Der Streit zwischen den Entwicklern der Grsecurity-Patches und der Open-Source-Community eskaliert: Das Unternehmen hinter den Sicherheitspatches will den renommierten Open-Source-Entwickler Bruce Perens wegen Verleumdung und Kreditgefährdung verklagen.
Die für Oktober 2017 geplante Version 17.10 der Linux-Distribution Ubuntu wird mit dem Linux-Kernel 4.13 ausgeliefert, der sich aktuell in der Testphase befindet. Außerdem soll die GNU Compiler Collection in Version 7 Standard werden.
Stratis heißt die geplante Datenträgerverwaltung, die Red Hat in Eigenregie entwickeln will. Sie soll langfristig ähnliche Funktionen bieten wie das Dateisystem Btrfs, dessen Entwicklung Red Hat jüngst aufgab. Eine erste Version soll im kommenden Fedora 28 integriert werden.
Der Linux-Distributor Red Hat wird das Dateisystem Btrfs nach einer jahrelangen Vorschauphase nicht offiziell unterstützen. Diese Entscheidung zeigt auch die großen Strategie-Unterschiede zu den Konkurrenten Suse und Ubuntu-Sponsor Canonical.
Sensoren und anwendungsspezifische Prozessoren sind häufig per I2C oder SPI angebunden. Der Linux-Kernel soll nun den Nachfolger-Standard I3C unterstützen, was von erfahrenen Embedded-Entwicklern umgesetzt wird.
Die Sicherheit von Desktop-Umgebungen unter Linux könnte besser sein. Der Sicherheitsforscher und Google-Angestellte Matthew Garrett stellt deshalb Verteidigungsstrategien vor. Deren vollständige Umsetzung wird aber wohl noch Jahre dauern.
Die Betaphase für das Windows Subsystem für Linux (WSL) ist offiziell beendet. Mit dem Fall Creators Update von Windows 10, das ist im Herbst erscheint, soll WSL dann als stabiles Werkzeug für Entwickler zur Verfügung stehen.
Ab Oktober nutzt Ubuntu statt Unity den Gnome-Desktop. Das Gnome-Team freut sich zwar darüber, äußert aber auch Sorgen um die Nutzer. Darüber hinaus sind bei Ubuntu-Sponsor Canonical noch viele Fragen zu dem geplanten Übergang offen.
Große Open-Source-Projekte werden immer mehr von Unternehmen und deren Angestellten betreut. Wie die Diskussionen um das Java-Modulsystem Jigsaw zeigt, können die Projekte trotz aller Regeln dabei leicht zum Spielball von Konzerninteressen werden.
Was auf dem Server seit einigen Jahren genutzt wird, will Fedora auch für den Desktop: atomare Updates für das Basissystem und darauf aufsetzend einfache und schnelle App-Updates. Das sorgt aber für technische Probleme und Konflikte im Team.
Nach Google, IBM und Docker tritt Microsoft der CNCF bei und setzt damit ein weiteres Zeichen für seinen Fokus auf Open Source. Das Unternehmen bringt gleichtzeitig Azure-Container-Instanzen heraus.
Mit der aktuellen Version Leap 42.3 rückt die Linux-Distribution des Opensuse-Projektes noch näher an die Enterprise-Distribution von Suse. Das zuständige Team betont vor allem den zuverlässigen Einsatz in Server-Umgebungen.
Das Reproducible-Builds-Projekt der Linux-Distribution Debian meldet neue Erfolgszahlen. Demnach lassen sich auf bestimmten Plattformen bereits 94 Prozent der Pakete reproduzierbar bauen.
Offenbar ist die als Samba Cry bekanntgewordenen Lücke immer noch ein lohnendes Ziel für Angreifer. Jetzt gibt es eine weitere Malware, die diese Lücken ausnutzen will. Die Malware zielt offenbar auf verwundbare NAS ab.
Linux 4.13 geht in die Testphase. Viele Änderungen in dieser Ausgabe des Linux-Kernels betreffen diverse Dateisysteme und bislang noch nicht erhältliche Grafikchips. Das Windows Management Instrumentation bekommt im Kernel seinen eigenen Bus.
Lennart Poettering hat die aktuelle Systemd-Version 234 angekündigt. Die Werkzeugsammlung will künftig Meson als Buildsystem verwenden, daneben gibt es Erweiterungen für Unit-Files und einige neue Optionen für Systemd-networkd.
Die aktuelle Version 26 von Fedora ist erschienen. Die Linux-Distribution besiegelt das Ende der MP3-Patente, bringt ein neues Partitionierungswerkzeug im Installer und unterstützt offiziell auch den Lxqt-Desktop. Für den Server experimentiert das Team mit einer modularen Basis.
Dem Qubes-Projekt fehlt es zwar generell noch an passender Hardware, die das sichere Betriebssystem auf eine verlässliche Basis stellt. Aber sollte diese je auftauchen, bringen neu eingeführte Zertifizierungen den Nutzern mehr Klarheit.
Wer mit den Vorabversionen des Fall Creators Update von Windows 10 arbeitet, kann neben Suse Linux nun auch Ubuntu direkt aus dem Windows Store installieren. Die Installation soll damit einfacher werden.
Microsoft macht mehrere Funktionen von Visual Studio für die Nutzung mit Arduino-Boards quelloffen. Mit dem Editor Visual Studio Code sollen Entwickler etwa Codevervollständigungen oder Intellisense nutzen können.
Eric Anholt arbeitet für Broadcom eigentlich an der freien Treiberunterstützung des Raspberry Pi. Anholt hat mit VC5 nun aber einen neuen Gallium-Grafiktreiber für Broadcoms V3D 3.3 veröffentlicht, der bisher nur in SoCs für Set-Top-Boxen genutzt wird.
Mit Railcar veröffentlicht Oracle auf Github eine Rust-Implementierung des OCI-Runtime-Spec. Crashcart ist ein Microcontainer Debugging Tool. Orcale bietet damit Alternativen zu den Diensten von Docker oder CoreOS.
Vor allem in Sachen Sicherheit legt das neue Kubernetes 1.7 nach. Darüber hinaus haben die Entwickler der Container-Orchestrierung Verbesserungen für Stateful Sets und Daemon Sets vorgenommen.
Die Linux-Unterstützung für die Thunderbolt-Security ist zwar noch nicht fertig, ein Red-Hat-Angestellter hält aber schon jetzt wenig von der Technik. Denn ein sinnvolles UI-Design, das Nutzer wirklich schützt, ist damit kaum umsetzbar.
Mit den neuen Steuerprogrammen BFQ und Kyber soll Linux 4.12 Datenträgerzugriffe besser koordinieren. Zudem bringt der neue Kernel Treiber AMDs Vega-Grafikchips, und Raspberry-Pi-Besitzer können jetzt Sound über HDMI ausgeben. Zudem gibt es besseren USB-C-Support.
Der AMD-Angestellte Qiang Yu hat das Lima-Projekt wiederbelebt und Arbeiten an einem freien Linux-Grafiktreiber für ARMs Mali-GPUs neu aufgenommen. Der Code wird dabei aber nicht mehr verwendet.
Mit Pop OS präsentiert das Unternehmen System 76, der beliebte Hersteller von Hardware mit vorinstalliertem Linux, eine eigene Ubuntu-basierte Distribution, deren Desktop dem Benutzer nicht "im Weg sein soll".
In seinem Blog hat Systemd-Entwickler Lennart Poettering zwei neue Systemd-Werkzeuge vorgestellt: Mkosi und Casync. Während Entwickler mit Mkosi OS-Images generieren, hilft Casync beim Verteilen derselben.
Mit seinem wie üblich wenig diplomatischen Feingefühl machte Kernel-Chefhacker Linus Torvalds auf der Kernel-Mailingliste deutlich, was er von dem auf Sicherheit fokussierten Projekt Grsecurity hält: reichlich wenig.
Noch immer warten einige Jolla-Unterstützer auf die Rückzahlungen für ihre nie gelieferten Jolla-Tablets. Nun steht eine Rückzahlstrategie an, die mit den Einnahmen aus Jollas Lizenzgeschäften korrespondieren soll.
Hyperkonvergenz verspricht Einfachheit dank eines Alles-in-einem-Ansatzes. Red Hat bringt dafür nun eine integrierte, softwaredefinierte Rechen- und Speicherplattform auf den Markt.
Prozessoren der Intel-Generationen Kaby Lake und Skylake (X) können Probleme beim Hyperthreading bekommen. Das Debian-Projekt beschreibt die Fehler als "Alptraum". Betroffen sind neben Linux auch Windows und vielleicht einige Macbook Pro.
Sieben Exploits für Fehler im Stack-Management: Qualys hat eine Sicherheitslücke für Linux veröffentlicht, mit der lokale Angreifer erweiterte Rechte bekommen können. Die Stack-Guards-Funktion schützt nicht vor dem Angriff.
Das Angebot Container-as-a-Service von Suse ist verfügbar. Diese Plattform soll Kunden die Anwendungsentwicklung und Nutzung von und mit Containern deutlich vereinfachen. Grundlage der Plattform ist das Open-Source-Projekt Kubic.
Nach 26 Monaten Entwicklung ist Debian 9 alias Stretch erschienen. Das Projekt widmet die Veröffentlichung seinem verstorbenen Gründer. Die Version 9 ersetzt unter anderem MySQL, bringt den Firefox-Browser zurück und verbessert die Sicherheit des Systems.
Mazda hat eine Sicherheitslücke im eigenen In-Car-Entertainment-System nach drei Jahren geschlossen. Der Autobauer sieht darin kein Problem, Angriffe auf kritische Komponenten seien nicht möglich. Ein vor kurzem erschienenes Update soll das Problem beheben.
Der Community-Nachfolger von Ubuntu Touch für Smartphones erhält ein erstes Update. Das Team arbeitet außerdem erfolgreich an dem Halium-Projekt, das als gemeinsame Basis unter anderem für KDE Plasma Mobile dient.
Coredumps sind ein hilfreiches Instrument, um nach einem Softwareabsturz eine Fehleranalye zu betreiben. Doch die Fehlerberichte sind auf zahlreichen Webseiten öffentlich einsehbar, wie wir herausgefunden haben. Dabei werden zum Teil auch private Daten wie Passwörter veröffentlicht.
Tails wagt den Schritt und beendet wie angekündigt die 32-Bit-Unterstützung. Ansonsten hat das Projektteam vor allem an der Nutzerfreundlichkeit des Betriebssystems gearbeitet.
Nach einiger Verwirrung zu Beginn des Jahres und einer Schonfrist für Nutzer soll Anfang Juli auch das alte Skype für Linux eingestellt werden. Als Ersatz dient die neue Version auf Basis von Webtechniken.
Die aktuell angebotenen Daily Builds der kommenden Ubuntu-Version 17.10 haben inzwischen Canonicals Unity-Desktop entfernt und installieren standardmäßig den Gnome-Desktop.
Das Unix-Betriebssystem OpenBSD gilt als besonders sicher und stabil. Microsoft erkennt dessen Potential und macht es für Azure verfügbar. Dazu kooperiert das Unternehmen mit dem deutschen Firewall-Hersteller Esdenera.
Ein Intel-Angestellter hat erste Patches zur HDR-Unterstützung in den Linux-Grafiktreibern veröffentlicht. Bis zur vollen Nutzbarkeit von HDR wird es wohl aber noch einige Zeit dauern.
Als erster Hersteller eines großen Industriekonsortiums will Toyota seine Flotte mit Infotainment-Systemen auf Basis von Automotive Grade Linux (AGL) ausstatten. AGL ist ein Open-Source-Projekt der Linux Foundation mit mehr als 100 Mitgliedern.
Nachdem das für Java 9 geplante Modulsystem mit dem Codenamen Jigsaw in einer ersten Abstimmung abgelehnt worden ist, soll die Veröffentlichung von Java 9 weiter verschoben werden. Damit will man sich für alle möglichen Entwicklungen wappnen.
Die Standardansicht für den KDE Plasma-Desktop in Version 5.10 zeigt wieder Ordner und Dateien. Die Technik dafür hat das Team deutlich verbessert. Neu ist die Unterstützung von Flatpak und Snappy in Discover und an Wayland wird weiter gearbeitet.
Mit GPS Share 0.1.0 hat Gnome-Entwickler Zeeshan Ali eine in Rust verfasste Software veröffentlicht, die es ermöglichen soll, die GPS-Ortsbestimmung im lokalen Netzwerk zu teilen.
Mit dem Open-Source-Projekt Kubic will das Team von Opensuse den Aufbau klassischer Linux-Distributionen durchbrechen und sich auf Container-Dienste und -Werkzeuge konzentrieren. Ziel ist eine Plattform für Container as a Serivce.
Wie Eternalblue, nur für Linux: Eine Schwachstelle in Samba ermöglicht die Ausführung von Code auf den Rechnern anderer Leute. Linux-Distributionen verteilen bereits Patches, Synology will in den kommenden Tagen nachziehen.