Die DSGVO hat dafür gesorgt, dass Daten über registrierte Domains nicht mehr von jedermann eingesehen werden können. Nicht wenige, vor allem staatliche Institutionen stört das. Sie versuchen, das zu ändern - auch an den Icann-Gremien vorbei, die für diese Fragen eigentlich zuständig sind.
Nach vielen Experimenten und monatelangen Verzögerungen wird Mozilla das Protokoll DNS over HTTPS (DoH) für alle US-Nutzer von Firefox ausrollen. Der Anbieter will seinen Nutzern die Technik später aber auch weltweit zur Verfügung stellen.
Der Beirat der Mitglieder der Internet Society (ISOC) fordert einen vorläufigen Stop des Verkaufs der .org-Domain. Eigentlich wollte die ISOC den Betrieb der Domain an einen Finanzinvestor verkaufen.
Fehler bei der Offline-Security können auch Auswirkungen auf die Online-Welt haben. Das erfährt gerade die Iana, die die regelmäßige Root-Key-Zeremonie von DNSSEC verschieben muss, weil die Organisation einen Tresor nicht öffnen kann.
Eine Vertragsverlängerung zwischen der Icann und dem Betreiber der .com-TLD, Verisign, erlaubt deutliche Preissteigerungen um bis zu 7 Prozent pro Jahr. Registrare wie Namecheap wollen nun dagegen vorgehen.
Der kalifornische Generalstaatsanwalt ist für die Kontrolle der Icann zuständig. In einem umfangreichen Fragenkatalog fordert er Informationen und Transparenz zum .org-Verkauf. Dieser dürfte sich dadurch um mindestens zwei Monate verzögern - und vielleicht sogar erledigen.
Die Mitgliedstaaten der Amazonas-Organisation OCTA kritisieren die Vergabe der .amazon-Domain an das gleichnamige Unternehmen durch die Icann als Enteignung und Gewaltakt. Dagegen soll weiter vorgegangen werden.
Trotz der vielen Kontroversen rund um den Verkauf der .org-Domain wird der Icann-Vorstand in seiner jährlichen persönlichen Sitzung nur wenig Zeit darauf verwenden. Einem Medienbericht zufolge sind damit nicht alle Mitglieder einverstanden.
Die Icann hat einige der geforderten Details zu dem geplanten Verkauf der .org-TLD veröffentlicht. Demnach gibt es bisher unbekannte Käufer, die auch weiter nicht genannt werden, und der Deal läuft wohl über Briefkastenfirmen.
Statt die Top-Level-Domain .org einem Finanzinvestor zu überlassen, will eine Kooperative .org nun selbst kaufen. Mit dabei sind die Wikipedia-Chefin, Icann-Gründer und der technische Betreiber von .org.
In einem eher ungewöhnlichen Schritt fordern die fünf großen Regional Internet Registrys alle Unterlagen der Icann zu dem .org-Verkauf. Dieser sei eine wichtige Richtlinienentscheidung, die das Vertrauen in die Icann beeinflussen könnte.
Ein Sicherheitsforscher zeigt, dass sich DNS-über-HTTPS-Anfragen trotz Verschlüsselung an ihrer Größe erkennen lassen können. Damit könnte diese blockiert werden, was die Technik eigentlich verhindern soll.
Die .org-Domain lasse sich mit dem aktuell bekannten Verkaufspreis nicht gewinnbringend betreiben. Das schreibt einer der aktuellen technischen Dienstleister. Dieser befürchtet deshalb Ausfälle und eine geringere Verfügbarkeit für .org.
Zusätzlich zu Cloudflare hat Mozilla den neuen DNS-Anbieter NextDNS als Anbieter für DNS über HTTPS im Firefox-Browser gewinnen können. Der Anbieter blockt standardmäßig Werbung und Tracker.
Der größte Provider des Vereinigten Königreichs startet mit einem Test zur Unterstützung des verschlüsselten DNS-over-HTTPS (DoH). Der Resolver soll künftig von allen Kunden genutzt werden.
Der Verkauf von .org wirkt wie ein Verschwörungskrimi voller seltsamer Zufälle, Korruption und zwielichtiger Gestalten. Hinzu kommen Intransparenz und Widersprüche.
Die Beschwerde des weltweit zweitgrößten Registrars, Namecheap, gegen den neuen .org-Vertrag ist nun offiziell von der Icann abgelehnt worden. Namecheap will aber weitere Schritte unternehmen.
Mit einer großen gemeinsamen Kampagne protestieren viele gemeinnützige Organisationen gegen den Verkauf der .org-Registry an einen Finanzinvestor. Dazu gehören Wikimedia, die EFF, das Internet Archive und viele andere.
Der DNS-Client in Windows bekommt Unterstützung für das verschlüsselte DNS über HTTPS (DoH). Nutzer sollen dabei ähnlich wie im Chrome-Browser auf den DOH-Server ihres bisherigen DNS-Server migriert werden, falls verfügbar.
Südamerikanische Regierungen streiten sich seit Jahren mit Amazon um die Top-Level-Domain .amazon. Bislang stehen die Regierungen als Verlierer da. Ein anderer Verlierer ist jedoch die Icann, die es nicht schafft, das öffentliche Interesse an solch einer Domain ausreichend zu berücksichtigen.
Die Registry für die .org-TLD ist an einen bisher unbekannten Finanzinvestor verkauft worden. Erst im Sommer sind die Preisschranken für .org-Domains von der ICANN aufgehoben worden. Was das nun für die Domain-Inhaber bedeutet, ist aber noch nicht klar.
Anfragen von Golem.de an deutsche Provider zeigen, dass diese die Einführung von DNS-over-HTTPS (DoH) durch Google und Mozilla zwar ähnlich kritisieren wie internationale Provider, sich aber noch eher in der Beobachterrolle sehen. Und die Deutsche Telekom sieht das Geschäft mit Daten in Gefahr.
Netzwerkbetreiber haben einige Probleme beim Einsatz von verschlüsselten DNS wie DNS-over-HTTPS. Die IETF will diese lösen und damit den Einsatz der Technik erleichtern.
Die Einführung von DNS-über-HTTPS in Googles Chrome gefährdet angeblich das Geschäftsmodell der Provider mit Werbung. In den USA soll deshalb ein Kartellverfahren gegen Google angestrengt werden. Sinnvoll erscheint das kaum.
Der Netzwerk-Dienstleister Cloudflare hat mit Warp einen eigenen VPN-Dienst in seine DNS-App eingebaut. Das soll vor zu neugierigen ISPs schützen, die Nutzerdaten zu Werbezwecken vermarkten.
Wegen der Kooperation von Mozilla und Cloudflare für DNS über HTTPS (DoH) deaktiviert das Team von OpenBSD die Nutzung des Protokolls für alle Firefox-Nutzer des freien Betriebssystems. Interessierte können die Technik aber weiterhin einsetzen.
Mit der kommenden Version 78 sollen Chrome-Nutzer testweise das Protokoll DNS-over-HTTPS (DoH) verwenden. Nutzer sollen dabei auf bestehende DoH-Server ihrer bisherigen DNS-Anbieter migriert werden.
Schon in wenigen Wochen will Mozilla beginnen, DNS-over-HTTPS (DoH) für alle seine Firefox-Nutzer in den USA zu aktivieren. Für die wenigen Situationen, in denen DoH nicht funktioniert, soll wie bisher das System-DNS genutzt werden.
Um das Internet als Einheit zu erhalten und damit Nutzer weiterhin das notwendige Vertrauen in die Technik haben können, formuliert das Internet Architecture Board nun klare Richtlinien, denen Gesetzgeber folgen sollten.
In einer großangelegten Studie für US-Nutzer von Firefox will Mozilla erfahren, wie oft DNS-Filter und sogenannte Split-Horizon-DNS genutzt werden. Das soll DNS-over-HTTPS helfen.
Der weltweit zweitgrößte Registrar, Namecheap, hat offiziell Beschwerde gegen den neuen .org-Vertrag der Icann eingelegt. Die Icann verhöhne ihren eigenen Kommentarprozess.
Die Diskussionen zum Standard DNS over HTTPS (DoH) ähneln mittlerweile einer Propagandaschlacht. Häufig basiert die Kritik jedoch auf Unkenntnis und Falschinformationen. Wir stellen richtig.
Die Nominierung Mozillas als "Internetschurke" hat der Provider-Verband des Vereinigten Königreichs nun offiziell zurückgenommen. Die Umsetzungspläne für DoH will der Verband aber weiter "genau hinterfragen".