Polizei: Mit Google Glass gegen Verkehrssünder

Khalid Nasser Al Razooqi von der Polizei Dubai zeigte der Website Gulf News(öffnet im neuen Fenster) , wie künftig Google Glass bei der Verkehrspolizei eingesetzt werden könnte. Die Polizei des Golfstaats hat zwei Anwendungen entwickelt: Eine soll es ermöglichen, Fotos von Verkehrssündern mit der 5-Megapixel-Kamera der Brille aufzunehmen, die direkt in den Polizeicomputer überspielt werden, die andere hilft bei der Suche nach gestohlenen Autos. Um zu fotografieren, muss der Polizist nur das seitliche Touchpad der Brille antippen – die Bilder werden inklusive Aufenthaltsort sowie einem Zeitstempel dann online übertragen.
Die Kennzeichenüberwachung wird laut Gulf News ebenfalls mit der Brille realisiert. Der Polizist muss lediglich das Nummernschild ansehen und das System sorgt für eine Zeichenerkennung und einen Datenabgleich mit dem Behördenrechner, in dem die gestohlenen Fahrzeuge aufgelistet sind. Der Google-Glass-Polizist erhält innerhalb kurzer Zeit eine Rückmeldung.
Die Glassware wurde von der Polizei nach eigenen Angaben selbst entwickelt.
1.500 US-Dollar kostet Googles Computerbrille Glass(öffnet im neuen Fenster) in den USA. Sie befindet sich nach wie vor in der Betaphase und wird nur in begrenzten Stückzahlen verkauft. Die Brille sorgt in den USA bereits für Kontroversen. Einem Journalisten wurde in der Öffentlichkeit die Datenbrille von der Nase gerissen und anschließend zerstört.
Zuvor hatte Google eigens einen Glass-Knigge veröffentlicht, um die Träger der auffälligen Brille anzuhalten, sich in der Öffentlichkeit nicht wie Voyeure zu benehmen. Die Brille verfügt über eine Kamera, mit der unauffällig Aufnahmen gemacht werden können.



