High Sierra nicht viel zu sehen, was aber gar nicht so schlecht ist.
63Kommentare/Ein Test von Andreas Sebayang,Hauke Gierow
5G-Mobilfunk mit sehr viel höheren Datenraten und sehr niedriger Latenzzeit steht kurz bevor. Doch ist dafür wirklich ein ganzer Wald neuer Antennen nötig?
Erkenntnisse israelischer Geheimdienstkreise sollen hinter der Kaspersky-Blockade in den USA stecken. Die Geheimdienste des Landes sollen russische Dienste in den Servern von Kaspersky gefunden haben.
Aus Angst vor Spionage will die Sicherheitsfirma Symantec nach Angaben ihres CEO keine Regierungen mehr in den eigenen Code schauen lassen. Anlass war offenbar eine Anfrage der russischen Regierung.
Eine Sicherheitslücke in Outlook hat zur Folge, dass per S/MIME verschlüsselte Mails auch im Klartext mitgesendet werden. Microsoft hat den Fehler am Patchday behoben.
Während die Grünen auf Bundesebene gegen den Einsatz von Staatstrojanern wettern, hat die hessische Landespartei damit kein Problem. Die Frage der Umsetzung wird einfach ausgeblendet.
Virus Bulletin 2017 Einen Hack bis zu seinem Ursprung zurückzuverfolgen, gilt im IT-Sicherheitsbereich als schwieriges Geschäft. Neue Forschungen von Kaspersky zeigen, dass die Situation noch verfahrener ist, als bislang angenommen.
Das hat lange gedauert: Nach vier Jahren Untersuchungen hat sich die Bundesanwaltschaft entschieden, nicht gegen die Geheimdienste NSA und GCHQ zu ermitteln.
Erstmals müssen alle Chefs der deutschen Nachrichtendienste öffentlich dem Bundestag Rede und Antwort stehen. Sie nutzten die Gelegenheit weidlich, um ihre Überwachungswünsche loszuwerden.
Kaspersky hat seinen kostenfreien Virenscanner für Deutschland freigegeben. Die Software hat einige Beschränkungen, soll Nutzer aber nicht ausspionieren oder tracken.
Virus Bulletin 2017 Die Malware in einer Ccleaner-Version hatte mindestens drei Stufen - von der ersten waren 1,65 Millionen Personen betroffen. Wer ein 64-Bit-Windows nutzt, soll allerdings nichts zu befürchten haben.
Eine erheblich höhere Datenrate als LTE und eine bessere Latenzzeit bringt die Non-Stand Alone 5G-Technologie. Wenn alles wie geplant verläuft, geht es 2019 los.
Um gegen nordkoreanische Hackerangriffe vorzugehen, soll US-Präsident Donald Trump Denial-of-Service-Angriffe auf die Infrastruktur des dortigen Geheimdienstes befohlen haben. Die Staatschefs beider Länder beleidigen sich derweil in verschiedensten Foren.
Weil das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Angst vor Spionage hat, wirft es alle Cisco-Router raus. Doch wer IT-Produkte nur nach ihrem Herkunftsland bewertet, macht es sich zu leicht.
Ungeschützte IoT-Kameras gehören zu den großen Problemen bei der IT-Sicherheit. Aus den Vorfällen der vergangenen Monate scheinen einige Hersteller jedoch nicht viel gelernt zu haben.
Private Schlüssel von Cloudflare-Kunden sollen künftig nur noch in bestimmten Regionen gespeichert werden - wenn die Nutzer das wollen. Außerdem soll es beim DDoS-Schutz keine Begrenzungen mehr geben.
Die Redboot-Ransomware überschreibt den MBR, die Partitionstabelle - und hat offenbar keine Möglichkeit, die verschlüsselten Dateien jemals wiederherzustellen. Selbst, wenn die Opfer zahlen würden.
Der Sicherheitsforscher Patrick Wardle hat demonstriert, dass Apples Keychain unter MacOS mit einer App komplett ausgelesen werden kann. Diese muss aber zunächst an Apples Gatekeeper vorbei.
Noch im vierten Quartal sollen die 300 Mitarbeiter von Gigya zu SAP wechseln. Das Unternehmen entwickelt eine Business-to-Consumer-Plattform. In der Vergangenheit wurde die damals unsichere Software von Hackern ausgenutzt.
Update Der Bundestagswahlkampf ist von der Debatte über die Flüchtlingspolitik dominiert worden. Die Netzpolitik dürfte jedoch profitieren, sollte es zu einer Jamaika-Koalition kommen. Wenn da nicht die CSU wäre.
Golem-Wochenrückblick Malware für Spionage, Sicherheitslücken im Wahlkampf und Flaschenhälse im abendlichen Breitband machen uns zu schaffen. Dazu kommen verlorene Apps unter iOS 11 und die Unfähigkeit, Parklücken zu erkennen. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Nach wie vor wollen Behörden Stärke demonstrieren, können ihren Staatstrojaner aber immer noch nicht einsetzen. Eine neue Version soll Abhilfe schaffen, Zitis soll sich künftig um die Abwägung bekannter Sicherheitslücken kümmern.
Angriffe auf die IT-Infrastruktur sind teuer: Nach Maersk hat auch das Logistikunternehmen TNT einen erheblichen Verlust durch NotPetya bekannt gegeben. Die Reparatur aller Systeme soll bis Ende September abgeschlossen werden.
Cisco widerspricht Avast: Die zweite Stufe der mit Ccleaner verteilten Malware sei sehr wohl aktiviert worden. Angeblich sollen die Macher der Kampagne es auf Betriebsgeheimnisse großer Techfirmen abgesehen haben.
Update So hatten sich Nutzer die Optimierung des PCs sicher nicht vorgestellt: Eine Version von Ccleaner wurde für rund einen Monat mit Malware ausgeliefert.
Heimliches Monero Mining per Javascript: Die Macher der Torrent-Seite The Pirate Bay wollten offenbar feststellen, ob sie damit nennenswert Geld verdienen können. Viele Nutzer zeigten sich allerdings verärgert, weil keine Zustimmung eingeholt wurde.
Im Python-Paketrepository PyPi wurden verschiedene Pakete entdeckt, deren Namen existierenden Paketen ähneln und die eine Verbindung zu einem chinesischen Server aufbauen. Auf das grundlegende Problem wurde schon 2016 hingewiesen, doch die PyPi-Maintainer reagierten nicht auf Warnungen.
Protektionismus? Die USA verbieten den Einsatz von Kaspersky-Produkten auf allen Computern von Bundesbehörden. Aus Gründen der "nationalen Sicherheit", wie Trumps Heimatschutzministerin Elaine Duke sagt.
Ein verseuchtes Word-Dokument oder eine Spam-E-Mail zu öffnen reicht, um einen aktuellen Exploit in .Net zu triggern. Die Sicherheitslücke soll bereits genutzt worden sein, um Finfisher-Staatstrojaner zu verteilen.
Der Chef der neuen Behörde Zitis betrachtet IT-Sicherheit vor allem als ein Managementproblem. Seine Codeknacker sollen Verschlüsselung zwar brechen, aber Kommunikation nicht unsicher machen. Bevor er bei Zitis anfing, arbeitete er 25 Jahre lang für den Bundesnachrichtendienst.
Die Moto-G4-Smartphones von Lenovo vertragen sich nicht mit Googles Play-Protect-Dienst. Ist dieser eingeschaltet, versagen die Bluetooth-Funktionen der Geräte.
Mit dem Fall Creators Update wird auch Windows Defender ATP besser - zugunsten des Sicherheitsadmins. Alerts werden in einer zentralen Ansicht dargestellt und Security-Stack-Werte können in einem Dashboard angezeigt werden.
Windparks machen einen professionellen Eindruck, doch bei der IT-Sicherheit hapert es leider. Recherchen von Internetwache.org und Golem.de zeigen eine Menge Schwachstellen und ein Chaos bei der Zuständigkeit.
58Kommentare/Von Sebastian Neef,Tim Philipp Schäfers
Update Ein Startup möchte Hotelkunden weltweit zu einem praktischen Begleiter verhelfen, der den Urlaub mit organisiert sowie kostenfreien Internetzugang und Telefonate ermöglicht. Viele Modelle sind leider unsicher. In Deutschland soll bald eine neue Version der Geräte erscheinen.
Weil das Unternehmen Adware auf den Rechnern der Nutzer installiert hat, muss Lenovo eine Strafe zahlen und 20 Jahre lang ein umfangreiches Sicherheitsprogramm für vorinstallierte Software nachweisen.
Ein Bug in der IP-Telefonielösung Asterisk ermöglicht Angreifern, Telefonate mitzuhören. Das Problem liegt in der zugrundeliegenden RTP-Implementierung. Ein erster Patch ist da, aber noch fehlerhaft.
Bei der US-Kommunikationsbehörde FCC können Nutzer über eine API Stellungnahmen hochladen. Das Problem: Mit dem richtigen API-Schlüssel konnten dort beliebige Dokumente hochgeladen werden, so dass Angreifer den Regierungsserver für Malware- und Phishing-Kampagnen nutzen können.
Ein 29-jähriger Brite ist in sein Heimatland überstellt worden. Zuvor war der Mann in Deutschland wegen des Angriffs auf Router der Telekom verurteilt worden, in seiner Heimat drohen ihm vermutlich härtere Strafen als in Deutschland.
Peinlicher Fehler bei Essential: Eine falsch konfigurierte Mailingliste führte dazu, dass zahlreiche private Daten von Kunden mit anderen Kunden geteilt wurden. Das Unternehmen hat sich entschuldigt. Nach wie vor warten viele Kunden auf vorbestellte Smartphones.
Bei der IT-Sicherheit setzen die Unionsparteien auf eine verstärkte Überwachung des Darknets - durch "Internetpolizisten". Die SPD will die Rolle des BSI reformieren und Haftung für Sicherheitslücken. Nach dem Willen der Linkspartei gehört das BND-Gesetz abgeschafft, die Grünen wollen mehr Prävention.
Mit Appdefense will VMware eine eigenständige Sicherheitslösung anbieten. VMwares ESX-Hypervisor soll künftig die darauf laufenden virtuellen Maschinen überwachen. Werden Anomalien entdeckt, wird der Systemadministrator alarmiert oder die betroffene VM einfach automatisch ausgeschaltet.