Abo
  • Services:
Anzeige
Experten kritisieren die öffentliche Verwaltung für ihre Abhängigkeit von Microsoft.
Experten kritisieren die öffentliche Verwaltung für ihre Abhängigkeit von Microsoft. (Bild: Sam Yeh/AFP/Getty Images)

Open Source: Kritik an Microsoft-Monopol in der Verwaltung

Experten kritisieren die öffentliche Verwaltung für ihre Abhängigkeit von Microsoft.
Experten kritisieren die öffentliche Verwaltung für ihre Abhängigkeit von Microsoft. (Bild: Sam Yeh/AFP/Getty Images)

Wie abhängig sind Behörden von Microsoft? Ein ehemaliger hochrangiger Beamter der Bundesregierung und andere Experten kritisieren jetzt die Beschaffungspolitik der öffentlichen Verwaltung. Der Microsoft-Lock-In koste Geld und behindere Innovation.

Der ehemalige Abteilungsleiter für Informationstechnik und Cybersicherheit im Innenministerium, Martin Schallbruch, hat die IT-Beschaffung der Verwaltungen kritisiert, weil diese fast ausschließlich auf proprietäre Software von Microsoft setzen: "Viele staatliche Verwaltungen sind so abhängig von diesem einen Anbieter, dass sie nicht mehr die Wahl haben, welche Software sie nutzen wollen. Damit laufen die Staaten Europas Gefahr, die Kontrolle über ihre eigene IT-Infrastruktur zu verlieren", sagte er dem Tagesspiegel.

Anzeige

Europaweit nutzen nur relativ wenige Verwaltungen Open-Source-Lösungen. Das deutsche Vorzeigeprojekt Limux in München wird zurzeit vom Stadtrat unter Führung des Oberbürgermeisters Dieter Reiter mit zum Teil fadenscheinigen Argumenten abgewickelt.

Auch Matthias Kirschner von der Free Software Foundation Europe kritisiert die Beschaffungspolitik der öffentlichen Verwaltungen als unzeitgemäß: "Open Source ist in Wissenschaft und Wirtschaft inzwischen der Standard", sagte er. Dies gelte für Geräte vom Smartphone bis zum Supercomputer.

Viel Geld für sehr alte Betriebssysteme

Öffentliche Verwaltungen sind in der Tat oft abhängig von Microsoft. Weil sie darüber hinaus oft noch selbst entwickelte, proprietäre Lösungen nutzen, ist ein Umstieg selbst auf neuere Windows-Versionen oft nicht trivial. Auch deshalb nutzen einige Verwaltungen in der EU nach wie vor Windows XP - und zahlen dafür Millionenbeträge an Microsoft, um nach dem Auslaufen des Supports im Jahr 2014 weiterhin Unterstützung zu bekommen.

Dietmar Harthoff vom Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb sieht darin nicht nur ein finanzielles, sondern auch ein Innovationsproblem: "Es ist noch nicht empirisch belegt, aber es ist logisch anzunehmen, dass die Abhängigkeit von dem einen Anbieter den technischen Fortschritt im öffentlichen Sektor bremst."

Die EU-Kommission will eigentlich den Einsatz von freier Software fördern, setzt aber ebenfalls auf Microsoft-Produkte. Tatsächlich hat die Kommission selbst einen Rahmenvertrag mit Microsoft, der für alle EU-Institutionen gilt.


eye home zur Startseite
janoP 20. Apr 2017

Auch wieder war, auch ich habe schon mit sehr kompetenten Behördenmitarbeitern zu tun...

Themenstart

janoP 18. Apr 2017

Du hast offene Standards offenbar nicht verstanden. Das Prinzip dahinter ist, dass wenn...

Themenstart

janoP 18. Apr 2017

Da wär ich voll für. Es gibt viele solche Themen, die man viel konsequenter anpacken und...

Themenstart

Neuro-Chef 15. Apr 2017

Dann muss halt mal was von oben herab verordnet werden. Wir Bürger sind's doch gewohnt...

Themenstart

__destruct() 11. Apr 2017

Ich denke, er hat uns beide gemeint. ;-)

Themenstart

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. European Patent Office, München oder Den Haag (Niederlande)
  2. Robert Bosch GmbH, Crailsheim
  3. Daimler AG, Böblingen
  4. Robert Bosch GmbH, Abstatt


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 5,99€
  3. 15,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Amazon

    Phishing-Kampagne ködert mit Datenschutzgrundverordnung

  2. Linux-Distribution

    Opensuse ändert erneut sein Versionsschema

  3. Ronin 2 und Cendence

    DJI präsentiert neuen Kamera-Gimbal und Drohnencontroller

  4. Festnetz

    Neue Glasfaser von Prysmian soll Spleißzeit verringern

  5. Radeon Pro Duo

    AMD bringt Profi-Grafikkarte mit zwei Polaris-Chips

  6. Mediacenter-Software

    Warum Kodi DRM unterstützen will

  7. Satelliteninternet

    Apple holt sich Satellitenexperten von Alphabet

  8. Microsoft

    Bis 2020 kein Office-Support mehr für einige Cloud-Dienste

  9. Sonos Playbase vs. Raumfeld Sounddeck

    Wuchtiger Wumms im Wohnzimmer

  10. Regierungspräsidium

    Docmorris muss Automatenapotheke schließen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ryzen 5 1600X im Test: Der fast perfekte Desktop-Allrounder
Ryzen 5 1600X im Test
Der fast perfekte Desktop-Allrounder
  1. UEFI-Update Agesa 1004a lässt Ryzen-Boards schneller booten
  2. RAM-Overclocking getestet Ryzen profitiert von DDR4-3200 und Dual Rank
  3. Ryzen 5 1500X im Test AMD macht Intels Vierkernern mächtig Konkurrenz

Hasta la vista, Vista: Microsoft beendet seinen PR-Alptraum
Hasta la vista, Vista
Microsoft beendet seinen PR-Alptraum
  1. Hasta la vista, Vista Entkernt und abgesichert

Ubuntu: Mark Shuttleworth macht endlich mal was richtig
Ubuntu
Mark Shuttleworth macht endlich mal was richtig
  1. Ubuntu 17.04 erschienen Das vielleicht letzte Mal Unity
  2. Ubuntu Canonical-CEO hört auf und Shuttleworth übernimmt wieder
  3. Ubuntu Canonical gibt Unity 8 und Smartphone-Konvergenz auf

  1. Re: Völliger Bullshit

    neocron | 17:07

  2. Re: An die Aktien-Experten: wie kommt der...

    Oktavian | 17:07

  3. Re: Bitte bitte kein Software Blob

    DonaldDuck | 17:05

  4. Re: DRM aber optional?

    My1 | 17:04

  5. Re: wer schützt uns vor den Schnapsideen...

    NopeNopeNope | 16:55


  1. 17:10

  2. 16:49

  3. 16:26

  4. 16:11

  5. 15:56

  6. 13:45

  7. 13:13

  8. 12:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel