Abo
  • IT-Karriere:

Linux-Grafik: Mesa 17.0 bringt neue freie ARM-Grafiktreiber

Mit dem Etnaviv-Treiber steht ein weiterer Grafiktreiber für ARM-GPUs in der Mesa-Bibliothek bereit. Zudem werden neue Qualcomm-Chips unterstützt, Haswell-Grafik kann OpenGL 4.5, die Vulkan-Treiber werden verbessert, und das Team ändert das Versionsschema von Mesa.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Industrie freut es, Android-Nutzer haben von den neuen Treibern aber nichts.
Die Industrie freut es, Android-Nutzer haben von den neuen Treibern aber nichts. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

"Wie einige von euch bemerkt haben, haben wir 14-16 Veröffentlichungen komplett übersprungen", schreibt Emil Velikov, der Release-Manager der Userspace-Grafikbibliothek Mesa, zum Erscheinen von Version 17.0.0. Zuletzt erschien Mesa 13.0 im vergangenen November. Bisher richtete sich ein Versionssprung nach dem Erreichen eines neuen OpenGL-Levels. Da Mesa aber nun OpenGL 4.5 voll unterstützt, hat sich das Team für ein Versionsschema auf Basis der Jahreszahl der Veröffentlichung entschieden.

Größere Unterstützung für ARM-GPUs

Stellenmarkt
  1. XION GmbH, Berlin
  2. censhare AG, München

Neu hinzugekommen zu Mesa ist erstmals offiziell der Etnaviv-Treiber für die Vivante-GPUs. Dieser entsteht per Rerverse Engineering, das entsprechende Kernel-Modul ist bereits seit rund einem Jahr in den Linux-Kernel eingepflegt. Der Hauptvorteil dieses freien Treibers im Vergleich zu einem proprietären sei dessen sehr lange Supportdauer, erklärte Entwickler Lucas Stach auf Linuxcon 2015 in einer Vorstellung des Treibers.

Aus einer ähnlichen Motivation heraus entsteht mit Freedreno ein freier Treiber für die Adreno-GPUs in den Snapdragon-SoCs von Qualcomm. Die aktuelle Mesa-Version 17.0 unterstützt mit Freedreno auch die 500er-Reihe der Adreno-GPUs, die unter anderem in den derzeit verfügbaren Topmodellen Snapdragon 820 und 821 eingesetzt werden.

Besseres OpenGL für ältere GPU-Modelle

Bereits mit Mesa 13.0 unterstützte die Bibliothek OpenGL 4.5 für den Intel-Treiber i965. Das beschränkt sich allerdings auf Chips ab Broadwell oder neuer. Mit Mesa 17.0 wird dies auch für Haswell-Chips unterstützt. Der Nouveau-Treiber unterstützt außerdem OpenGL 4.3 für Nvidias Maxwell-GPUs. Der Treiber für AMD-GPUs liefert die Unterstützung für Polaris 12.

Für Mesa 17.0 haben sich die Entwickler auch auf die Verbesserung der Vulkan-Treiber konzentriert. So soll der Intel-Treiber Anv eine deutlich bessere Leistung aufweisen, und der AMD-Treiber Radv unterstützt mehrere Geräte. Ebenso sind Änderungen an Vulkan eingeflossen, die sämtlichen Treibern zugute kommen.

Weitere Details finden sich in der Ankündigung von Velikov und im Changelog. Der Code von Mesa 17.0 steht zum Download bereit und sollte von einigen Distributionen demnächst als Paket bereitgestellt werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung

nate 15. Feb 2017

Nach welcher Definition? Vivante, Broadcom und Qualcomm sind die direkten Konkurrenten...

ikhaya 13. Feb 2017

Kamera ,ja das liest man öfter. SD kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das ist doch ned...


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 2070 Super und Geforce RTX 2060 Super - Test

Die Geforce RTX 2070 Super und die Geforce RTX 2060 Super sind Nvidias neue Grafikkarten für 530 Euro sowie 420 Euro. Beide haben 8 GByte Videospeicher und unterstützen Raytracing in Spielen.

Geforce RTX 2070 Super und Geforce RTX 2060 Super - Test Video aufrufen
Transport Fever 2 angespielt: Wachstum ist doch nicht alles
Transport Fever 2 angespielt
Wachstum ist doch nicht alles

Wesentlich mehr Umfang, bessere Übersicht dank neuer Benutzerführung und eine Kampagne mit 18 Missionen: Das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games hat Golem.de das Aufbauspiel Transport Fever 2 vorgestellt - bei einer Bahnfahrt.
Von Achim Fehrenbach

  1. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  2. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  3. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

Radeon RX 5700 (XT) im Test: AMDs günstige Navi-Karten sind auch super
Radeon RX 5700 (XT) im Test
AMDs günstige Navi-Karten sind auch super

Die Radeon RX 5700 (XT) liefern nach einer Preissenkung vor dem Launch eine gute Leistung ab: Wer auf Hardware-Raytracing verzichten kann, erhält zwei empfehlenswerte Navi-Grafikkarten. Bei der Energie-Effizienz hapert es aber trotz moderner 7-nm-Technik immer noch etwas.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Radeon RX 5700 (XT) AMD senkt Navi-Preise noch vor Launch
  2. AMD Freier Navi-Treiber in Mesa eingepflegt
  3. AMDGPU AMD veröffentlicht Linux-Treiber für Navi

Wizards Unite im Test: Harry Potter Go mit Startschwierigkeiten
Wizards Unite im Test
Harry Potter Go mit Startschwierigkeiten

Der ganz große Erfolg ist das in der Welt von Harry Potter angesiedelte Wizards Unite bislang nicht. Das dürfte mit dem etwas zähen Einstieg zusammenhängen - Muggel mit Durchhaltevermögen werden auf den Straßen dieser Welt aber durchaus mit Spielspaß belohnt.
Von Peter Steinlechner

  1. Pokémon Go mit Harry Potter Magische Handy-Jagd auf Dementoren

    •  /