Abo
  • Services:
Anzeige
Auf Veranstaltungen wie dem Kernel Summit diskutiert die Community in kleiner Runde ihre Probleme.
Auf Veranstaltungen wie dem Kernel Summit diskutiert die Community in kleiner Runde ihre Probleme. (Bild: Linux Foundation, Flickr.com/CC-BY 2.0)

Linux: Kernel-Maintainer brauchen ein Manifest zum Arbeiten

Auf Veranstaltungen wie dem Kernel Summit diskutiert die Community in kleiner Runde ihre Probleme.
Auf Veranstaltungen wie dem Kernel Summit diskutiert die Community in kleiner Runde ihre Probleme. (Bild: Linux Foundation, Flickr.com/CC-BY 2.0)

Die Maintainer des Linux-Kernels werden immer stärker belastet. Ein Teil der Community versucht, das Problem aktiv zu lösen. Der Intel-Angestellte Daniel Vetter etwa schlägt dazu ein Manifest mit klaren Handlungsanweisungen vor, damit die Community künftig anders arbeitet.

Um auf das steigende Wachstum des Linux-Kernels reagieren zu können, diskutiert die Entwickler-Community seit einigen Jahren, wie dies umgesetzt werden könnte. Denn soviel ist klar, ein Maintainer skaliert nicht, und dem Kernel fehlen Maintainer, also Verantwortliche für bestimmte Code-Bereiche. Der Intel-Angestellte Daniel Vetter hat auf der Linux-Conf-Au ein Manifest vorgeschlagen, das bei der Arbeit als Maintainer beachtet werden soll, und dies in seinem Blog zusammengefasst.

Vetter schreibt als Begründung hierfür: "Ich denke, was am Ende benötigt wird, sind einige Richtlinien und Diskussionen darüber, was ein Betreuer ist, und was ein Betreuer tut". Vetter, der seit Jahren am Linux-Grafikstack sowie dort an Intels Treiber arbeitet, begründet dies vor allem mit seinen persönlichen Erfahrungen als Betreuer.

Anzeige

Handreichung für neue und alte Maintainer

Notwendig sei das Manifest, weil der Posten des Betreuers standardmäßig durch Zufall vergeben werde, "und dann muss jeder auf eigene Faust lernen, wie man das tut, während man hoffentlich nicht zu viele Brücken hinter sich niederreißt - zumindest ich selbst war auf dieser Reise manchmal ziemlich verloren", schreibt Vetter.

Der Entwickler fordert etwa eine größere Akzeptanz für die Verantwortung des Postens, das heißt auch, nicht nur technische Entscheidungen fällen zu müssen und sich seiner eigenen Machtposition bewusst werden zu müssen, um diese nicht auszunutzen. Letztlich müssten die Betreuer auch ihre eigenen Grenzen kennen und danach handeln. Das heißt, etwa Arbeit abzugeben oder in letzter Konsequenz auch für Ersatz zu sorgen und die Arbeit ganz aufzugeben. Vor allem Letzteres ist in der Vergangenheit aber teilweise eben nicht umgesetzt worden, was zu einigen Problemen geführt hat.

Vetter selbst teilt sich seit einiger Zeit die Verantwortlichkeit für den Code mit seinem Team, was in einem starken Kontrast zu dem bisher sehr hierarchisch organisierten Betreuungsmodell des Linux-Kernels steht. Daraus ergibt sich laut Vetter ein weiterer Vorteil: "Zumindest für mich geht es nicht nur darum, eine gute Code-Qualität zu gewährleisten, sondern auch um die Verbreitung von Wissen und die Verbesserung des Verständnisses. Am Anfang gibt es vielleicht eine Person, die den Code versteht: den Autor (und selbst das ist nicht gegeben). Nach guter Überprüfung sollte es mindestens zwei Menschen geben, die den Code vollständig verstehen, einschließlich der Spezialfälle. Und das ist auch, warum ich denke, dass Gruppenbetreuung die einzige Möglichkeit ist, jedes Projekt mit mehr als einem Beitragenden zu führen."

Von der Umsetzung der Betreuergruppen ist die Kernel-Community für viele Codeteile aber trotz der anhaltenden Diskussionen darum noch weit entfernt.


eye home zur Startseite
tbxi 21. Jan 2017

Ja, ein Batmankostüm, in dem Steven Rostedt steckt. Ist eine Art Running Gag.

maze_1980 21. Jan 2017

Er ist doch der Prototyp des modernen Linux-Maintainer mit seiner Kommune die sich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Swyx Solutions AG, Dortmund
  2. AVM Computersysteme Vertriebs GmbH, Berlin
  3. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt
  4. Universität Passau, Passau


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  2. 16,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf zzgl. 3€ Versand)
  3. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 44,97€, Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Action

    Bungie bestätigt PC-Version von Destiny 2

  2. Extremistische Inhalte

    Google hat weiter Probleme mit Werbeplatzierungen

  3. SpaceX

    Für eine Raketenstufe geht es zurück ins Weltall

  4. Ashes of the Singularity

    Patch sorgt auf Ryzen-Chips für 20 Prozent mehr Leistung

  5. Thimbleweed Park im Test

    Mord im Pixelparadies

  6. Bundesgerichtshof

    Eltern müssen bei illegalem Filesharing ihre Kinder verraten

  7. Gesetz beschlossen

    Computer dürfen das Lenkrad übernehmen

  8. Neue Bildersuche

    Fotografenvereinigung Freelens klagt gegen Google

  9. FTTB

    Unitymedia baut zwei Gemeinden mit Glasfaser aus

  10. Hashfunktion

    Der schwierige Abschied von SHA-1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Vikings im Kurztest: Tiefgekühlt kämpfen
Vikings im Kurztest
Tiefgekühlt kämpfen
  1. Future Unfolding im Test Adventure allein im Wald
  2. Nier Automata im Test Stilvolle Action mit Überraschungen
  3. Nioh im Test Brutal schwierige Samurai-Action

Logitech UE Wonderboom im Hands on: Der Lautsprecher, der im Wasser schwimmt
Logitech UE Wonderboom im Hands on
Der Lautsprecher, der im Wasser schwimmt
  1. Playbase im Hands on Sonos bringt kraftvolles Lautsprechersystem fürs Heimkino
  2. Mikrosystem Usound baut Mems-Lautsprecher für Kopfhörer
  3. Automute Stummschalten beim Ausstöpseln der Kopfhörer

Forensik Challenge: Lust auf eine Cyber-Stelle beim BND? Golem.de hilft!
Forensik Challenge
Lust auf eine Cyber-Stelle beim BND? Golem.de hilft!
  1. Reporter ohne Grenzen Verfassungsklage gegen BND-Überwachung eingereicht
  2. Selektorenaffäre BND soll ausländische Journalisten ausspioniert haben
  3. Ex-Verfassungsgerichtspräsident Papier Die Politik stellt sich beim BND-Gesetz taub

  1. Re: Glückwunsch zur erfolgreichen Landung!

    Cassiel | 00:43

  2. Re: Das dritte Pixel-Spiel die Woche

    burzum | 00:38

  3. Re: Wer eine fragliche Datei mehre Tage iim...

    TC | 00:36

  4. Re: Whitewashing, was ein Quatsch!

    mnementh | 00:22

  5. Re: Ein bisschen hoch der Fingerabrducksensor

    Topf | 00:00


  1. 22:53

  2. 19:00

  3. 18:40

  4. 18:20

  5. 18:00

  6. 17:08

  7. 16:49

  8. 15:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel