Diese Luftaufnahme einer Drohne zeigt den zentralen Teil der UN-Botschaft der Russischen Föderation, der Aufbau mit dem Schrägdach ist der Kontrollraum für die Sat-Antennen.Bild:
CC 3.0 Nomen Nescio Inhalt
In Wien steht derzeit ein ehemaliger Beamter des aufgelösten Polizeinachrichtendienstes BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) vor Gericht. Ex-Chefinspektor Egisto Ott wird unter anderem vorgeworfen, seit 2017 Spionage für einen russischen Geheimdienst betrieben zu haben. Zum übermittelten Material gehörte etwa die Datenbank aller Beamten des Innenministeriums. Otts ehemaliger Vorgesetzter hat sich schon vor Jahren nach Dubai abgesetzt.
Das für Spionageabwehr zuständige BVT war bis zu seiner Auflösung 2021 überhaupt im Blindflug unterwegs. Der Berner Club, das informelle Gremium europäischer Dienste, hatte das BVT vom Nachrichtenaustausch ausgeschlossen, weil es als unterwandert galt. Und weil das BVT auch davor nie durch besondere Erfolge in der Spionageabwehr aufgefallen war, agierten Dienste aus Drittstaaten seit Jahrzehnten weitgehend ungestört in Österreich.
Zwei Discone-Antennen, die dem Gestänge eines halb aufgespannten Regenschirms ähneln, decken einen Frequenzbereich von etwa 100 MHz bis rund 1,3 GHz ab. Typischerweise wird dieser breitbandige Antennentyp zur Überwachung des Flugverkehrs eingesetzt. Flugfunk wird auf weit auseinanderliegenden Frequenzbereichen abgewickelt, zudem empfangen Discones Funksignale von oben besonders gut.
Bild 1/7: von links: Kurzwellenantenne, eine VHF-Vertical, zwei Discones und zwei weitere Verticals. Auffällig ist der zeltartige Dachaufbau, aus dem linkerhand ein Rohr herausführt. (Bild: CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 2/7: Dieser Aufbau hat eine Grundfläche von etwa 20 Quadratmetern und ist mehr als 3 Meter hoch. Rundum ist das Dach der britischen Botschaft reichlich mit Kameras bestückt. (Bild. CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 3/7: Diese Luftaufnahme einer Drohne zeigt den zentralen Teil der Anlage. Der Aufbau mit dem Schrägdach ist der Kontrollraum für die Sat-Antennen. (Bild: CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 4/7: Diese Holzkonstruktion mit Plastikmatten ist insgesamt so leicht, dass sie mit Abspannungen befestigt werden muss. Am Dach des Kontrollraums stehen neben einer Discone zwei weitere VHF/UHF-Antennen des italienischen Herstellers Sirio. (Bild: CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 5/7: Der IZD-Tower wurde von einem Investorenkonsortium Ende der 1990er Jahre errichtet. Der auffällige Vorbau ganz oben wurde angeblich auf Wunsch der US-Amerikaner nachträglich in den Bauplan integriert. (Bild. CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 6/7: Rechts unten im Bild ist die Fernsteuerung dafür zu sehen, der Kasten darüber enthält die zugehörige Steuerelektronik. (Bild: NSA SCS/Edward Snowden)
Bild 7/7: Die Hütte auf dem Dach der Botschaft der Vereinigten Staaten in 1090 Wien wurde nach dem Überflug einer Drohne 2015 mit einer neuen Plane eingekleidet. (Bild: CC 3.0 Nomen Nescio)
Das GCHQ ist informiert
Was sich da unter dem dreieckigen Dachaufbau verbirgt, muss mit Funk zu tun haben, denn die Bespannung besteht aus Kunststoffplanen, die elektromagnetische Wellen fast ungedämpft passieren lassen. Darunter befindet sich jedenfalls Equipment, das Wärme emittiert, weil ein Entlüftungsrohr ins Freie fährt. Durch die Konstruktion ist klar, dass die Gerätschaften darunter Sicht- und/oder Witterungsschutz benötigen.
Bild 1/7: von links: Kurzwellenantenne, eine VHF-Vertical, zwei Discones und zwei weitere Verticals. Auffällig ist der zeltartige Dachaufbau, aus dem linkerhand ein Rohr herausführt. (Bild: CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 2/7: Dieser Aufbau hat eine Grundfläche von etwa 20 Quadratmetern und ist mehr als 3 Meter hoch. Rundum ist das Dach der britischen Botschaft reichlich mit Kameras bestückt. (Bild. CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 3/7: Diese Luftaufnahme einer Drohne zeigt den zentralen Teil der Anlage. Der Aufbau mit dem Schrägdach ist der Kontrollraum für die Sat-Antennen. (Bild: CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 4/7: Diese Holzkonstruktion mit Plastikmatten ist insgesamt so leicht, dass sie mit Abspannungen befestigt werden muss. Am Dach des Kontrollraums stehen neben einer Discone zwei weitere VHF/UHF-Antennen des italienischen Herstellers Sirio. (Bild: CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 5/7: Der IZD-Tower wurde von einem Investorenkonsortium Ende der 1990er Jahre errichtet. Der auffällige Vorbau ganz oben wurde angeblich auf Wunsch der US-Amerikaner nachträglich in den Bauplan integriert. (Bild. CC 3.0 Nomen Nescio)
Bild 6/7: Rechts unten im Bild ist die Fernsteuerung dafür zu sehen, der Kasten darüber enthält die zugehörige Steuerelektronik. (Bild: NSA SCS/Edward Snowden)
Bild 7/7: Die Hütte auf dem Dach der Botschaft der Vereinigten Staaten in 1090 Wien wurde nach dem Überflug einer Drohne 2015 mit einer neuen Plane eingekleidet. (Bild: CC 3.0 Nomen Nescio)
Die Botschaft Großbritanniens(öffnet im neuen Fenster) ist in westlicher Richtung gerade einmal 120 Meter entfernt. Dazwischen befinden sich nur die neuerbaute Botschaft der deutschen Bundesrepublik und ein weiteres Gebäude, die deutlich niedriger sind.