Abo
  • Services:

Phishing: Schadsoftware versteckt sich in E-Mails von Freunden

Angreifer verbreiten mit einer besonders schwer erkennbaren Phishing-Methode Malware: Sie hacken E-Mail-Konten und klinken sich dann in bestehende Konversationen ein - Nutzer müssen genau hinsehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die besten Phisher sehen unverdächtig aus.
Die besten Phisher sehen unverdächtig aus. (Bild: Tanti Ruwani/CC-BY 2.0)

Eine Antwort von einer Person, mit der man bereits E-Mail-Kontakt hatte, macht nicht gerade misstrauisch. Im Gegenteil, man wundert sich nicht über die Mail, rechnet möglicherweise mit ihr oder erwartet sie bereits sehnsüchtig. Das nutzt eine neue Phishing-Methode aus, die von der Sicherheitsfirma Trend Micro entdeckt wurde: Über gehackte Benutzerkonten werden E-Mails beantwortet - mit Schadsoftware im Anhang.

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel, Hamburg
  2. Badischer Verlag GmbH & Co. KG, Freiburg

Die E-Mails lassen sich kaum als Phishing erkennen: Durch das Versenden der E-Mails von gehackten Konten stimmen Absender und Mailserver überein. Selbst der Return Path und Reply-To-Header werden nicht gefälscht. Absender und Betreff sind dem Empfänger bekannt, da die E-Mail eine laufende Konversation fortführt oder wieder aufgreift. Selbst die Daten aus der Signatur des Absenders werden übernommen, obgleich sie etwas anders dargestellt werden.

In seltenen Fällen kann der Text die Mail als Phishing enttarnen, beispielsweise, wenn der Inhalt nicht zum restlichen Kontext der Mailkonversation passt oder ein Wechsel der Sprache etwa von einem Mailaustausch in französischer Sprache hin zu Englisch stattfindet.

Anhang enthält Schadsoftware Ursnif

Die recht kurzen Mails versuchen das potentielle Opfer mit einem Text wie "Good Morning, Please see attached, let me know if you have questions!" (Guten Morgen, bitte beachten Sie den Anhang, lassen Sie mir ihre Fragen zukommen!) zum Klick auf die Word-Datei im Anhang zu bewegen. Die Bezeichnung der Datei enthält häufig den Firmennamen des Empfängers und Schlagwörter wie Abrechnung oder Anfrage. Ein Öffnen des Anhangs startet die Installation der Schadsoftware Ursnif. Die Malware befällt Systeme, die mit Windows Vista oder aktueller betrieben werden. Betriebssysteme, deren Sprache Chinesisch oder Russisch ist, werden jedoch nicht angegriffen.

Die Schadsoftware Ursnif sammelt Systeminformationen, Zugangs- und Bankdaten der Betroffenen und leitet sie aus. Darunter fallen die installierten Anwendungen, Treiber, externe IP-Adresse, Zugangsdaten zu E-Mail-Konten, Cookies, Finanzdaten, Zertifkate und Videoaufnahmen des Bildschirminhaltes.

Die Phishing-Kampagne zielt vor allem auf den Bildungs-, Finanz- und Energiesektor in Nordamerika und Europa. Die Angriffe betreffen aber auch andere Branchen und den asiatischen und lateinamerikanischen Raum.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Komischer_Phreak 11. Okt 2018 / Themenstart

...gerne auch in diversen Chatprogrammen. Ohne ein konkretes Beispiel zu kennen würde...

Komischer_Phreak 11. Okt 2018 / Themenstart

Nope, das trifft nur bei regulärer Software zu (oder schlecht programmierten...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Shadow of the Tomb Raider - Golem.de live Teil 2

In Teil 2 des Livestreams zu Shadow of the Tomb Raider finden wir lustige Grafikfehler und der Chat trinkt zu viel Bier, kann Michael aber trotzdem bei einigen Rätseln helfen.

Shadow of the Tomb Raider - Golem.de live Teil 2 Video aufrufen
Norsepower: Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff
Norsepower
Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff

Der erste Test war erfolgreich: Das finnische Unternehmen Norsepower hat zwei weitere Schiffe mit Rotorsails ausgestattet. Der erste Neubau mit dem Windhilfsantrieb ist in Planung. Neue Regeln der Seeschifffahrtsorganisation könnten bewirken, dass künftig mehr Schiffe saubere Antriebe bekommen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Car2X Volkswagen will Ampeln zuhören
  2. Innotrans Die Schiene wird velosicher
  3. Logistiktram Frankfurt liefert Pakete mit Straßenbahn aus

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
    Life is Strange 2 im Test
    Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

    Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
    Von Peter Steinlechner

    1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

      •  /