POSready: Microsoft warnt vor Embedded-Updates für Windows XP
Das kürzlich bekanntgewordene Verfahren, ein Windows XP gegenüber Microsofts Update-Servern als Embedded-Version auszugeben, bietet keine umfassende Sicherheit. Dies sagte Microsoft ZDnet(öffnet im neuen Fenster). Mit dem Trick wird aus XP Home und Professional durch einen einfachen Eingriff in die Registry scheinbar ein Embedded-Windows wie die Ausgabe POSready, die unter anderem für Bankautomaten vorgesehen ist. Diese Versionen unterstützt Microsoft noch bis 2019.
Die Updates für ein Embedded Windows, so Microsoft wörtlich, "schützen Nutzer von Windows XP nicht vollständig". Zudem gebe es ein "signifikantes Risiko für Probleme bei der Funktionalität", weil die Updates nicht mit Windows XP getestet worden seien. Welche Teile von XP das betrifft – im schlimmsten Fall den Kernel -, erklärt Microsoft in der kurzen Stellungnahme aber nicht näher.
Die Embedded-Versionen von Windows XP, von denen es neben POSready auch noch Windows Embedded POS (WEPOS) und Windows Embedded Systems (WES) gibt, sind gegenüber den Desktopversionen des Betriebssystems je nach Ausgabe stark abgespeckt. Wenn man sich dennoch die Updates einer anderen Windows-Version installiert, erhält man mit der Zeit ein Mischsystem, das sich nicht immer so verhalten muss wie ein originales Windows XP. Zudem sind, wie Microsoft in einer FAQ selbst angibt(öffnet im neuen Fenster), Office-Pakete nicht für den Betrieb mit einem Embedded-Windows lizenziert.
Das Unternehmen rät zu einem Update auf Windows 7 oder 8.1, was natürlich eine neue Lizenz erfordert. Kostenlos und nur mit recht wenig Aufwand klappt aber auch ein Umstieg auf Linux.
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