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Hikey 960: Huawei bringt Entwicklerboard mit Mate-9-Chip

Das Hikey 960 ist ein sehr leistungsstarkes Entwicklerboard mit einem Octacore-Soc von Huawei. Die Platine lässt sich mit einem aktuellen Android betreiben und soll künftig den Mainline-Kernel unterstützen, und damit auch klassische Linux-Distributionen, was aber utopisch scheint.

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Das Hikey 960 läuft mit einem aktuellen Android-System.
Das Hikey 960 läuft mit einem aktuellen Android-System. (Bild: Google/CC-BY 3.0)

Für jene, denen die Rechenleistung eines Raspberry Pi als Bastlerplatine nicht ausreicht, gibt es die 96 Boards Initiative. Die vom Linaro-Konsortium unterstützte Initiative hat nun den neuen Bastelrechner Hikey 960 vorgestellt, der in Zusammenarbeit von ARM, Huawei, Google, Archermind und LeMaker entstanden ist. Herzstück des Hikey 960 ist das Kirin-960-SoC von der Huawei-Tochter Hisilicon, das auch in dem Smartphone Mate 9 von Huawei eingesetzt wird.

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Das SoC nutzt zwei CPU-Cluster aus je vier ARM Cortex-A73- und Cortex-A53-Kernen nach dem Big-Little-Prinzip, denen 3 GByte LPDDR4 SDRAM als Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Als Festspeicher können 32 GByte UFS 2.1 Flashspeicher genutzt werden. Als Grafikchip ist eine Mali-G71-MP8 von ARM verbaut.

Als externe Anschlüsse stehen ein USB 2.0 Type-C-OTG-Port, zwei USB 3.0 Type-A-Host-Ports, Dual-Band-WLAN nach 802.11 b/g/n/ac und Bluetooth 4.1 zur Verfügung. Für Bastler gibt es eine 40-polige GPIO-Leiste sowie einen 60-poligen Steckplatz, zum Beispiel für den Anschluss von Kameras oder zusätzliche USB-Ports und einmal 2-Lane MIPI CSI sowie 4-Lane MIPI CSI zum Anbinden von Kameras.

Erweitert werden kann die Funktion der Platine auch per M.2-Anschluss, der PCIe Gen2 unterstützt. Zur Grafikausgabe kann 4-Lane MIPI DSI genutzt werden, oder HDMI 1.2a mit Auflösungen bis zu 1080p. Theoretisch unterstützt die GPU auch 4K-Auflösungen. Die Stromversorgung erfolgt per Hohlstecker und benötigt eine Spannungsversorgung von 8 bis 18 Volt, wobei 12 Volt empfohlen werden. Die Abmaße der Platine betragen 85 mm x 55 mm. Das Hikey 960 kostet bei verschiedenen Anbietern rund 240 US-Dollar.

Aktuelles Android und Mainline-Versprechen

Als Betriebssystem unterstützt das Hikey 960 ein aktuelles Android des Android Open Source Projekts (AOSP) auf Grundlage des gemeinsamen Linux-Kernels 4.4. Eigenen Angaben zufolge arbeitet Linaro derzeit mit Huawei auch daran, den neuen Langzeitkernel 4.9 zu unterstützen, der ebenfalls vom AOSP als Kernel genutzt wird.

Beide Unternehmen geben darüber hinaus an, das SoC im Hauptentwicklungszweig von Linux, dem sogenannten Mainline-Kernel, zu pflegen, was künftig die Unterstützung mehrerer Linux-Distributionen für das Board ermöglichen soll. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass große Distributionen wie Fedora oder Ubuntu künftig problemlos auf dem Gerät laufen und einfach genutzt werden können.

Zwar sind bis auf die OpenGLES-Userspace-Treiber und die für Android typische Hardwareabstraktion keine proprietären Bestandteile notwendig, um das Hikey 960 zu verwenden. Es ist aber nicht absehbar, dass etwa der freie Kernel-Treiber für die Mail-GPU mittelfristig in den Mainline-Kernel aufgenommen wird, da hierfür üblicherweise auch ein freier Userspace-Treiber zur Verfügung stehen muss, was bisher aber nicht der Fall ist.



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M.P. 28. Apr 2017

Zusätzlich hat der Hikey 960 laut Spec gar keinen Ethernet-Port. Ich denke, eine Gigabit...

Ovaron 28. Apr 2017

Was "warum"? Ich verstehe die Frage nicht. Cortex-A53 ist der Bauplan des/der Cores...

M.P. 27. Apr 2017

Dann muss das aber wirklich eine Rakete sein, damit die Leute von ihren Raspberries & Co...


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