• IT-Karriere:
  • Services:

USB-Sticks: IBM liefert Installationsmedien mit Malware aus

Vom USB-Stick auf das Betriebssystem: Eine Schadsoftware verteilt sich von IBM-Produkten selbstständig. Betroffen sind die mitgelieferten Sticks mehrerer Storwize-Geräte. IBM rät, den USB-Stick zu formatieren oder gleich zu zerstören.

Artikel veröffentlicht am ,
Initialisierungsmedien für IBM-Storewize-Produkte sind mit Malware infiziert.
Initialisierungsmedien für IBM-Storewize-Produkte sind mit Malware infiziert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Auf USB-Sticks mit Initialisierungstools für mehrere All-Flash-Storagesysteme der Storwize-Reihe hat der Hardwarehersteller IBM unwissentlich Schadsoftware verteilt, die sich selbst replizieren kann. Das gibt das Unternehmen in einem Bericht bekannt. Betroffene Modelle sind Teil der Storwize-Serien V3500, V3700, und V5000 Gen 1. Sobald das Initialisierungstool auf dem Datenträger ausgeführt wird, kopiert sich der Schadcode selbstständig in temporäre Ordner des Betriebssystems. Er werde jedoch nicht selbstständig ausgeführt, heißt es von IBM.

  • So sehen betroffene Speichermedien aus. (Bild: IBM)
  • So sehen betroffene Speichermedien aus. (Bild: IBM)
So sehen betroffene Speichermedien aus. (Bild: IBM)
Stellenmarkt
  1. Controlware GmbH, Berlin
  2. Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Nürnberg

Beim Schadcode handelt es sich um den von der IT-Sicherheitsfirma Symantec benannten Trojaner W32.Faedevour. Dieser ermöglicht den Datenklau per Backdoor, verlangsamt betroffene Systeme und kann Datenverlust verursachen.

IBM rät zu mehreren Maßnahmen, um den Schadcode sicher von betroffener Hardware zu entfernen. Dies kann entweder mit einem Antivirenprogramm mit aktualisierter Virendefinition oder mit einer manuellen Löschung des Ordners geschehen. In Windows ist dies das Verzeichnis %TMP%\initTool. Auf Linux- oder Mac-Systemen ist das Verzeichnis /tmp/initTool betroffen. IBM weist darauf hin, dass es nicht ausreicht, den Ordner in den Papierkorb zu schieben. Windows-Nutzer sollten also auf eine vollständige Löschung der Daten achten.

Zerstören des USB-Drives ist eine sichere Lösung

Um sicherzugehen, dass sich die Malware nicht weiter verbreitet, rät IBM zur Zerstörung des USB-Sticks, auf dem sich die Software befindet. Eine weniger destruktive und weniger sichere Alternative ist das simple Löschen des Ordners initTool auf dem Flash-Laufwerk. In diesem Ordner befindet sich die infizierte Software. Danach kann die nicht infizierte Inititialisierungssoftware von der IBM-Seite direkt heruntergeladen und auf das USB-Laufwerk entpackt werden. Im Anschluss rät IBM zu einem manuellen Scan des Sticks mit einem aktualisierten Antivirenprogramm.

Wie die Schadsoftware auf die USB-Sticks gekommen ist, hat IBM bisher nicht mitgeteilt. Diese unbemerkte Verteilung von Viren auf USB-Sticks ist mittlerweile keine Seltenheit mehr: Im vergangenen Jahr hat der Mobilfunkanbieter O2 unwissentlich mit Malware infizierte Werbegeschenke verteilt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 20,49€
  2. 11,99€
  3. 19,99
  4. (-80%) 9,99€

Lasse Bierstrom 07. Mai 2017

Nein, aber den Scherz habe ich vor Bad USB bereits einem Arbeitskollegen gespielt. Ein...

matzems 06. Mai 2017

Was läuft bei IBM schief dass dies passieren kann? Ist das ganze Unternehmens Netzwerk...

otto06217 05. Mai 2017

1. Vorschlaghammer 2. Schraubstock 3. Alles, was der physischen Zerstörung dient.

ernstl 05. Mai 2017

Nach meinen Erfahrungen liefert IBM generell nur Malware aus und lässt sich diese auch...

Moralinstanz 05. Mai 2017

Das passiert erst mit ausführen der executable. Steht doch im Artikel "Sobald das...


Folgen Sie uns
       


Smartphone-Kameravergleich 2019

Der Herbst ist Oberklasse-Smartphone-Zeit, und wir haben uns im Test die Kameras der aktuellen Geräte angeschaut. Im Vergleich zeigt sich, dass die Spitzengruppe bei der Bildqualität weiter zusammengerückt ist, es aber immer noch Geräte gibt, die sich durch bestimmte Funktionen hervortun.

Smartphone-Kameravergleich 2019 Video aufrufen
Radeon RX 5500 (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren
Radeon RX 5500 (4GB) im Test
AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren

Mit der Radeon RX 5500 hat AMD endlich wieder eine sparsame und moderne Mittelklasse-Grafikkarte im Angebot. Verglichen mit Nvidias Geforce GTX 1650 Super reicht es zum Patt - aber nicht in allen Bereichen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Workstation-Grafikkarte AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss
  2. Navi-Grafikeinheit Apple bekommt Vollausbau und AMD bringt RX 5300M
  3. Navi-14-Grafikkarte AMD stellt Radeon RX 5500 vor

Cloud Gaming im Test: Leise ruckelt der Stream
Cloud Gaming im Test
Leise ruckelt der Stream

Kurz vor Weihnachten werben Dienste wie Google Stadia und Playstation Now um Kunden - mit noch nicht ganz perfekter Technik. Golem.de hat Cloud Gaming bei mehreren Anbietern ausprobiert und stellt Geschäftsmodelle und Besonderheiten vor.
Von Peter Steinlechner

  1. Apple und Google Die wollen nicht nur spielen
  2. Medienbericht Twitch plant Spielestreaming ab 2020
  3. Spielestreaming Wie archiviert man Games ohne Datenträger?

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


      •  /