Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

FBI-Chef: Marihuana für FBI-Hacker war ein Witz

Nach bohrenden Nachfragen eines Senators hat der FBI-Chef seine Aussagen zur Marihuana-Nutzung für Hacker , die für den Geheimdienst arbeiten wollen, zurückgenommen. Das Verbot bleibe bestehen. Er habe nur versucht, lustig zu sein.
/ Achim Sawall
31 Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)
FBI-Chef James B. Comey (Bild: Jonathan Ernst/Reuters)
FBI-Chef James B. Comey Bild: Jonathan Ernst/Reuters

FBI-Chef James Comey ist von seinen Äußerungen zur Aufhebung des Verbots der Marihuana-Nutzung für Hacker, die für die Behörde arbeiten, abgerückt. Laut einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) der Nachrichtenagentur AP sagte Comey(öffnet im neuen Fenster) auf Nachfrage von US-Senator Jeff Sessions: "Ich bin entschlossen, nicht meinen Sinn für Humor zu verlieren, aber leider hatte ich versucht, zugleich ernst und lustig zu sein. Ich bin absolut gegen die Verwendung von Marihuana. Ich will nicht, dass junge Menschen Marihuana konsumieren. Das ist gegen das Gesetz."

Er sei gefragt worden, was ein IT-Experte machen solle, der vor fünf Jahren zuletzt Marihuana konsumiert habe und zum FBI wolle. Darauf habe er gesagt, dieser Mann könne sich bewerben. "Wir haben ein Verbot über drei Jahre. Ich habe nicht gesagt, dass ich dieses Verbot ändern werde" , so Comey.

Bislang schließt die US-Bundesbehörde nach Angaben auf ihrer Webseite grundsätzlich alle Bewerber aus, die in den vergangenen drei Jahren Marihuana konsumiert haben. Eine Abschaffung dieser Festlegung werde geprüft, versprach Comey.

Zuvor hatte das Wall Street Journal Comey mit der Aussage zitiert : "Ich muss großartige Arbeitskräfte zu uns holen können, um mit den Cyberkriminellen mitzuhalten, und einige von diesen Kleinen rauchen gerne Gras auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch."

Der FBI-Chef sagte, die Bundespolizei habe ihre "Denkweise und die Art verändert, wie wir vorgehen" . Es werde nicht mehr so "beschränkt" gearbeitet wie in der Vergangenheit.

Das FBI darf in diesem Jahr laut einer Entscheidung der US-Regierung 2.000 neue Beschäftigte einstellen.


Relevante Themen