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Für die VR-Brille Vive kooperiert Valve mit HTC.
Für die VR-Brille Vive kooperiert Valve mit HTC. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Keith Packard: X11-Veteran hilft Valve bei VR-Umsetzung

Für die VR-Brille Vive kooperiert Valve mit HTC.
Für die VR-Brille Vive kooperiert Valve mit HTC. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Valve will auch unter Linux VR-Brillen für sein Spielegeschäft nutzen, hat damit aber einige Probleme. Helfen soll nun unter anderem der HPE-Angestellte Keith Packard, der den freien Grafikstack wohl wie kaum ein Zweiter kennt.

Seit mehr als 30 Jahren arbeitet der Entwickler Keith Packard an dem X11-Fenstersystem, dessen Standardimplementierung er Anfang der 90er-Jahre mitgestaltete. Packard forcierte auch die Gründung der heutigen Referenzimplementierung des X.org Servers. Diese Expertise möchte nun Spielehersteller und -Distributor Valve für seine VR-Ambitionen unter Linux nutzen, wie Packard in seinem Blog mitteilt.

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Zuvor schrieb der Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais auf Twitter, dass Packard das Open Graphics Team bei Valve ergänzen werde. Das US-Magazin Phoronix schloss daraus, dass Packard künftig bei Valve angestellt sei. Das dementierte Packard allerdings in seinem Blog. Er gibt an, lediglich in seiner Freizeit beratend für Valve tätig zu sein und weiter für HPE an The Machine und damit verbundenen Techniken zu arbeiten.

Erste Aufgabe für die Tätigkeiten im Dienste von Valve sei für Packard, Wege zu finden, wie sogenannte Head-Mounted-Displays (HMD) - also VR-Brillen - besser an X11 vorbei genutzt werden könnten. Gemeinsam mit den Linux-Kernel-Hackern Dave Airlie und Eric Anholt sei dafür ein Plan entstanden, der vorsieht, bestimmte Ressourcen von X11 an die HMDs abzugeben. Letztere sollen dann unter anderem das Mode-Setting und die Page-Flips selbst übernehmen können.

Später will sich Packard damit beschäftigen, die Möglichkeiten zur Benachrichtigung der Frame-Times von Desktops an Spiele zu verbessern. Bisher erhalten die Spiele bei der Verwendung eines X-Compositing-Managers keine Informationen darüber, wann Einzelbilder gezeigt werden. Das betrifft wahrscheinlich sowohl die Desktops der weit verbreiteten Linux-Distributionen ebenso wie Valves eigenes SteamOS.


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