Abo
  • Services:
Anzeige
Linxu 4.10 ist freigegeben worden.
Linxu 4.10 ist freigegeben worden. (Bild: Ken Funakoshi/CC-BY-SA 2.0)

Betriebssysteme: Linux 4.10 beschleunigt und verbessert

Linxu 4.10 ist freigegeben worden.
Linxu 4.10 ist freigegeben worden. (Bild: Ken Funakoshi/CC-BY-SA 2.0)

Optimierter Datendurchsatz, verbessertes WLAN und eine Effizienzsteigerung auf aktuellen Intel-Prozessoren: Der neue Linux-Kernel 4.10 bringt zahlreiche Neuerungen.

Der soeben freigegebene Linux-Kernel 4.10 unterstützt Intels Turbo Boost Max 3.0. Dabei werden bestimmte Aufgaben an den Prozessorkern delegiert, der aktuell am höchsten getaktet ist. Zu den weiteren Neuerungen gehören optimierte Lese- und Schreibfunktionen auf USB-Sticks und Leistungssteigerungen beim WLAN. Der freie Treiber Nouveau für Grafikchips von Nvidia wurde ebenfalls grundlegend überarbeitet.

Anzeige

Wenn der Linux-Kernel große Datenmengen aus dem Writeback-Zwischenspeicher schreibt, kann es bei Anwendungen wie Browsern zu Verzögerungen kommen, die gleichzeitig kleinere Datenmengen lesen und schreiben. Das passiert etwa bei der Verwendung von Linux direkt von externen Datenträgern, etwa von USB-Sticks. Dem soll das sogenannte Writeback Throttling entgegenwirken, mit dem das Schreiben aus dem Writeback-Cache gedrosselt wird, um anderen Lese- und Schreiboptionen zwischenzeitlich den Vorzug zu geben. Vorausgegangen sind etliche Tests, die nachgewiesen haben, dass die Drosselung den Datendurchsatz aus dem Writeback-Cache kaum verringert und dass sogar entsprechend konfigurierte Server-Systeme mit zugriffsintensiven Datenbanken dabei deutlich flüssiger laufen.

Effizienteres WLAN

Erste Umbauten an WLAN-Treibern im Linux-Kernel sollen die Leistung von drahtlosen Verbindungen erhöhen. Dabei sollen die durch zu starkes Puffern verursachten Verbindungslatenzen verringert werden. Die Grundlagen der Stauvermeidung von Datenpakten wurde bereits in Linux 4.8 umgesetzt, jetzt wurde der erste Treiber für Atheros-9k-Chips von Qualcomm angepasst. Weitere sollen folgen.

Von Android haben die Kernel-Entwickler die Möglichkeit übernommen, Netzwerkpakete per Benutzer-ID weiterzuleiten. Unter Android können damit beispielsweise Routing-Richtlinien für einzelne Anwendungen definiert werden, was sowohl die Leistung als auch die Sicherheit erhöht.

Flüssigeres Video

Besonders für die flüssigere Darstellung von Videos bietet der Linux-Kernel 4.10 eine Explicit Fencing genannte Infrastruktur. Die als Fencing bezeichneten Barrieren dienen der Synchronisierung des Zugriffs auf Bildpuffer des Grafikprozessors und den Grafiktreibern. Bislang machte das ausschließlich der Linux-Kernel unter dem Namen Implicit Fencing. Künftig können Anwendungen unter dem Namen Explicit Fencing selbst das Auslesen verschiedener Puffer synchronisieren. Das soll etwa verhindern, dass ein Video-Player beim Rendern seiner Benutzeroberfläche ins Stocken gerät, weil er auf neue Bilder aus dem Video-Puffer des Grafikprozessors warten muss. Für die neue Vulkan-API ist Explicit Fencing zwingend, dessen Komponenten aus Android in den Linux-Kernel übernommen wurden.

Der freie Treiber Nouveau für Grafikchips von Nvidia wurde so umgebaut, dass er jetzt die bei Linux 3.19 eingeführte Atomic-Struktur verwenden kann. Mit dem neuen Atomic-Mode-Setting können gültige Bildschirmauflösungen vor einer Umstellung getestet werden, diese erfolgt dann sofort. Dabei wird die Umstellung nicht nur beschleunigt, sondern auch ohne Flackern funktionieren. Die Atomic-Struktur ist auch Voraussetzung für den sogenannten Multi-Stream-Transport, mit dem der Nouveau-Treiber 4K und andere hochauflösende Bildschirme über die Displayport-Schnittstelle ansteuern kann. Der neue Nouveau-Treiber kommt künftig auch mit Grafikkarten der Geforce-1060-Reihe klar.

Virtualisierte Grafikhardware und bessere Krypto 

eye home zur Startseite
vh 20. Feb 2017

Was ist der Unterschied zu vga-passthrough mit qemu/kvm? Kann ich etwa mittels mediated...

bjs 20. Feb 2017

das ist so nicht gaz richtig. ein beispiel wären zb neue register der cpu. das...

franzbauer 20. Feb 2017

Die Treiber sind nicht im Kernel enthalten. Durchaus bringt MS eine Menge "Basistreiber...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. DewertOkin GmbH, Hamburg
  2. ifb KG, Seehausen am Staffelsee
  3. Robert Bosch GmbH, Ludwigsburg
  4. BG-Phoenics GmbH, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Resident Evil: Vendetta 14,99€, John Wick: Kapitel 2 9,99€, Fight Club 8,29€ und...
  2. 1 Monat für 1€

Folgen Sie uns
       


  1. R-PHY- und R-MACPHY

    Kabelnetzbetreiber müssen sich nicht mehr festlegen

  2. ePrivacy-Verordnung

    Ausschuss votiert für Tracking-Schutz und Verschlüsselung

  3. Lifetab X10605 und X10607

    LTE-Tablets direkt bei Medion bestellen

  4. Gran Turismo Sport im Test

    Puristischer Fahrspaß - fast nur für Onlineraser

  5. Breitbandausbau

    Oettinger bedauert Privatisierung der Telekom

  6. Elektroauto

    Tesla Model S brennt auf österreichischer Autobahn aus

  7. Ubuntu 17.10 im Test

    Unity ist tot, lange lebe Unity!

  8. Asus Rog GL503 und GL703

    Auf 15 und 17 Zoll für vergleichsweise wenig Geld spielen

  9. Swisscom

    Einsatz von NG.fast bringt bis zu 5 GBit/s

  10. Bixby 2.0

    Samsung will Sprachassistenten auf viel mehr Geräte bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xperia Touch im Test: Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
Xperia Touch im Test
Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
  1. Roboter Sony lässt Aibo als Alexa-Konkurrenten wieder auferstehen
  2. Sony Xperia XZ1 Compact im Test Alternativlos für Freunde kleiner Smartphones
  3. Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact sind erhältlich

Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
Arktika 1 im Test
Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
  1. TPCast Oculus Rift erhält Funkmodul
  2. Oculus Go Alleine lauffähiges VR-Headset für 200 US-Dollar vorgestellt
  3. Virtual Reality Update bindet Steam-Rift in Oculus Home ein

ZFS ausprobiert: Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
ZFS ausprobiert
Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
  1. Librem 5 Purism zeigt Funktionsprototyp für freies Linux-Smartphone
  2. Pipewire Fedora bekommt neues Multimedia-Framework
  3. Linux-Desktops Gnome 3.26 räumt die Systemeinstellungen auf

  1. Re: Sinn?

    Dwalinn | 16:46

  2. Re: An Spekulationen vorab werden wir uns nicht...

    Matty194 | 16:46

  3. Re: Braucht die Welt nicht...

    berritorre | 16:43

  4. Re: Ist das relevant? Wir haben jedes Jahr 15000...

    gadthrawn | 16:40

  5. Swarm Computing Status: x

    lukasdurmich | 16:40


  1. 15:42

  2. 15:27

  3. 15:12

  4. 15:00

  5. 13:49

  6. 12:25

  7. 12:00

  8. 11:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel