Heartbleed-Bug: OpenSSL bekommt Security-Audit und zwei Festangestellte

Die Linux-Foundation sammelt Geld für Kern-Infrastruktur wie OpenSSL und gibt nun erste Pläne bekannt. Beraten sollen das Projekt Linux-Kernel-Hacker und Bruce Schneier sowie Eben Moglen.

Artikel veröffentlicht am ,
Erste Pläne der Core Infrastructure Initiative stehen fest.
Erste Pläne der Core Infrastructure Initiative stehen fest. (Bild: Heartbleed.com/Screenshot: Golem.de)

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL hat gezeigt, wie schlecht weitverbreitete kritische Infrastrukturprojekte teils finanziert sind. So haben verschiedene Firmen unter dem Dach der Linux Foundation die Core Infrastructure Initiative gegründet, um die Softwareentwicklung zu unterstützen. Zunächst erhielten das Network Time Protocol, OpenSSH und OpenSSL Geld aus der ersten Finanzierungsrunde, weitere sollten aber folgen, heißt es in einer Mitteilung der Linux-Foundation.

Für OpenSSL sollen mit den bereitstehenden Mitteln zwei Vollzeitentwickler bezahlt werden. Darüber hinaus soll das Open Crypto Audit Project (OCAP) beauftragt werden, OpenSSL zu untersuchen, und dafür die notwendige finanzielle Unterstützung erhalten. Das OCAP führt den Audit von Truecrypt durch. Die Linux Foundation weist darauf hin, dass die OpenSSL-Foundation weiterhin Spenden auch außerhalb der CII akzeptiert.

Großer Beirat und noch mehr Unternehmen

Ein Beirat soll die finanzierten Projekte falls nötig unterstützen. Zu den Mitgliedern gehören die Kernel-Hacker Alan Cox und Ted T'so, der unter anderem den Zufallszahlengenerator in Linux betreut, ebenso wie Matthew Green, Informatikprofessor an der John-Hopkins-Universität und Mitbegründer des OCAP, Sicherheitsforscher Bruce Schneier, aber auch Eben Moglen, Jura-Professor an der Columbia-Universität und Vorsitzender des Software Freedom Law Centers.

Zu den Unterstützern der CII zählen Amazon, Cisco, Dell, Facebook, Fujitsu, Google, IBM, Intel, Microsoft, Netapp, Rackspace, VMware sowie neuerdings Adobe, Bloomberg, HP, Huawei und Salesforce.com. Medienberichten zufolge stellen die Unternehmen einen Gesamtbetrag von 5,4 Millionen US-Dollar für die kommenden drei Jahre bereit.

Auffällig ist, dass in der Liste Linux-Distributoren wie Red Hat, Oracle, Suse oder auch Canonical fehlen. Zu dem OpenSSL-Fork LibreSSL, der von OpenBSD-Entwicklern vorangetrieben wird, hat sich die Linux Foundation noch nicht öffentlich positioniert. Die LibreSSL-Entwickler haben nach eigenen Angaben aber auch um eine Finanzierung gebeten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


joojak 31. Mai 2014

Das erscheit sehr wenig geld für diese elite an unternehmen. Es ist traurig das nicht...

i.like.webm 30. Mai 2014

:) Schon der Wahnsinn was zwei Leute so in ein paar Jahren schafen können...

joojak 30. Mai 2014

Schneider und der rest scheinen coole jungs zu sein .. Seht gut !!! Ich glaube das wird...

Till Eulenspiegel 30. Mai 2014

1) Die Core Infrastructure Initiative bezieht sich nicht nur auf OpenSSL sondern auch auf...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Augen
Besser sehen bei der Bildschirmarbeit

Arbeitsplatzbrille, Blaulichtfilter, Glaukom: Was ist bei langen Arbeitszeiten am Monitor zu beachten? Eine Augenärztin gibt Tipps.
Von Peter Steinlechner

Augen: Besser sehen bei der Bildschirmarbeit
Artikel
  1. Elektroauto: Tesla will den Cybertruck schwimmfähig machen
    Elektroauto
    Tesla will den Cybertruck schwimmfähig machen

    Teslas elektrischer Pick-up soll laut Elon Musk mindestens 100 Meter weit durchs Wasser schwimmen.

  2. Do Kwon: Terra-Luna-Gründer wird vorerst nicht ausgeliefert
    Do Kwon
    Terra-Luna-Gründer wird vorerst nicht ausgeliefert

    Eigentlich sollte Do Kwon wegen des Zusammenbruchs der Kryptowährung Terra aus Montenegro abgeschoben werden - das Berufungsgericht wies die Entscheidung zurück.

  3. Frigate: Intelligente Videoüberwachung ohne Cloudzwang
    Frigate
    Intelligente Videoüberwachung ohne Cloudzwang

    Mit der Open-Source-Software Frigate lässt sich eine moderne Videoüberwachung realisieren - ohne Hersteller-Cloud und unabhängig von der Hardware.
    Von Dominik Haas

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • MSI XMAS-Sale • Switch-Spiele -80% • Crucial P5 Plus SSD 500GB 39,99€ • Nur noch kurz: 3 für 2 Games-Aktion (PS5, PS4, Xbox, PC) • Apple Week • AVM Fritz Box 7510 74,99€ • Avatar, AC: Mirage & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ [Werbung]
    •  /