Linux: Open-Source-Treiber für AMDs Vega aufgenommen
Anfang vergangener Woche haben die Linux-Entwickler von AMD damit begonnen, Patches für die Unterstützung der kommenden Grafikgeneration Vega bereitzustellen. Nach einer vergleichsweise kurzen Überprüfungsphase sind die notwendigen Codebestandteile nun in die Entwicklungszweige der jeweiligen Upstream-Projekte eingepflegt worden.
Der wohl mit Abstand größte Teil des Codes umfasst die Registerheader, die allein mehrere hunderttausend Zeilen Quellcode umfassen. Die Kernelbestandteile des Treibers finden sich nun im DRM-Next-Zweig(öffnet im neuen Fenster) des Red-Hat-Angestellten Dave Airlie, so dass davon auszugehen ist, dass dieser Code für die noch nicht offiziell in Entwicklung befindliche Linux-Version 4.12 eingereicht wird. Linux 4.12 erscheint vermutlich Anfang Juni dieses Jahres.
Der Kernel-Code kann dann damit zwar prinzipiell genutzt werden, für die Anzeige wird aber zudem auch der Code für den sogenannten Display Core (DC) benötigt, dessen Integration die Linux-Community bisher jedoch mehrfach widersprochen hat. Ob der DC-Code nach vielen Änderungen ebenfalls in Linux 4.12 landen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Sollte dies nicht geschehen, sind Nutzer weiterhin auf ein Kernel-Modul angewiesen, das AMD etwa für seine AMDGPU-Pro-Treiber auch selbst pflegt.
Zusätzlich zum Kernel findet sich die Unterstützung für AMDs Vega-Generation nun auch in der Helferbibliothek Libdrm(öffnet im neuen Fenster) sowie in der Userspace-Grafikbibliothek Mesa(öffnet im neuen Fenster). Letzteres ist zwar noch auf OpenGL 3.1 beschränkt, soll aber laut Aussage der Entwickler künftig noch erweitert werden. Vega wird damit künftig wohl auch OpenGL 4.5 mit dem Open-Source-Treiber unterstützen.
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