Abo
  • Services:

Wayland: Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS

Die Verbindung aus Android und Chrome OS könnte zukünftig volle Unterstützung für Gamepads erhalten. Das legen Patches für das Wayland-Protokoll nahe. Interessant wird die Kombination damit auch für Konsolen wie das Shield TV oder Smart-TVs.

Artikel veröffentlicht am ,
Gamepads wie für das Shield TV können bald vielleicht auch an Chromebooks genutzt werden.
Gamepads wie für das Shield TV können bald vielleicht auch an Chromebooks genutzt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Spiele, die als Android-Apps verfügbar sind, lassen sich künftig vielleicht auch offiziell mit einem Gamepad auf Chromebooks oder anderen Geräten mit Chrome OS steuern. Dass das prinzipiell kein Problem ist, zeigte etwa das Blog Chrome Unboxed bereits Ende des vergangenen Jahres. Google arbeitet aber offenbar an einer standardisierten Umsetzung dafür, sodass eine Vielzahl von Eingabegeräten auf unterschiedlicher Hardware genutzt werden könnten.

Stellenmarkt
  1. SV Informatik GmbH, Stuttgart
  2. PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB, Braunschweig

Dies ergibt sich zumindest aus Patches, die der Google-Angestellte Jingkui Wang auf der Mailing-Liste des Wayland-Projekts veröffentlicht hat und die im Chromium-Projekt entstanden sind. Zur Kommunikation zwischen Android, das in einem Container ausgeführt wird, und dem darunter liegenden Betriebssystem Chrome OS nutzt das Team Wayland mit einigen eigenen Protokollerweiterungen, wie überraschend auf einer Konferenz im vergangenen Jahr erklärt wurde.

Das nun für Wayland verfügbare Protokoll, das damit theoretisch auch in anderen Linux-Distributionen genutzt werden könnte, ist an das Gamepad-API des W3C für Webanwendungen angelehnt, sodass eine Verwendung wohl vergleichsweise einfach von Entwicklern umgesetzt werden könnte.

Weiteres Indiz für Verschmelzung von Android und Chrome OS

Eine derartige Neuerung mag zunächst ungewöhnlich erscheinen. Immerhin ist die Verwendung eines Gamepads zum Spielen an einem Chromebook, also an einem Laptop, wohl eher weniger verbreitet. Zumindest mit einem Convertible erscheint solch eine Nutzung allerdings durchaus vorstellbar. Darüber hinaus ermöglicht es die Verbindung der beiden Betriebssysteme erfahrenen Android-Entwicklern vermutlich, auch anspruchsvollere Spiele zu erstellen.

Schließlich kann so auf schnellere Hardware sowie auf echte Eingabegeräte wie eben Gamepads zurückgegriffen werden. Ebenso können auch bereits bestehende Spiele, die etwa für Konsolen wie das Shield TV entwickelt worden sind, einer größeren Anzahl von Nutzern zur Verfügung gestellt werden. In den USA verkaufen sich die Chromebooks beispielsweise vergleichsweise gut.

Die vorgestellten Patches passen zudem sehr gut zu den vor allem im vergangenen Jahr verstärkt aufgetretenen Andeutungen und Gerüchten, dass Google eine Zusammenführung von Chrome OS und Android plane. Da Chrome OS weitgehend freie Kernel-Treiber voraussetzt und das darauf betriebene Android mehr oder weniger unabhängig von der eigentlichen Hardware arbeitet, lassen sich anders als bei den meisten Android-Telefonen relativ zügig Betriebssystem-Upgrades ausspielen.

Vorteilhaft ist das aber eben nicht nur für die Chromebooks sondern auch für klassische Android-Geräte. So entstand die grundlegenden Technik für Android in Chrome OS zunächst für Googles Tablet Pixel C. Von den schnellen und auch über Jahre hinweg langfristig gesicherten Updates können ebenso Konsolen wie unter anderem das erwähnte Shield TV sowie Smart-TVs profitieren, die bisher Android TV als Betriebssystem nutzen. Bei einigen dieser Geräte ist die Updatepolitik der Hersteller bisher ähnlich katastrophal wie bei Smartphones.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 199€ (Bestpreis!)
  2. 319€ (aktuell günstigste GTX 1070!)
  3. (u. a. Euro Truck Simulator 2 - Beyond the Baltic Sea (DLC) für 8,99€ und Fortnite - Deep Freeze...
  4. 99€ + Versand (Vergleichspreis ca. 116€ + Versand)

Moe479 19. Jan 2017

relativiert das doch nicht immer, alle oder nahe zu alle/die meisten sind nicht einige...


Folgen Sie uns
       


Nubia Red Magic Mars - Hands on (CES 2019)

Das Red Magic Mars von Nubia ist ein Gaming-Smartphone mit guter Hardware - und einem ziemlich guten Preis.

Nubia Red Magic Mars - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer: Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer
"Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Wenn man im Game durch die weite Steppe reitet, auf Renaissance-Hausdächern kämpft oder stundenlang Rätsel löst, fragt man sich manchmal, wer das alles in Code geschrieben hat. Ein Spieleprogrammierer von Ubisoft sagt: Wer in dem Traumjob arbeiten will, braucht vor allem Geduld.
Von Maja Hoock

  1. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  2. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel
  3. IT-Jobs Ein Jahr als Freelancer

Enterprise Resource Planning: Drei Gründe für das Scheitern von SAP-Projekten
Enterprise Resource Planning
Drei Gründe für das Scheitern von SAP-Projekten

Projekte mit der Software von SAP? Da verdrehen viele IT-Experten die Augen. Prominente Beispiele von Lidl und Haribo aus dem vergangenen Jahr scheinen diese These zu bestätigen: Gerade SAP-Projekte laufen selten in time, in budget und in quality. Dafür gibt es Gründe - und Gegenmaßnahmen.
Von Markus Kammermeier


    Chromebook Spin 13 im Alltagstest: Tolles Notebook mit Software-Bremse
    Chromebook Spin 13 im Alltagstest
    Tolles Notebook mit Software-Bremse

    Bei Chromebooks denken viele an billige, knarzende Laptops - das Spin 13 von Acer ist anders. Wir haben es einen Monat lang verwendet - und uns am Ende gefragt, ob der veranschlagte Preis für ein Notebook mit Chrome OS wirklich gerechtfertigt ist.
    Ein Test von Tobias Költzsch


        •  /