Abo
  • Services:

Linux: Wenn der Laptop-Deckel das Touchpad ausschaltet

Zur Hardwareunterstützung von Consumer-Geräten müssen die Linux-Entwickler mit vielen seltsamen Problemen kämpfen. Die Eingabebibliothek Libinput reagiert deshalb künftig auf das Zuklappen des Laptops mit dem Abschalten des Touchpads. Dabei muss aber die Tastatur überwacht werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Für Geräte wie das Surface 3 müssen Entwickler wie Hutterer "Händchen halten".
Für Geräte wie das Surface 3 müssen Entwickler wie Hutterer "Händchen halten". (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Eigentlich ist die Sache klar: Wenn der Laptop geschlossen ist, kann der Nutzer das eingebaute Touchpad nicht verwenden, Eingaben darüber sollten also nicht stattfinden. Wie der Entwickler Peter Hutterer in seinem Blog schreibt, können bei geschlossenem Laptop jedoch Interferenzen des Displays Eingaben auf einigen Touchpads oder sogenannten Trackpoints auslösen. Patches für die Eingabebibliothek Libinput sollen dieses fehlerhafte Verhalten künftig verhindern.

Stellenmarkt
  1. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. OHB System AG, Bremen, Oberpfaffenhofen

Umgesetzt worden ist dies vergleichsweise einfach, Libinput kann dazu auf Lid-Switch-Events reagieren. Das heißt, der Code kann auf das Zu- und Aufklappen des Deckels eines Laptops reagieren und damit dann auch die von Hutterer als Geistereingaben bezeichneten Falschinformationen schlicht verwerfen, falls der Laptop geschlossen ist. Dieses Verhalten sei die Hauptmotivation für die Arbeiten an den Neuerungen gewesen.

Unter Umständen sind die von den Geräten selbst gemeldeten Zustände des Laptop-Deckels unter Linux aber nicht verwertbar. So gibt es etwa Geräte, die aus Perspektive der Software entweder dauerhaft geschlossen sein müssten, oder keinerlei Ereignis beim Öffnen des Deckels senden. Um damit verbundene Fehler zu vermeiden, überwacht Libinput außerdem die Tastatur. Wird diese in einem kurzen Zeitabstand zum Touchpad genutzt, obwohl der Deckel laut Software geschlossen ist, muss der Deckel wohl doch physisch geöffnet sein. Libinput passt sein Verhalten dann entsprechend an.

Unter Umständen wird diese von Libinput erhaltene Information sogar mit dem Linux-Kernel synchronisiert, damit auch andere Software-Komponenten die richtige Information über den Status der Hardware erhalten können. Hutterer gibt darüber hinaus an, dass diese Arbeiten künftig wohl je nach Gerät auch mit Einzelfallbetrachtungen gelöst werden müssten.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)
  2. 19€ für Prime-Mitglieder
  3. (u. a. HP 27xq WQHD-Monitor mit 144 Hz für 285€ + Versand - Bestpreis!)
  4. 288€

Bigfoo29 24. Feb 2017

Na um mal beim Lästern zu bleiben: Was es nicht gibt, kann auch nicht kaputt gehen...

Porterex 05. Feb 2017

Hier sieht man das etliche Hardwarehersteller schlampen, wenn noch nichtmal Funktionen...

Jogibaer 03. Feb 2017

Meine externe Asus Xonar U7 wurde mit dem Treiber von Asus unter Windows 10 problemlos...

igor37 03. Feb 2017

Nein, nicht auf dem Surface Pro. Da kann man noch so viel konfigurieren, man wird immer...

southy 02. Feb 2017

Also meines ist 12" zweite Generation (20DK-001XGE). Ich hatte recht kurz nach dem Kauf...


Folgen Sie uns
       


Odroid Go - Test

Mit dem Odroid Go kann man Doom spielen - aber dank seines ESP32-Mikrocontrollers ist er auch für Hard- und Softwarebastler empfehlenswert.

Odroid Go - Test Video aufrufen
Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer
IT-Jobs
Ein Jahr als Freelancer

Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. IT Frauen, die programmieren und Bier trinken
  3. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix

Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
Elektroauto
Eine Branche vor der Zerreißprobe

2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Monowheel Z-One One Die Elektro-Vespa auf einem Rad
  2. 2nd Life Ausgemusterte Bus-Akkus speichern jetzt Solarenergie
  3. Weniger Aufwand Elektroautos sollen in Deutschland 114.000 Jobs kosten

    •  /