Abo
  • Services:

Betriebssysteme: Linux 4.11rc1 erhöht die Datensicherheit

In Version 4.11 des Linux-Kernels sorgen Neuerungen an Dateisystemen für mehr Datensicherheit und ein Mechanismus sortiert Schreibzugriffe auf Datenträgern effizienter. Notebooks mit NVMe-Speicher bekommen mehr Akkulaufzeit.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Testphase für Linux 4.11 beginnt.
Die Testphase für Linux 4.11 beginnt. (Bild: Ian Duffy/CC-BY 2.0)

Linus Torvalds hat mit der Freigabe des ersten Release Candidates von Linux 4.11 das Zeitfenster geschlossen, in dem neuer Code für die nächste Kernel-Version eingereicht werden kann. Zu den wesentlichen Neuerungen gehören unter anderem die Systemaufrufe von Statx, die den Abgleich von Daten über Netzwerkdateisysteme verbessern, oder die Vorarbeiten für den effizienteren Scheduler BFQ, der Zugriff auf Datenträger beschleunigen soll.

Inhalt:
  1. Betriebssysteme: Linux 4.11rc1 erhöht die Datensicherheit
  2. Neues Leben für das Swapping

Torvalds hebt besonders Statx hervor, das neue Systemaufrufe für Dateiinformationen bereitstellt. Von diesen Informationen sollen besonders Netzwerkdateisysteme profitieren wie das Linux-eigene Network File System (NFS) oder das Common Internet File System, das Windows in seinem SMB-Protokoll nutzt. Statx stellt unter anderem Zeitstempel der Dateierstellung oder Versionsnummern zur Verfügung und soll so den Abgleich von Daten zwischen Client und Server verbessern. Eine erste Version von Statx wurde bereits vor sechs Jahren eingereicht. Inzwischen haben die Entwickler dort auch das Jahr-2038-Problem gelöst. Die Anomalie könnte in Zukunft für Probleme sorgen, weil die Kapazität der mit 32-Bit-Ganzzahl beschränkten Unix-Zeit überschritten wird und durch einen Zählerüberlauf auf eine Zeit vor dem 1. Januar 1970 verweist, bei der die Zählung der Unix-Zeit beginnt. Mit der Verwendung von 64-Bit-Zählern wird das Problem gelöst.

Mehr Warteschleifen für eine effizientere Sortierung

Eine lange Entwicklung hat auch der Budget Fair Queuing (BFQ) genannte Scheduler hinter sich. Weil die Kernel-Entwickler aber die Notwendigkeit eines weiteren Schedulers neben CFQ sahen, wurden zunächst CFQ mit Patches aus dem BFQ-Projekt versehen. Die Entwicklung von BFQ wurde aber weiter vorangetrieben. Inzwischen unterscheidet sich der Code so weit, dass eine Rückportierung nicht möglich ist und das modernere BFQ bevorzugt wird. Im aktuellen Kernel wurde jetzt die Unterstützung für mehrfache Warteschlangen mit einem effizienteren Algorithmus für die Ein- und Ausgabe umgesetzt. Damit sind die Voraussetzungen für BFQ geschaffen. BFQ soll laut Hauptentwickler Jens Axboe im nächsten Kernel 4.12 Einzug halten.

Seit einem halben Jahr gibt es den Code für Autonomous Power State Transistions (APST), mit dem NVMe-SSDs in den Schlafmodus geschickt werden können. Er wurde jedoch nicht aktiviert, weil ungelöste Probleme auf einigen Datenträgern zu Abstürzen und somit zum Datenverlust führten. Inzwischen ist nur noch Samsungs SM951 betroffen, daher bleibt APST für diesen speziellen Datenträger deaktiviert. APST kann bis zu 1 Watt Leistung einsparen und damit besonders auf Notebooks für eine längere Akkulaufzeit sorgen, berichten die Entwickler.

Mehr Funktionen für die Datenintegrität

Stellenmarkt
  1. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München
  2. Robert Bosch GmbH, Reutlingen

Das speziell für Flash-Geräte entwickelte Dateisystem Flash-Friendly File-system (F2FS) erhielt zahlreiche Neuerungen, darunter Bitmaps auf dem Datenträger, die die Suche nach freien Sektoren beschleunigen sollen. Ein neuer Thread soll zudem Latenzen beim Trimming reduzieren und der anfängliche Schreibbefehl soll künftig auf überflüssige Input-Output verzichten und so beschleunigt werden.

Der für Raid-Systeme verantwortliche Device-Mapper unterstützt Journaling auf Raid-4-, -5- und -6-Systemen. Damit können Daten wieder hergestellt werden, die bislang unter bestimmten Festplatten-Crashes verloren gingen. Zusätzlich erhielt der Code zahlreiche Optimierungen, die für mehr Leistung auf Raid-1- und Raid-5-Konfigurationen sorgen sollen. Die großen Dateisysteme Ext4, XFS und Btrfs erhielten keine nennenswerten Neuerungen, sondern zahlreiche kleine Bugfixes. Lediglich Ext4 erhielt das neue Kommando EXT4_IOC_SHUTDOWN, mit dem signalisiert werden kann, dass das Dateisystem unmittelbar gelöscht wird und keine Daten mehr aus dem Speicher geschrieben werden müssen.

Neues Leben für das Swapping 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 2,99€
  3. (u. a. Assassin's Creed Origins PC für 29€)
  4. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

Enter the Nexus 08. Mär 2017

Ja, alle Daten werden genau zwei mal abgelegt.

Arsenal 07. Mär 2017

Also den ALC 1150 hat man als Chip in einem 48 Pin Gehäuse gekauft und dann aufs...

Moe479 06. Mär 2017

das könnte jedoch auch ganz normalwn dukumenten helfen inn denen neue absätze...


Folgen Sie uns
       


Shift 6m - Hands on (Cebit 2018)

Der Hersteller beschreibt das neue Shift 6M als nachhaltig und Highend - wir haben es uns auf der Cebit 2018 angesehen.

Shift 6m - Hands on (Cebit 2018) Video aufrufen
Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  2. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden
  3. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten

    •  /