Pay-TV: Sky tauscht alte Receiver und Smartcards aus
Ältere Receiver, darunter die unter Sat-Fans legendäre DBox2, sind Pay-TV-Anbietern ein Ärgernis: Diese Geräte ermöglichen es neben anderen Funktionen, für die oft eine Custom-Firmware installiert werden muss, auch, Sendungen aufzuzeichnen. Solche Aufnahmen lassen sich am PC bearbeiten oder weitergeben. Zudem arbeiten die alten Geräte mit Smartcards, die sich auch in anderen Receivern ohne Aufnahmesperren nutzen lassen. Am liebsten wäre den Sendern, wenn die Kunden nur die zertifizierten Receiver benutzen würden, über welche der Anbieter durch Smartcard und Internetzugang volle Kontrolle hat.
Wohl vor allem deshalb hat Sky damit begonnen, die älteren Receiver samt der Smartcards bei seinen Kunden auszutauschen. Das Unternehmen bestätigte nun Heise Online(öffnet im neuen Fenster) Berichte von Nutzern, die sich in den letzten Wochen in Foren häuften.
Vor allem der Tausch der Smartcards kann für Nutzer bedeuten, dass sich die neuen Karten nicht mehr in anderen Geräten verwenden lassen, wie etwa dem Zweitreceiver im Schlafzimmer. Zum einen arbeiten die neuen Smartcards vom Typ V14 je nach Konfiguration mit anderen Verschlüsselungen als die weit verbreiteten Karten vom Typ S02. Vor allem diese sind für die Nutzung in nicht zertifizierten Receivern beliebt.
Zum anderen hat Sky nun laut Nutzerberichten damit begonnen, über das so genannte Pairing diese neuen Karten fest an den neuen Receiver zu binden. Die Smartcard lässt sich dann nur noch in diesem Gerät verwenden. Nutzer befürchten zudem, dass Sky das alte Verschlüsselungssystem Nagravision endgültig abschalten könnte und auf NDS Videoguard wechselt – dann wären ältere Receiver und CA-Module samt alter Smartcards ausgesperrt. Fragen zum Wechsel der Smartcards wollte Sky Heise Online nicht beantworten. Ob und wie sich Kunden gegen den von Sky angebotenen Austausch wehren können, ist noch nicht bekannt.
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