Zwischen Farce und Realsatire: Die Vernehmung des früheren Telekom-Chefs Ricke durch den NSA-Ausschuss brachte zwar wenig Erkenntnisse zur Geheimdienstarbeit, war aber dennoch sehr aufschlussreich.
Ausgespähte Mitarbeiter von Mobilfunkanbietern und die Unterwanderung der Branchenvereinigung GSMA - die NSA lässt nichts unversucht, um sich Zugang zu Mobilfunknetzen zu verschaffen. Bis 2012 soll der Dienst Informationen über mehr als 700 Mobilfunknetzwerke gesammelt haben.
Update Zwei Serverräume hat der BND bei der Telekom in Frankfurt angemietet. Der zuständige Techniker erläuterte dem NSA-Ausschuss Details der Kooperation. Zudem soll es zweiten abgehörten Anbieter geben.
Hacker aus Nordkorea und eine gefährliche Malware: Im Netz kursieren allerlei Gerüchte über den jüngsten Hack auf Sonys Server. Einige sind schlicht falsch, andere nur Mutmaßungen. Ein erster Überblick.
Die organisierte Kriminalität geht mit der Zeit und macht sich die Digitalisierung der Gesellschaft zunutze. Die Behörden kommen nicht hinterher - und das nicht nur in technischer Hinsicht.
Die Kryptographie-Arbeitsgruppe der IETF will neue elliptische Kurven standardisieren. Curve25519 von Daniel Bernstein gilt als Favorit, doch Microsoft-Techniker sträuben sich dagegen.
Huawei hat im Auswärtigen Amt in Berlin einen Leitfaden für sichere Hardware vorgestellt. Mit dabei war das East West Institute (EWI) aus den USA. "Nichts vermuten, niemandem glauben, alles überprüfen", rät der Leitfaden.
Der Staat muss eine sichere und vertrauenswürdige Kommunikation seiner Bürger garantieren können. Dies fordert der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, und lehnt ein umstrittenes Supergrundrecht ab.
Microsoft Deutschland hat eine große Anzahl von Product Keys gesperrt, die zu Testversionen, Volumenlizenzen für Bildungseinrichtungen oder OEM-Lizenzen für Windows und Office gehören. Sie seien illegal gehandelt worden. Auch PC Fritz wird wieder genannt.
Hat Apple mit seinem Kopierschutz auf iPods Kunden und Konkurrenten geschadet? Diese Frage müssen Geschworene in einem Zivilprozess in den USA beantworten.
Die Predictive-Policing-Software PRECOBS soll auch in Berlin eingesetzt werden. In Bayern soll sie bereits erfolgreich getestet worden sein. Kritiker befürchten einen Missbrauch von Personendaten.
Teamviewer in Version 10 hat neue Werkzeuge zur Fernsteuerung und für Online-Meetings erhalten. Die Software ist für Windows, OS X, Linux, iOS, Android, Windows Phone und Blackberry erhältlich.
Eine chinesische Hackergruppe hat offenbar den Kopierschutz Denuvo ausgehebelt. Das System bewahrt bislang an Origin oder Steam geknüpfte Spiele wie Dragon Age Inquisition vor der Vervielfältigung, und soll möglicherweise auch bei der PC-Fassung von GTA 5 zum Einsatz kommen.
Schadet zu viel Datenschutz der digitalen Wirtschaft? EU-Digitalkommissar Oettinger und Infrastrukturminister Dobrindt gehen davon aus. Oettinger kritisiert aber auch die große Koalition für ihren schleppenden Breitbandausbau.
Incenser, Windstop oder Nigella: Die Codenamen der Geheimdienste erschweren einen Überblick über ihre Abhörmaßnahmen. Mit aktuellen Informationen lässt sich die Abhörkette nachbilden.
Der wegen mehrerer Betrugsdelikte mit Kreditkarten beschuldigte und in Deutschland inhaftierte Ercan F. wird vorerst nicht an die USA überstellt. Dies hat nach Medienberichten das Bundesverfassungsgericht entschieden, womit der Fall weiter in Deutschland verhandelt wird.
Intel will sich im Sicherheitsbereich besser aufstellen und übernimmt dafür den kanadischen Anbieter PasswordBox, der einen Passwortmanager mit Cloud-Anbindung und Apps für mobile Geräte und Plugins für Browser entwickelt hat. Wer will, kann sogar festlegen, was mit den Daten im Todesfall passiert.
Die aktuelle Firefox-Version bietet länderspezifische Veränderungen bei der Suche sowie einen eigenen WebRTC-Client namens Hello. Zudem ist SSLv3 abgeschaltet und ein aktueller Entwurf von HTTP/2 umgesetzt worden.
Update Die seit November kursierenden Mails mit Malware in Form von Dateianhängen an vermeintlichen Rechnungen der Telekom haben eine neue Qualität erreicht. Die Empfänger werden darin nun mit ihrem Vor- und Nachnamen angesprochen.
Die Liste der Systeme, auf denen Infocoms Interpreter für Textadventures läuft, ist um einen Eintrag länger. In Form eines FPGA gibt es den Interpreter nun auch auf einem Microchip.
Dem Bundesnachrichtendienst sollen bereits seit 2005 Hinweise vorliegen, dass US-Geheimdienste Deutschland ausspionieren wollten, berichtet der Spiegel. Ein US-Unternehmen habe hierzulande Überwachungsanlagen angeboten, die Aufzeichnungen an US-Geheimdienste weiterleiteten.
Device Fingerprinting im Browser soll nicht mehr ohne Wissen des Anwenders geschehen dürfen. Der Informationssammlung sollen Nutzer ebenso zustimmen müssen, wie es bei Cookies der Fall ist. Das empfiehlt die EU-Arbeitsgruppe Article 29.
Blackberry legt bei der Übernahme von Secusmart den Quellcode seines Betriebssystems dem BSI offen. Zudem verpflichtet sich das kanadische Unternehmen, Schwachstellen in Betriebssystemen der Bundesregierung zu melden.
Nur auf Druck des Bundeskanzleramts und mit juristischen Tricks erhielt der BND Zugriff auf ausländische Kommunikation in Deutschland. Der NSA-Ausschuss hält diese Praxis für problematisch.
Konsolen und Handhelds dürfen durch technische Maßnahmen vor der Verwendung von Schwarzkopien geschützt werden - selbst dann, wenn etwa eine Slot-1-Karte auch legal genutzt werden könnte.
Update Ein Fehler in der Speicherverwaltung des H.264-Plugins betrifft potentiell Firefox-Nutzer, da Mozilla dieses zwangsweise installiert. Cisco widerspricht dem. Besonders schwerwiegend ist der Fehler zwar nicht, er offenbart aber ein Problem in der Zusammenarbeit mit Cisco.
Immer bessere Verschlüsselungen machen es Ermittlern zunehmend schwer, Informationen von Smartphones abzurufen. Das US-Justizministerium macht sich ein jahrhundertealtes Gesetz zunutze, um die Hersteller zur Unterstützung zu zwingen.
Update Hersteller von Antivirensoftware halten das Tool Detekt für "schlecht gemacht". Von den ursprünglich acht Staatstrojanern werden wegen vieler Fehlalarme nur noch zwei gesucht.
Vorabcheck beim EuGH: Das Gericht soll nach dem Willen des EU-Parlaments prüfen, ob der geplante Austausch der Fluggastdaten mit Kanada rechtens ist. Dies könnte Signalwirkung für andere Abkommen haben.
Update Notwendiger Schutz oder reine Schikane? Mit ihrem Verhalten im NSA-Ausschuss hat die Regierung selbst ihre eigenen Mitarbeiter düpiert. Die Abgeordneten wollen das "perfide Vorgehen" nicht hinnehmen.
Die neu bekannt gewordene Cyberwaffe Regin ist von der NSA und ihren britischen Freunden GCHQ in Europa für Angriffe eingesetzt worden. Das Magazin The Intercept hat den Code von Regin online gestellt.
Wirtschaftsminister Gabriel will den Export von Spähsoftware auf EU-Ebene einschränken. Erste Firmen suchen aber schon Wege, um der Exportkontrolle zu entgehen.
Mehr als andere Nationen bewegt die NSA-Affäre die Deutschen, nirgends sonst ist das Vertrauen in die Sicherheit der Daten so gering. Doch Konsequenzen ziehen nur die wenigsten daraus.
Regin kann Admin-Passwörter für Mobilfunk-Netzwerke auslesen und so Basisstationen angreifen. Zudem kann es wohl Geheimdienstschnittstellen nutzen. Die Cyberwaffe kam auch in Deutschland zum Einsatz.
Das Tool Less wird unter Linux oft benutzt, um in Verbindung mit anderen Tools etwa Dateien zu öffnen. Damit würden viele Fehler und Sicherheitslücken provoziert, meint ein profilierter Hacker.
Das schwerste Sicherheitsproblem seit 2009: Über manipulierte Kommentare könnten Angreifer eine Wordpress-Installation übernehmen. Millionen von Seiten sind weltweit gefährdet.
Sicherheitsexperten haben einen Trojaner entdeckt, der ähnlich wie der Computerwurm Stuxnet agiert und über Jahre Ziele in der Industrie ausgespäht haben soll. Wer hinter der Malware steckt, ist bislang unklar.
Das mutmaßliche Abhören des Mobiltelefons von Kanzlerin Merkel bleibt straffrei: Die Bundesanwaltschaft will das Ermittlungsverfahren gegen den US-Geheimdienst NSA einstellen.
Textsecure-Nutzer werden auch künftig nicht mit Whatsapp-Anwendern kommunizieren können. Textsecure soll als eigenständiges Produkt bestehen bleiben. Eine weitere Zusammenarbeit soll es dennoch geben.
Zugriff auf persönliche Daten und Kreditkartendaten hat sich angeblich eine Hackergruppe verschafft. Sie will damit gegen unsichere Systeme protestieren - und maßgeblich an einigen der größten Hacks- und DDoS-Angriffen der letzten Zeit beteiligt sein.
Das Geschäft mit Überwachungssoftware floriert. Das wollen Datenschützer ändern: Mit dem Tool Detekt sollen Nutzer herausfinden können, ob ihre Rechner infiziert sind.
Das BSI hat Zweifel daran, ob der britische Vodafone-Konzern nicht Kundendaten aus Deutschland an ausländische Geheimdienste weitergibt. Eine Selbstauskunft Vodafones sei nicht eindeutig gewesen.
In einem Gespräch mit Wired bemüht sich Präsident Obamas Chef der Cybersecurity, Michael Daniel, das Bild der Geheimdienste zu verbessern. Diese würden Sicherheitslücken nicht in großer Zahl sammeln, sondern oft melden. An Transparenz darüber haben die Dienste aber kein Interesse.
Ein populäres jQuery-Plugin liefert Code mit einer Cross-Site-Scripting-Lücke aus. Der verwundbare Code stammt ursprünglich von einem Beispielskript für Captchas, das auf sehr vielen Webseiten zu finden ist.
Wer einen Windows-Server betreibt, sollte dringend von Hand nach Updates suchen: In allen unterstützten Versionen gibt es eine Lücke, durch die sich Systeme bis zum Domänencontroller übernehmen lassen. Auch für die Desktopversionen gibt es bereits Patches.
Ein neues Windows-Tablet für professionelle Anwender hat Fujitsu vorgestellt. Das Q555 bietet zwei USB-Ports vom Typ A, einen Smartcard-Reader, und eine optionale Tastatur. Obwohl in dieser kein Akku steckt, soll die Laufzeit lang sein.