Lösegeldforderung: Angreifer sperren iPhones mit kompromittierter Apple-ID

Auf der anderen Seite der Erde haben Unbekannte begonnen, mit kompromittierten Apple-IDs iPhones zu sperren und Lösegeld zu fordern. Betroffen sind vor allem diejenigen, die sich ihre ID hacken ließen und keinen Passwortschutz im iPhone eingestellt haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Es empfiehlt sich, auf iOS-Geräten den Sperrbildschirm mit einem Passwort zu versehen.
Es empfiehlt sich, auf iOS-Geräten den Sperrbildschirm mit einem Passwort zu versehen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

In Australien und Neuseeland gibt es offenbar eine erhöhte Anzahl von Angriffen auf Apple-Nutzer, wie Symantec berichtet. Noch sind nicht alle Details bekannt. Sicher scheint zu sein, dass kompromittierte Apple-IDs für Lösegeldforderungen verwendet werden. Wie die Angreifer an die IDs kamen, ist unklar. Möglicherweise stießen sie beim Hack eines anderen Kontos auf ein Passwort, das der Nutzer ebenfalls bei Apple-ID verwendet. Die Kompromittierung eines Rechners ist ebenfalls denkbar. Apple jedenfalls lässt verkünden, dass es keinen Einbruch in seine Cloud-Dienste gegeben habe.

Stellenmarkt
  1. Tester / Testautomatisierer (w/m/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  2. Fachinformatiker (m/w/d) für Systemintegration
    Klinikum Landshut gGmbH, Landshut
Detailsuche

Der Angriff selbst ist sehr simpel. Der Angreifer loggt sich mit dem gekaperten Zugang in die Find-my-iPhone-Webseite eines Opfers ein, sucht anschließend Geräte und sperrt sie. Gesperrt würden neben iPhones auch Macs und iPads, meldet Symantec. Der oder die Angreifer verschicken zudem eine Lösegeldforderung. 100 US-Dollar soll es kosten, ein iPhone wieder zu entsperren. Symantec rät, in keinem Fall zu zahlen, da es keine Garantie gebe, dass die Angreifer ihr Versprechen halten. Außerdem unterstütze der Angegriffene durch Zahlung diese Art des kriminellen Vorgehens.

Angriff verfehlt seine Wirkung auf zahlreichen Geräten

Die Auswirkungen des Angriffs sind abhängig von den Sicherheitseinstellungen des Nutzers. Nutzer, die ihr iPhone mit einem Passwort geschützt haben, müssen sich weniger Sorgen machen. Angreifer können ihr Gerät zwar sperren, aber nicht mit einem neuen Sperrcode versehen. So wird es wieder entsperrt, wenn der Nutzer seinen Sperrcode eingibt. Dennoch sollten Angegriffene schleunigst ihr Passwort für Apple-ID ändern.

Wer hingegen seinen Sperrbildschirm nicht sichert, ist anfällig für den Angriff. Im Verlustmodus muss derjenige, der sein Mobiltelefon in den Status "Verloren" versetzt, ein Passwort setzen. Tut dies der Angreifer, kennt das Opfer das Passwort natürlich nicht und kann das Gerät nicht entsperren. Anscheinend bleibt den Opfern nichts anderes übrig, als ihr iPhone neu zu installieren. Wohl dem, der sein Smartphone regelmäßig einem Backup unterzieht, das hoffentlich nicht auf einem von dem Angreifer gesperrten Gerät liegt.

Golem Karrierewelt
  1. Data Engineering mit Python und Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    18./19.01.2023, Virtuell
  2. Kubernetes – das Container Orchestration Framework: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.-23.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Vorgang zeigt, dass insbesondere bei kritischen Zugängen der Anwender mit Bedacht sein Passwort wählen sollte. Hier sollte er keinesfalls ein Passwort verwenden, das woanders verwendet wird. Wenn sein Zugang jedoch per Social Engineering oder gar über eine Schadsoftware gehackt wird, hilft das auch nicht weiter. Hier bleibt dem Nutzer nichts anderes übrig, als alle seine Geräte, auf denen der Zugang genutzt wird, auf einem aktuellen Sicherheitsstand mit Patches zu halten und bei E-Mails darauf zu achten.

Der Diebstahlschutz, der eigentlich Nutzer schützen soll, wird so zu einem weiteren Angriffsvektor. Die Politik fordert schon länger eine Verbesserung des Diebstahlschutzes von Mobiltelefonen und Apple, Samsung sowie Google arbeiten weiter an immer ausgefeilteren Methoden. Idealerweise sollte ein Diebstahlschutz unüberwindbar sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Viertes Mobilfunknetz
1&1 lässt laut Bericht Verkauf des Unternehmens durchrechnen

Fast keine eigenen Antennenstandorte, schwaches Open RAN, steigende Zinsen und Energiekosten: Ralph Dommermuth soll den Ausstieg bei 1&1 prüfen lassen. Das Unternehmen dementiert dies klar.

Viertes Mobilfunknetz: 1&1 lässt laut Bericht Verkauf des Unternehmens durchrechnen
Artikel
  1. App-Store-Rauswurfdrohung: Musk attackiert Apple
    App-Store-Rauswurfdrohung
    Musk attackiert Apple

    Apple hat angeblich seine Werbeaktivitäten auf Twitter weitgehend eingestellt und mit einem App-Store-Rauswurf gedroht.

  2. Elektro-Kombi: Opel Astra setzt auf Effizienz statt großem Akku
    Elektro-Kombi
    Opel Astra setzt auf Effizienz statt großem Akku

    Mit dem Opel Astra Sports Tourer kommt der erste vollelektrische Kombi eines deutschen Herstellers auf den Markt.

  3. Prozessor-Bug: Wie Intel einen Bug im ersten x86-Prozessor fixte
    Prozessor-Bug
    Wie Intel einen Bug im ersten x86-Prozessor fixte

    Der Prozessor tut nicht ganz, was er soll? Heute löst das oft eine neue Firmware, vor 40 Jahren musste neues Silizium her.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ • Palit RTX 4080 1.499€ • Astro A50 Gaming-Headset PS4/PS5/PC günstiger • Gigabyte RX 6900 XT 799€ • Thrustmaster Flight Sticks günstiger [Werbung]
    •  /