Abo
  • Services:

Bloomberg legt nach: Spionagechips angeblich auch bei US-Provider

Nach Amazon und Apple sollen auch bei einem US-Provider chinesische Spionagechips gefunden worden sein. Unternehmen und staatliche Institutionen widersprechen. Die Bloomberg-Diskussion geht weiter.

Artikel veröffentlicht am ,
Ob sich hier wohl ein Spionagechip versteckt?
Ob sich hier wohl ein Spionagechip versteckt? (Bild: JohnMontor/CC0 1.0)

Erst letzte Woche titelte das US-Magazin Bloomberg mit einer Recherche zu chinesischen Spionagechips, die in Mainboards von Supermicro bei Apple und Amazon entdeckt wurden - und sorgte durch die anonymen Quellen und vehemente Dementis durch die genannten Firmen für reichlich Diskussionsstoff. Nun berichtet Bloomberg von einem weiteren Fund: Ein chinesischer Spionagechip soll auch in einem Server eines US-Providers gefunden worden sein. Die großen US-Provider betonen jedoch, dass bei ihnen keine derartigen Chips gefunden wurden.

Stellenmarkt
  1. IT des Bezirks Oberbayern GmbH, München
  2. GK Software SE, Berlin, Hamburg, Schöneck, St. Ingbert

Bloomberg beruft sich in seinem Bericht auf Yossi Appleboum, einer der CEOs der Firma Sepio. Dieser habe dem Magazin "Dokumente, Analysen und weitere Beweise" vorgelegt, dass seine auf Hardwaresicherheit spezialisierte Firma einen Spionagechip in einem Server eines US-Providers gefunden habe. Der Mikrochip sei in den Netzwerkanschluss des Servers integriert worden. Der Name des US-Providers wird jedoch nicht genannt, da Appleboum eine Verschwiegenheitsverpflichtung unterzeichnet habe. Ob Bloomberg den Namen des Providers kennt lässt der Artikel offen. Die vier größten US-Provider AT&T, Verizon, Sprint und T-Mobile betonen jedoch, dass sie nicht der Provider in der Bloomberg-Geschichte seien.

Appleboum habe solche Spionagechips bereits häufiger und bei verschiedenen Herstellern, die in China produzieren lassen, gesehen. In seinem Team habe man die Chips scherzhaft "alten Freund" genannt, da sie ihnen schon in unterschiedlichen Variationen begegnet seien.

Distanzierung und Verwunderung

Im ersten Beitrag zu chinesischen Spionagechips nannte Bloomberg ebenfalls eine Quelle namentlich: Joe Fitzpatrick. Dieser beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Hardwaresicherheit und wurde von Bloomberg zu den technischen Möglichkeiten solcher Spionagechips befragt. Fitzpatrick wundert sich, dass der Bloomberg-Artikel seinen Beschreibungen gegenüber den Autoren, wie so ein Hardwareangriff in der Theorie funktioniere, bis ins Detail gleicht.

Neben Apple, Amazon und Supermicro haben sich auch staatliche Institutionen von den Berichten distanziert: Das Department of Homeland Security und der britsche Geheimdienst GCHQ betonen keinen Zweifel an den Distanzierungen der Firmen zu haben.

Sollte derlei Chips tatsächlich so verbreitet sein, wie von Bloomberg beschrieben, müssten sich bald physische Hinweise oder gar Beweise für die Geschichte finden lassen. Anders lassen sich die Aussagen von Bloomberg durch die weiterhin dünne Quellenlage kaum überprüfen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-40%) 23,99€
  2. 44,99€ + USK-18-Versand
  3. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 05.10.)
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)

quakerIO 11. Okt 2018 / Themenstart

Genau..."America First" (Neutralität & transparenz macht nur alles kaputt)

schueppi 11. Okt 2018 / Themenstart

YMMD :)))

Prinzeumel 11. Okt 2018 / Themenstart

Genau das beispiel ddr sollte einen nicht entspannen lassen. Denn das die ddr am ende...

quakerIO 11. Okt 2018 / Themenstart

Ohne transparenz keine sicherheit oder? Wozu brauchen "wir" Intel ME chips? Was wäre wen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Reflections Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti)

Wir haben die Reflections Raytracing Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti und auf einer GTX 1080 Ti ablaufen lassen.

Reflections Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti) Video aufrufen
Assassin's Creed Odyssey im Test: Spektakel mit Spartiaten
Assassin's Creed Odyssey im Test
Spektakel mit Spartiaten

Inselwelt statt Sandwüste, Athen statt Alexandria und dazu der Krieg zwischen Hellas und Sparta: Odyssey schickt uns erneut in einen antiken Konflikt - und in das bislang mit Abstand schönste und abwechslungsreichste Assassin's Creed.
Von Peter Steinlechner

  1. Assassin's Creed Odyssey setzt CPU mit AVX-Unterstützung voraus
  2. Project Stream Google testet mit kostenlosem Assassin's Creed Odyssey
  3. Assassin's Creed angespielt Odyssey und der spartanische Supertritt

Kaufberatung: Der richtige smarte Lautsprecher
Kaufberatung
Der richtige smarte Lautsprecher

Der Markt für smarte Lautsprecher wird immer größer. Bei der Entscheidung für ein Gerät sind Kaufpreis und Klang wichtig, ebenso die Wahl für einen digitalen Assistenten: Alexa, Google Assistant oder Siri? Wir geben eine Übersicht.
Von Ingo Pakalski

  1. Amazon Alexa Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass
  2. Beosound 2 Bang & Olufsen bringt smarten Lautsprecher für 2.000 Euro
  3. Google und Amazon Markt für smarte Lautsprecher wächst weiter stark

Mobile-Games-Auslese: Bezahlbare Drachen und dicke Bären
Mobile-Games-Auslese
Bezahlbare Drachen und dicke Bären

Rundenbasierte Strategie auf dem Smartphone mit Chaos Reborn Adventure Fantasy von Nintendo in Dragalia Lost - und dicke Alpha-Bären: Die Mobile Games des Monats bieten spannende Unterhaltung für jeden Geschmack.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Städtebau und Lebenssimulation für unterwegs
  2. Mobile-Games-Auslese Barbaren und andere knuddelige Fantasyhelden
  3. Seismic Games Niantic kauft Entwickler von Marvel Strike Force

    •  /