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Auch das Debian-Projekt schaltet seine FTP-Server ab.
Auch das Debian-Projekt schaltet seine FTP-Server ab. (Bild: Juliette Taka BELIN/CC-BY 3.0)

Altes Protokoll: Debian-Projekt stellt FTP-Server ein

Auch das Debian-Projekt schaltet seine FTP-Server ab.
Auch das Debian-Projekt schaltet seine FTP-Server ab. (Bild: Juliette Taka BELIN/CC-BY 3.0)

Die Linux-Distribution Debian wird Ende dieses Jahres ihre öffentlichen FTP-Server abschalten. Die Gründe sind ähnliche wie bei den Linux-Kernel-Entwicklern, die ebenfalls auf FTP verzichten, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied.

Vor wenigen Monaten hat die Entwickler-Community des Linux-Kernel bekanntgegeben, seinen Code nicht mehr über klassische FTP-Server bereitstellen zu wollen. Diesen Abschied von dem veralteten FTP unternimmt mit dem Debian-Projekt nun auch eine der ältesten noch aktiven Linux-Distributionen, wie die Beteiligten in einer kurzen Mail mitteilen. Der Dienst wird demnach zum 1. November abgeschaltet.

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Die Gründe zum Abschalten der FTP-Server von Debian ähneln dabei sehr stark der Argumentation der Kernel-Community. So biete die Technik "keine Unterstützung für Caching oder Beschleunigungstechniken", die Implementierung für die FTP-Technik stagniere und sie sei zudem "schwierig einzurichten und zu benutzen". Ebenso sei das Protokoll ineffizient und erfordere umständliche Basteleien an Firewalls oder Load-Balancern.

Zu der Entscheidung beigetragen habe auch, dass die Nutzung der FTP-Server in den vergangenen Jahren stetig abgenommen habe. Letzteres sei auch darauf zurückzuführen, dass der Debian-Installer selbst schon seit über zehn Jahren keine Möglichkeit mehr dafür bietet, per FTP auf die Spiegelserver des Projekts zuzugreifen. Erhalten bleiben soll allerdings vorerst der Domain-Name ftp.debian.org.

Vor allem im Vergleich zur Linux-Community ist an der Entscheidung von Debian interessant, dass das Projekt als Alternative zu FTP das unverschlüsselte HTTP empfiehlt und anbietet. Die Kernel-Hacker setzen stattdessen auf HTTPS. Die Debian-Archive sind darüber hinaus auch überhaupt nicht per HTTPS erreichbar. Der Versuch, per HTTPS auf die Archive zuzugreifen, führt zudem zu einem Zertifikatsfehler.


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hjp 27. Apr 2017

Hätte man vielleicht können, hat man aber nicht. In HTTP hingegen wurden entsprechende...

Teebecher 27. Apr 2017

Vielen Dank.

1ras 27. Apr 2017

Bei der allgegenwärtigen Umstellung von http auf https wird gerade großflächig das...

Youssarian 26. Apr 2017

SIE sollen nicht wissen, was hoch- oder runtergeladen wird. Auch nicht, wenn diese...

George99 26. Apr 2017

Bei den CD-Images gibt es tw. auch https-Seiten, insbesondere beim neuen Stretch: Hier z...



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